Jeff Goldblum

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Jeff Goldblum (2007)
Goldblum (1985)

Jeffrey Lynn Goldblum (* 22. Oktober 1952 in West Homestead bei Pittsburgh, Allegheny County, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Goldblum, der jüdischer Abstammung und der dritte Sohn eines Arztes und einer Radiomoderatorin ist, ging bereits im Alter von 17 Jahren nach New York, um Schauspieler zu werden. Ab Anfang der 1970er wurde er am renommierten Neighborhood Playhouse von Sanford Meisner unterrichtet. Sein Broadway-Debüt gab er 1971 in Two Gentlemen of Verona. Der Schauspieler war bislang zweimal verheiratet: zunächst mit Patricia Gaul (1980 bis 1986), später mit der US-amerikanischen Schauspielerin Geena Davis (November 1987 bis Oktober 1990). Mit Davis spielte Goldblum in mehreren Filmen, darunter in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte und dem Science Fiction/Horrorfilm Die Fliege.

Seinen ersten Filmauftritt hatte Goldblum 1975 in Ein Mann sieht rot mit Charles Bronson. Es folgten kleinere Parts in Woody Allens Der Stadtneurotiker und in der Neuverfilmung von Die Körperfresser kommen, Der Stoff, aus dem die Helden sind und den Robert-Altman-Filmen California Split und Nashville. 1979/80 spielte er mit Partner Ben Vereen die Hauptrolle in der kurzlebigen Krimiserie Die Schnüffler. In der Komödie Kopfüber in die Nacht von John Landis zeigte er 1985 sein Können als Komödiant. Er spielte an der Seite von Michelle Pfeiffer den an Schlafstörungen leidenden Normalbürger, der durch Zufall in haarsträubende Situationen gerät, mit den für ihn typischen minimalistischen Stilmitteln.

„Mit seinen 1,94 Metern und seinen baumelnden Armen gelingt ihm das paradoxe Kunststück, eine eigentümlich ungelenke Eleganz zu verströmen. Goldblum ist ein Schauspieler, der immer einen gewissen Abstand zu seiner Figur hält und sich selbst verwundert beim Arbeiten zu beobachten scheint.“

Alexander Menden[1]

1986 gelang ihm mit seiner Hauptrolle in Die Fliege der Durchbruch. In den 1990er Jahren wirkte Goldblum unter anderem in den Kassenschlagern Jurassic Park, Independence Day, Vergessene Welt: Jurassic Park sowie Robert Altmans Komödie The Player mit. 1996 erhielt er für sein Regie-Debüt Little Surprises eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester Kurzfilm“. 2006 drehte er für NBC acht Folgen der Fernsehserie Raines, in der Goldblum die Titelfigur eines exzentrischen Polizisten verkörperte. Ursprünglich auf 13 Folgen angelegt, wurde die Produktion auf halber Strecke von NBC gestoppt.[2] Die Show erreichte bei ihrer Ausstrahlung 2007 jedoch passable Einschaltquoten.[3]

2008 „brillierte“[4] Jeff Goldblum mit Kevin Spacey auf der Bühne des Londoner Old Vic Theatres in David Mamets Hollywood-Satire Speed-the-Plow als Studioboss. Mit diesem Theaterstück trat Jeff Goldblum zusammen mit Kevin Spacey auch bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen Mitte Mai 2008 auf. Mit diesem Stück und in dieser Besetzung vor stets ausverkauftem Haus wurden die Festspiele 2008 zum größten Erfolg ihrer Geschichte. Goldblum spielt seit 2009 eine Hauptrolle in der Kriminalserie Criminal Intent als Ersatz für Chris Noth, der in der siebten Staffel ausstieg.[5]

Nebenbei ist Goldblum auch als Schauspiellehrer tätig. Gemeinsam mit Robert Carnegie gründete er 1982 die Playhouse-West-Schule, an der er bis heute unterrichtet. Im deutschsprachigen Raum wird er von Arne Elsholtz synchronisiert, der auch Tom Hanks, Kevin Kline, Bill Murray, Eric Idle und James Belushi spricht. 1999 wurde er im Lied Gin soaked Boy der The Divine Comedy prominent erwähnt.

Goldblum tritt auch als Jazzpianist auf, so mit seinem Mildred Snitzer Orchestra beim Playboy Jazz Festival 1999.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jeff Goldblum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alexander Menden über Jeff Goldblum; SZ, 15. Februar 2008.
  2. zap2it: NBC tightens Raines, 18. Dezember 2006, abgerufen am 15. Februar 2008.
  3. New TV shows suffer malaise, Variety, 5. April 2007, abgerufen am 15. Februar 2008.
  4. Wenn Haifische aus dem Nähkästchen plaudern, Alexander Menden, Süddeutsche Zeitung, 15. Februar 2008.
  5. Quotenmeter.de: Chris Noth macht Schluss, abgerufen am 29. Juni 2008.
  6. Auszeichnungen für Der teuflische Mr. Frost auf imdb.com, abgerufen am 27. Februar 2008.