Jeff Saibene

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jeff Saibene
Jeff Saibene.jpg
Spielerinformationen
Name Jeff Saibene
Geburtstag 13. September 1968
Geburtsort KeispeltLuxemburg
Größe 170 cm
Position Stürmer
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1986–1989
1989–1993
1993–1995
1995–1998
1998–1999
1999–2002
Standard Lüttich
FC Aarau
BSC Old Boys Basel
FC Aarau
FC Locarno
Swift Hesperange

29 (3)

69 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1986–2001 Luxemburg 64 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006–2008
2008–2009
2010–2011
2011–2015
2015–2017
2017–
FC Thun (Co-Trainer)
FC Aarau
Luxemburg U21
FC St. Gallen
FC Thun
Arminia Bielefeld
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jeff Saibene (* 13. September 1968 in Keispelt, Luxemburg[1]) ist ein luxemburgischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Er ist seit dem 20. März 2017 Trainer des deutschen Zweitligisten Arminia Bielefeld. Zuvor war er mit Unterbrechungen über 20 Jahre lang als Spieler und Trainer im Schweizer Fussball tätig gewesen.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saibene spielte nach seinen ersten Stationen in Luxemburg beim FC Kehlen und bei Union Luxemburg von 1986 bis 1989 beim belgischen Erstligisten Standard Lüttich, kam aber nur insgesamt siebenmal in der ersten Mannschaft zum Einsatz. 1989 wechselte er in die erste Schweizer Spielklasse zum FC Aarau. Er spielte zweimal für je drei Jahre für den Club (1989 bis 1993 und 1995 bis 1998) und wurde 1993 Meister mit dem Club. Dazwischen spielte er beim BSC Old Boys Basel, danach noch 1998/99 für einige Monate beim FC Locarno. Seine Karriere als Spieler beendete er 2002 beim Luxemburger Verein Swift Hesperange.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saibene spielte zwischen 1986 und 2001 64-mal für die Luxemburgische Fußballnationalmannschaft.[2]

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2001 auch im Trainerstab der luxemburgischen Nationalmannschaft tätig, wurde er 2006 Co-Trainer beim FC Thun, mit dem er am Ende der Saison 2006/07 für einige Wochen als Interimstrainer den Klassenerhalt schaffte.

Saibene trainierte – zuerst als Assistenztrainer – seit Anfang der Saison 2008/09 als Trainer den Schweizer Erstliga-Fußballclub FC Aarau.[3] Nach einem schlechten Start in die Saison 2009/10 wurde er am 12. Oktober 2009 entlassen.[4] Später war er Trainer der luxemburgischen U-21-Nationalmannschaft.[5]

Am 8. März 2011 wurde Saibene zum Tabellenletzten FC St. Gallen geholt, um den Verein vor dem Abstieg zu retten, was ihm jedoch nicht gelang. In der darauf folgenden Saison gelang ihm mit dem FC St. Gallen der direkte Wiederaufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse. Dabei war der Club ab dem zweiten Spieltag an der Tabellenspitze, die er die ganze Saison nicht mehr abgab. In der Saison 2012/2013 führte Saibene den FC St. Gallen als Aufsteiger direkt auf Platz drei der höchsten Spielklasse. Zum ersten Mal seit sechs Jahren spielte der FC St. Gallen in der Saison 2013/2014 wieder in einem europäischen Wettbewerb. Mit dem Erfolg in der Play Off-Runde gegen Spartak Moskau wurde Saibene zudem der erste luxemburgische Trainer, der einen Verein in die Gruppenphase der Europa League führte. Saibenes Vertragslaufzeit beim FC St. Gallen wurde vorzeitig um ein Jahr bis Sommer 2015 verlängert. Anfang September 2015 bot er dem Vorstand seinen Rücktritt an; dieser akzeptierte den Entscheid. Zu diesem Zeitpunkt hatte seine Mannschaft in sieben Spielen sieben Punkte geholt und dabei nur vier Tore geschossen. Im Oktober 2015 unterschrieb Saibene beim FC Thun einen bis Sommer 2017 laufenden Vertrag als Cheftrainer.[6]

Am 20. März 2017 übernahm er den Trainerposten des deutschen Zweitligisten Arminia Bielefeld, um den Verein vor dem Abstieg in die 3. Liga zu bewahren.[7] Unter Saibene gelang der Arminia am letzten Spieltag durch ein Unentschieden bei der SG Dynamo Dresden der Klassenerhalt.[8]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saibene ist mit einer Schweizerin verheiratet und hat neben der luxemburgischen Staatsbürgerschaft auch das Schweizer Bürgerrecht. Seit seiner Kindheit ist er Fan des Hamburger SV.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marek Fritzen: Er ist der Graf von Luxemburg. In: fupa.net. FuPa GmbH, 1. September 2017, abgerufen am 4. September 2017.
  2. Roberto Mamrud: „Luxembourg - Record International Players“, rsssf.com (Stand 7. Januar 2009, besucht 19. März 2009).
  3. Trainer-Duo für Aarau
  4. Saibene weg! - Andermatt kommt
  5. Jeff Saibene neuer Trainer in St. Gallen
  6. Saibene wird neuer Thun-Trainer
  7. In der 2. Bundesliga: Saibene wird Bielefeld-Coach. In: Wort.lu. 19. März 2017 (wort.lu [abgerufen am 19. März 2017]).
  8. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Börners Kopfball beschert Arminen den Ligaerhalt. In: kicker online. 21. Mai 2017, abgerufen am 1. August 2017.