Jeff Chandler

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Dieser Artikel behandelt den Schauspieler Jeff Chandler. Informationen zum Boxer Jeff Chandler findet man unter Jeff Chandler (Boxer)


Jeff Chandler (* 15. Dezember 1918 in Brooklyn, New York; † 17. Juni 1961 in Los Angeles, Kalifornien) war ein populärer US-amerikanischer Filmschauspieler der 1950er Jahre.

Leben[Bearbeiten]

Als Ira Grossel geboren, besuchte Chandler die Erasmus Hall High School, einen Startpunkt vieler Bühnen- und Filmkarrieren. Anschließend nahm er Schauspielunterricht und arbeitete zwei Jahre in Schauspieltruppen, bevor er seinen Militärdienst im Zweiten Weltkrieg leistete. Nach seinem Abschied war er zunächst im Rundfunk in ernsten und heiteren Sprechrollen zu hören. Seine erste Rolle beim Film bekam er 1947 in Johnny O’Clock.

In den 1950er Jahren wurde der 1,91 Meter große Chandler zum Star in Western- und Actionfilmen. Seine erste Hauptrolle hatte er als israelischer Freiheitskämpfer in Sword in the Desert (dt. Schwert in der Wüste), 1948. Es folgte eine Oscar-Nominierung für die Rolle als Cochise in Der gebrochene Pfeil, 1950 als ersten von drei Auftritten als legendärer Apachen-Häuptling, gefolgt von Die Schlacht am Apachenpaß, 1952 und Taza, Son of Cochise (dt. Taza, der Sohn des Cochise), 1954.

Im weiteren Verlauf des Jahrzehnts wurde Chandler zu einem höchst gefragten Mann. Sein Sexappeal, noch gesteigert durch vorzeitig ergrautes Haar und sonnengegerbtes Äußeres, führte zur Mitwirkung in vielen Action– und Kostümfilmen. Einige Stationen dieser Zeit waren Away All Boats, Toy Tiger, Drango, The Tattered Dress, Man in the Shadow, Foxfire, A Stranger in My Arms und Thunder in the Sun. Seine weiblichen Gegenparts waren beispielsweise June Allyson, Joan Crawford, Rhonda Fleming, Susan Hayward, Maureen O'Hara, Jane Russell und Esther Williams.

Kurz nach Drehende von Merrill's Marauders verstarb Chandler im Alter von 42 Jahren an Blutvergiftung als Folge einer Bruchoperation. Sein Grab befindet sich im Hillside Memorial Park Cemetery in Culver City, Kalifornien. Jeff Chandler wurde mit einem Stern im Hollywood Walk of Fame geehrt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1949: Schwert in der Wüste (Sword in the Desert)
  • 1950: Abbott und Costello als Legionäre (Abbott and Costello in the Foreign Legion)
  • 1950: Der gebrochene Pfeil (Broken Arrow)
  • 1950: Abgeschoben (Deported)
  • 1950: Der Wüstenfalke (The Desert Hawk) ungenannt
  • 1950: Vorposten in Wildwest (Two Flags West)
  • 1951: Insel der zornigen Götter (Bird of Paradise)
  • 1951: Piraten von Macao (Smuggler’s Island)
  • 1951: Ausgezählt (Iron Man)
  • 1951: Die Flamme von Arabien (Flame of Araby)
  • 1952: Die Schlacht am Apachenpaß (The Battle of Apache Pass)
  • 1952: Unternehmen „Rote Teufel“ (Red Ball Express)
  • 1952: Der Sohn von Ali Baba (Son of Ali Baba) ungenannt
  • 1952: Unter falscher Flagge (Yankee Buccaneer)
  • 1952: Aus Liebe zu Dir (Because of You)
  • 1953: Frauen in der Nacht (Girls in the Night)
  • 1953: Der große Aufstand (The Great Sioux Uprising)
  • 1953: Gefangene des Dschungels (East of Sumatra)
  • 1953: Verschwörung auf Fort Clark (War Arrow)
  • 1954: Taza, der Sohn des Cochise (Taza, Son of Cochise)
  • 1954: In den Kerkern von Marokko (Yankee Pasha)
  • 1954: Attila, der Hunnenkönig (Sign of the Pagan)
  • 1955: Goldenes Feuer (Foxfire)
  • 1955: Das Haus am Strand (Female on the Beach)
  • 1955: Mit roher Gewalt (The Spoilers)
  • 1956: Klar Schiff zum Gefecht (Away All Boats)
  • 1956: Dem Tode entronnen (Pillars of the Sky)
  • 1957: Das Kreuzverhör (The Tattered Dress)
  • 1957: Ein Herzschlag bis zur Ewigkeit (Jeanne Eagles)
  • 1957: Drango
  • 1958: Des Teufels Lohn (Man in the Shadow)
  • 1958: Immer Ärger mit den Frauen (The Lady Takes a Flyer)
  • 1958: Sturm über Eden (Raw Wind in Eden)
  • 1959: Donner in der Sonne (Thunder in the Sun)
  • 1959: Vor uns die Hölle (Ten Seconds to Hell)
  • 1959: Der Herrscher von Kansas (The Jayhawkers!)
  • 1960: David und König Saul (A Story of David)
  • 1960: Die Plünderer (The Plunderers)
  • 1961: Rückkehr nach Peyton Place (Return to Peyton Place)
  • 1962: Durchbruch auf Befehl (Merrill’s Marauders)

Weblinks[Bearbeiten]