Jeff Wilbusch

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Jeff Wilbusch, bürgerlicher Name Jisroel Iftach Wilbuschewitz, (geboren 1987 in Haifa, Israel[1]) ist ein israelisch-deutscher[1][2][3] Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilbusch, der deutsche, niederländische und jüdische Wurzeln hat, wuchs in Jerusalem auf. Viele Mitglieder seiner Familie waren deutsche Juden, die während der Zeit des Nationalsozialismus nach Israel flohen und auswanderten.[2] Während seiner Schulzeit machte er Musik und spielte in einer Band (The Jeff Project).[2] Er studierte zunächst Wirtschaftswissenschaften in den Niederlanden, der Heimat seiner holländischen Mutter, und schloss das Studium mit dem Master ab.[2][4] Er entschied sich dann jedoch für den Schauspielberuf und wurde an einer Schauspielschule in Israel angenommen. Während der Endphase seiner Masterarbeit bewarb er sich an der Otto-Falckenberg-Schule in München, wo er dann von 2011 bis 2015 sein Schauspielstudium absolvierte.[2][4]

Während seiner Schauspielausbildung spielte er bereits an den Münchner Kammerspielen.[4] Dort arbeitete er u. a. mit den Regisseuren Johan Simons, Stephan Kimmig und Martin Kušej zusammen. In der Spielzeit 2012/13 wirkte er dort in Johan Simons’ Theaterprojekt Urban Prayers mit. In seinem dritten Studienjahr spielte er die Rolle des Schöning in Christiane Pohles Inszenierung Lulu. Eine Monstretragödie; außerdem übernahm er, an der Seite von Sylvana Krappatsch, die Rolle des Dieners in Die Neger (Regie: Johan Simons, 2014).[2][4] In der Spielzeit 2014/15 war er festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele.[4] An den Münchner Kammerspielen trat er u. a. in Geschichten aus dem Wiener Wald (in den Rollen Erich, Emma und Hierlinger, Regie: Stephan Kimmig, 2014), in Hoppla, wir sterben! (Regie: Johan Simons, 2015) und als Rovo in Jagdszenen aus Niederbayern (Regie: Martin Kušej, 2015) auf.[3] Daneben spielte er in Inszenierungen von Johan Simons bei der Ruhrtriennale (2015), den Wiener Festwochen (2014) sowie am Schauspielhaus Hamburg (2014).

Seit der Spielzeit 2015/16 ist Wilbusch festes Ensemblemitglied am Münchner Residenztheater. Zu seinen bisherigen Rollen dort gehörten u. a. Rovo in Jagdszenen aus Niederbayern (als Übernahme der Münchner Kammerspiele), Sextus Pompeius in Antonius und Cleopatra (Regie: Thomas Dannemann, 2015), Stronzo in Pinocchio (Regie: Thomas Birkmeir, 2015), der Kadett Biegler in Die Abenteuer des guten Soldaten Švejk im Weltkrieg (Regie: Frank Castorf, Premiere: Spielzeit 2015/16) und Abe in Geächtet von Ayad Akhtar (Regie: Antoine Uitdehaag, Premiere: Spielzeit 2015/16).[4]

Wilbusch wirkte auch in einigen Filmrollen mit, u. a. als Max in dem Kinofilm Einmal bitte alles, der im Januar 2017 auf dem Max-Ophüls-Preis Festival seine Premiere hatte. Im Fernsehen war er im April 2016 in der ARD-Serie Um Himmels Willen in einer Episodenrolle zu sehen; er spielte den drogenabhängigen, holländischen „Loverboy“ Ben de Vries.[5] In der deutsch-luxemburgischen Fernsehserie Bad Banks, deren erste Folgen am 21. Februar 2018 im Rahmen der Berlinale 2018 im Zoo Palast uraufgeführt wurden, verkörperte Wilbusch die Rolle des Noah Weisz, den Lebensgefährten der im Mittelpunkt der Handlung stehenden Jung-Bankerin Jana Liekam (Paula Beer).

Wilbusch lebt in Berlin.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jeff Wilbusch; Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 5. Mai 2017.
  2. a b c d e f Ich bin der Neue. Interview mit Jeff Wilbusch. In: MucBook. Ausgabe vom 17. Oktober 2014. Abgerufen am 5. Mai 2017.
  3. a b Jeff Wilbusch; Profil und Vita bei Castforward. Abgerufen am 5. Mai 2017.
  4. a b c d e f Jeff Wilbusch. Vita. Offizielle Internetpräsenz Münchner Kammerspiele. Abgerufen am 5. Mai 2017.
  5. Erste große Liebe: Folge 192. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz Das Erste. Abgerufen am 5. Mai 2017.