Jeepers Creepers – Es ist angerichtet

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Filmdaten
Deutscher TitelJeepers Creepers – Es ist angerichtet
OriginaltitelJeepers Creepers
Jeepers Creepers.jpg
ProduktionslandUSA, Deutschland[1]
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2001
Länge89 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[2]
Stab
RegieVictor Salva
DrehbuchVictor Salva
ProduktionBarry Opper,
Tom Luse
MusikBennett Salvay
KameraDon E. FauntLeRoy
SchnittEd Marx
Besetzung
Chronologie

Nachfolger →
Jeepers Creepers 2

Jeepers Creepers – Es ist angerichtet (Originaltitel: Jeepers Creepers) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2001. Das Drehbuch schrieb Victor Salva, der ebenfalls Regie führte. Francis Ford Coppolas American Zoetrope produzierte den Horrorfilm zusammen mit dem Filmfonds Cinerenta für United Artists. 2003 kam die Fortsetzung Jeepers Creepers 2 in die Kinos. Ende 2017 kam dann der dritte Teil Jeepers Creepers 3 in die Kinos bzw. am 23. März 2018 z. B. in Deutschland als Direct-to-Video.[3] Der Film basiert lose auf der Legende des Mothman aus Point Pleasant.[4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film handelt von den Geschwistern Trish (Patricia) und Darry (Darius), die in den Ferien vom College nach Hause fahren. Während sie gemächlich über eine Landstraße fahren und sich unterhalten, ist im Radio das Lied „Jeepers Creepers“ zu hören. Die Fahrt verläuft ruhig, bis sie von einem Unbekannten in einem alten Laster terrorisiert werden – ein Ereignis, das sie schnell wieder vergessen hätten, hätten sie nicht später beim Vorbeifahren an einer alten Kapelle den Fahrer etwas in ein Loch werfen sehen, das einem menschlichen Körper ähnelt.

Sie beobachten den Unbekannten, doch als er dies bemerkt, läuft er zu seinem alten Laster, verfolgt Trish und Darry und drängt sie von der Straße ab. Darry besteht darauf, umzukehren, um zu sehen, worum es sich bei dem Loch an der Kapelle handelt. Ein Entschluss, den er bald darauf zutiefst bereut, denn in dem Gewölbe, das die beiden entdecken, sind überall verstümmelte und konservierte Leichen wie Kunstwerke an Wänden und Decke befestigt. Die Geschwister suchen das Weite.

Auf ihrer Flucht kommen sie an eine Raststätte und wollen von dort aus die Polizei rufen, doch dann klingelt das Telefon – es ist für Darry. Am Telefon ist eine Frau, die zunächst wirres Zeug von Katzen redet und ihm dann das Lied „Jeepers Creepers“ vorspielt und sagt, dass er, sollte er jemals dieses Lied hören, um sein Leben rennen müsste. Darry nimmt sie nicht ernst und legt auf. Als die Polizei eintrifft, stellen Darry und Trish fest, dass der Unbekannte ihr Auto durchsucht hat. Als sie mit der Polizei weiterfahren, greift der Unbekannte an und tötet die Polizisten, während die Geschwister im Radio abermals das Lied „Jeepers Creepers“ hören.

Als der Kopf des männlichen Polizeibeamten ihnen auf die Windschutzscheibe fliegt, machen sie eine Vollbremsung. Als Trish nachsehen will, ob alles in Ordnung ist, fliegt die Fahrertür auf. Trish läuft zurück zum Auto und die Geschwister beobachten den Unbekannten, wie er aussteigt und die Melodie von „Jeepers Creepers“ pfeift, während er zum Kopf des Polizisten geht und die Zunge herausknabbert. Die Geschwister fliehen voller Angst und gelangen schließlich auf der Suche nach Hilfe zu einem Haus, in dem eine Frau mit vielen Katzen lebt. Der Unbekannte ist den beiden gefolgt, die alte Frau schießt mehrmals mit ihrer Schrotflinte auf ihn, kann ihm damit jedoch nichts anhaben und wird von ihm getötet. Wieder auf der Flucht überfährt Trish den Unbekannten mehrere Male, um sicherzustellen, dass sie ihm endgültig den Garaus gemacht hat. Als sie ein paar Mal über ihn gefahren ist, regt sich etwas unter seinem Mantel am Rücken. Schließlich schnellt ein Flügel heraus und der Unbekannte versucht noch wegzufliegen, was ihm aber nicht gelingt. Trish und Darry lassen ihn dort liegen.

Endlich gelingt es Trish und Darry, in ein Polizeirevier zu flüchten. Dort taucht die Frau auf, die mit Darry telefoniert hatte. Sie erzählt, dass sie Jezelle Hartman heißt, und dass sie Träume hat, in denen sie die Zukunft sieht. Von ihr erfahren sie, dass der Fahrer ein „Creeper“ ist, der jeden 23. Frühling aufersteht, um 23 Tage lang Jagd auf Menschen zu machen, von deren Körperteilen er sich ernährt, welche dann zu einem Teil von ihm werden. Er mache Jagd auf die Geschwister, weil sie etwas an sich hätten, das er anscheinend gerne haben möchte. Indem er jemandem Angst einjagt, könne er „erriechen“, welcher Teil an einem Menschen seinen Ansprüchen gerecht wird. Außerdem erwähnt sie noch, dass es keinen Ausweg mehr gäbe, sobald das Lied „Jeepers Creepers“ zu hören sei, z. B. im Radio.

Der totgeglaubte Creeper dringt kurz darauf in das Polizeirevier ein. Ein Polizist überrascht ihn, als er Gefangene auffrisst und sich dadurch regeneriert. Als die Polizisten ihn jedoch dann angreifen, bemerken sie, dass der Creeper selbst durch Kugeln nicht zu töten ist. Die Wahrsagerin nennt als Grund dafür, er habe so viele Herzen verschlungen, dass sein eigenes niemals aufhören könne zu schlagen. Kurz danach greift der Creeper die Wahrsagerin an, lässt sie jedoch am Leben, weil sie anscheinend nichts hat, das er fressen will. Der Creeper schnappt sich Darry, daraufhin bittet Trish ihn, er möge sie selbst nehmen, in der Hoffnung, ihr Bruder werde dadurch verschont. Es scheint so, als ob es ihr gelingen würde, da das Wesen ins Überlegen zu kommen scheint, doch verschwindet es kurz darauf zusammen mit seiner männlichen Beute durch ein Fenster in die Nacht.

Der Film endet in einer verlassenen Fabrik. Der Creeper sitzt an einem Tisch und macht sich an etwas zu schaffen. Im Hintergrund spielt währenddessen aus einem Grammophon das Lied „Jeepers Creepers“. Dann fährt die Kamera an Darrys nackter, aufgehängter Haut hoch, die wie zum Trocknen aufgespannt ist. Ihm fehlen die Augen, das Gehirn und sonst der ganze Körper. Zum Schluss sieht der Creeper mit Darrys Augen durch dessen leere Augenhöhlen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Wer eine plausible Story braucht, um sich fürchten zu können, und Special Effects für Stimmungstöter hält, sollte das Kino vorzeitig verlassen. Denn der mörderische ‚Creeper‘ ist kein Mensch! Und von dem Moment an, in dem das offenbar wird, verwandelt sich der Thriller in ein überlebensgroßes Horrormärchen.“

Cinema

„Auf der Welle der Teen-Horrorfilme surfender Film, der in der ersten Hälfte durch spannungssteigernde Langsamkeit überzeugt, Splatter-Effekte nur sparsam einsetzt und sich an den Horrorfilmen der 1970er- und 1980er-Jahre orientiert, sich dann aber in den Klischees des Genres verliert.“

film-dienst

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde u. a. für den Saturn Award und den International Horror Guild Award nominiert. Er gewann den Crystal Reel Award.

Drehorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeepers Creepers wurde an folgenden Orten in Florida gedreht:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jeepers Creepers (2001). In: AFI Catalog Of Feature Films. American Film Institute, abgerufen am 16. November 2017 (englisch): „Countries: Germany, United States“
  2. Freigabebescheinigung für Jeepers Creepers – Es ist angerichtet. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juli 2004 (PDF; Prüf­nummer: 89 080-a V/DVD).
  3. Jeepers Creepers 3. In: amazon.de. Abgerufen am 18. März 2018.
  4. Todd Alcott: „Monsters! Jeepers Creepers“, abgerufen am 3. Juli 2015.