Jeffrey Dahmer

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Jeffrey Dahmer im High-School-Jahrbuch 1978

Jeffrey Lionel Dahmer (* 21. Mai 1960 in Milwaukee, Wisconsin; † 28. November 1994 in Portage, Wisconsin) war ein als The Milwaukee Monster bekannter US-amerikanischer Serienmörder. Zwischen 1978 und 1991 tötete er mindestens 17 Männer und Jugendliche in Ohio und Wisconsin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeffrey Lionel Dahmer, genannt „Jeff“, wurde am 21. Mai 1960 im Evangelical Deaconess Hospital in Milwaukee[1][2] im US-Bundesstaat Wisconsin als der ältere von zwei Söhnen des Ehepaars Joyce Annette (geb. Flint) und Lionel Herbert Dahmer geboren. Zu diesem Zeitpunkt absolvierte Lionel Dahmer ein Masterstudium in Analytischer Chemie an der Marquette University und arbeitete nebenbei als Assistent. Joyce Dahmer gab ihren Beruf als Ausbilderin im Fernschreibwesen nach der Geburt auf, arbeitete als Hausfrau[3] und machte später einen Masterabschluss in psychosozialer Beratung.[4] Laut Lionel Dahmer habe seine Frau während der Schwangerschaft an starken Anfällen gelitten und deshalb Morphin und Barbiturate verschrieben bekommen,[5] was von ihr jedoch später vehement bestritten wurde.[6]

Im September 1962 zog die Familie nach Ames, Iowa, wo Dahmers Vater an der Iowa State University promovierte, lehrte und als Forschungsassistent arbeitete. Als Dahmer knapp vier Jahre alt war, musste er aufgrund einer doppelten Hernie operiert werden. Lionel Dahmer will beobachtet haben, dass sich sein bis dahin unbeschwerter und lebhafter Sohn nach dieser Erfahrung zu einem stillen und verschlossenen Jungen entwickelte.[7][8] Im Oktober 1966 erfolgte ein Umzug nach Doylestown, Ohio, wo Dahmer in die Hazel Harvey Elementary School eingeschult wurde. Bald darauf bemerkte eine Lehrerin gegenüber Dahmers Vater, dass der Junge außergewöhnlich scheu sei und zutiefst unglücklich wirke.[9] Er wäre höflich und folgsam, zeige jedoch wenig Interesse am Unterricht und knüpfe kaum Kontakt zu anderen Kindern.[10] Trotzdem hatte Dahmer ein paar Spielkameraden,[11] liebte seinen Hund „Frisky“ und freute sich über die Geburt seines jüngeren Bruders David im Dezember 1966.[12]

1968 ließen sich die Dahmers in einem eigenen Haus mit großem Waldgrundstück in Bath, Ohio nieder und Jeffrey wechselte auf die Bath Elementary School. Laut der später über Jeffrey Dahmer angelegten Bewährungsakte soll Lionel Dahmer der Bewährungshelferin erzählt haben, dass sein Sohn kurz darauf im Alter von acht Jahren von einem älteren Nachbarsjungen sexuell missbraucht worden sei. Der angebliche Vorfall wurde jedoch nicht zur Anzeige gebracht[13][14] und sowohl Lionel als auch Jeffrey Dahmer selbst bestritten in späteren Interviews, dass jemals ein Missbrauch stattgefunden habe.[15][16] Joyce Dahmer litt während Jeffreys Kindheit an verschiedenen physischen und psychischen Beschwerden und wurde im Jahr 1970 aufgrund von schweren Angstzuständen mehrere Wochen in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses behandelt.[17] Ungefähr zu dieser Zeit begann die Ehe der Dahmers in die Brüche zu gehen und Jeffrey Dahmer erlebte mit, wie es zwischen seinen Eltern häufig zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen kam, die mehrere Male durch die Polizei geschlichtet werden mussten.[13]

Bereits als Kind zeigte Dahmer ein gesteigertes Interesse am Körperinneren toter Tiere. Als Vierjähriger spielte er vergnügt mit den Knochen eines Tierkadavers [18] und als Achtjähriger wollte er beim Essen eines Hühnchens von seinem Vater wissen wollen, was mit den Hühnerknochen passiere, wenn man sie in eine Bleichlösung legen würde.[19] Im Alter von etwa zwölf bis 14 Jahren begann er in der Nähe des elterlichen Grundstücks tote Tiere vom Straßenrand aufzusammeln, um sie in einem Schuppen hinter dem Haus seiner Eltern zu obduzieren. Von seinem Vater hatte er sich außerdem zeigen lassen, wie man Tierkörper mithilfe von Chemikalien präparieren und Knochen bleichen kann.[20] Dahmer erklärte später, dass das Häuten und Zerlegen der toten Tierkörper ihm ein Gefühl von Macht, Kontrolle und Begeisterung verliehen, ihn jedoch nicht sexuell erregt habe.[21] Im Gegensatz zu vielen anderen Serienmördern bereitete es Dahmer laut seinen späteren Angaben gegenüber dem FBI jedoch kein Vergnügen, Tiere zu quälen oder sie selbst zu töten.[22]

Jugend und Highschool-Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Beginn der Pubertät entdeckte Dahmer seine Homosexualität und es kam zum ersten, einvernehmlichen Austausch von Intimitäten mit einem Jungen aus der Nachbarschaft, jedoch nicht zum Geschlechtsverkehr.[23] Abgesehen von diesem Erlebnis behielt Dahmer seine Homosexualität, ebenso wie seine nekrophilen und gewaltbesetzten Fantasien, die er bereits im Jugendalter entwickelte, für sich. In einer dieser Fantasien überwältigte er einen Jogger, der im realen Leben regelmäßig am Haus der Dahmers vorbeilief, und verging sich an dessen wehrlosem Körper. Mit ungefähr 15 Jahren wollte er die Fantasie schließlich in die Tat umsetzen und legte sich mit einem Baseballschläger auf die Lauer; der Jogger kam an diesem Tag jedoch nicht vorbei und so gab Dahmer seinen Plan unverrichteter Dinge auf.[24]

Dahmer besuchte zunächst die Eastview Junior Highschool und von 1974 bis 1978 die Revere Highschool in Bath. Obwohl er von Zeitgenossen als sehr intelligent eingeschätzt wurde und ihm ein IQ von 117[25] bis 145[26][27] nachgesagt wird, waren Dahmers Schulnoten trotz privatem Nachhilfeunterricht durchwachsen.[28] Er spielte ein Blasinstrument in der Schulband, Tennis in der Schulmannschaft und arbeitete bei der Schülerzeitung mit,[29] galt aber trotz dieser Aktivitäten unter seinen Klassenkameraden als Einzelgänger und Sonderling, der nur wenige, nicht sehr enge Freunde hatte. Zeitweise gelang es ihm, durch das Vortäuschen epileptischer oder allergischer Anfälle sowie andere bizarre Späße und Streiche die Aufmerksamkeit seiner Mitschüler auf sich zu ziehen, so dass diese einen nicht ganz ernst gemeinten „Dahmer-Fanclub“ gründeten[30] und “Doing a Dahmer” (zu dt.: „einen auf Dahmer machen“) an seiner Highschool zum Inbegriff für albernes, seltsames Verhalten wurde.

Im Alter von 14 Jahren hatte Dahmer begonnen, Alkohol zu trinken und dadurch erkennbar an Gewicht zugelegt.[31] Ab 1976 fiel seinen damaligen Mitschülern auf, dass er sich regelmäßig vor, während und nach dem Unterricht mit Hochprozentigem betrank[32] und gelegentlich Marihuana rauchte.[33] Seine Eltern und Lehrer schienen hingegen wenig bis keine Notiz von seinem Alkohol- und Drogenkonsum zu nehmen. Nur ein einziges Mal erhielt er einen vorübergehenden Schulverweis, nachdem man ihn auf dem Schulgelände mit Alkohol erwischt hatte.[34] Von diesem Vorfall abgesehen, gelang es Dahmer jedoch – trotz seiner zunehmenden Alkoholsucht und immer obsessiver werdenden Gewaltfantasien – gegenüber Erwachsenen den Anschein von Normalität aufrecht zu erhalten und seine wahren Gefühle zu verbergen. Lehrer und Nachbarn erlebten ihn als höflich und respektvoll. Mit dieser Art gelang es ihm während einer Klassenfahrt nach Washington, D.C. auch, mit nur einem Anruf für sich und seine Klassenkameraden eine spontane Führung durch das Büro des damaligen Vize-Präsidenten der Vereinigten Staaten, Walter Mondale, zu erhalten. Bei der Führung lernte er neben Mondale auch den Publizisten Art Buchwald, der zufällig ebenfalls anwesend war, persönlich kennen.[35]

Die Ehe der Eltern war im August 1977 endgültig zerrüttet und Lionel Dahmer zog in ein nahegelegenes Motel.[36] In den folgenden Monaten wurde Dahmers Familienleben von dem laufenden Scheidungsverfahren seiner Eltern und dem Streit um das Sorgerecht für seinen noch minderjährigen Bruder geprägt. In der Schule hatten sich die meisten seiner Mitschüler aufgrund seiner Trinkerei von ihm abgewandt. Am 4. Juni 1978 machte Dahmer seinen Highschool-Abschluss. Die erste und einzige Verabredung mit einem Mädchen hatte Dahmer am Abend seines Abschlussballs. Die Verabredung war von Klassenkameraden arrangiert worden und Dahmer war während des gesamten Abends so nervös und verunsichert, dass er sich für mehrere Stunden heimlich davon schlich und erst wieder auftauchte, um das Mädchen zur vereinbarten Uhrzeit nach Hause zu fahren.[37]

Kurze Zeit nach Dahmers Schulabschluss zog seine Mutter mit seinem Bruder – ohne das Wissen des Vaters – zurück nach Wisconsin. Jeffrey Dahmer lebte von nun an allein in seinem Elternhaus.

Der erste Mord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen ersten Mord beging Dahmer knapp einen Monat nach seinem 18. Geburtstag. Am Nachmittag des 18. Juni 1978 nahm er den 19-jährigen Steven Mark Hicks, der von einem Rock-Konzert im Chippewa Lake Park kam, per Anhalter mit. Hicks folgte der Einladung zu ein paar Bier und einem Joint in Dahmers Elternhaus, im Gegenzug versprach Dahmer, ihn anschließend nach Hause zu fahren. Über das was in den ein bis zwei Stunden geschah, die Hicks bei Dahmer verbrachte, existieren widersprüchliche Angaben. Viele Medien berichteten, dass es zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr kam,[38] nach anderen Quellen sei Hicks heterosexuell gewesen und habe es nicht dazu kommen lassen.[39] Als Hicks aufbrechen wollte – um pünktlich zum Geburtstagsessen seines Vaters zu kommen –, versuchte Dahmer ihn daran zu hindern. Es kam zur Rangelei, bei der Dahmer Hicks mit einer Hantel bewusstlos schlug. Anschließend erwürgte er ihn und masturbierte, während er sich an der Leiche verging.[40][41]

Bei Anbruch der Dunkelheit brachte er den Leichnam in einen Kriechkeller unter dem Haus, wo er ihn am nächsten Tag mit einem Jagdmesser zerstückelte. Aufgrund der sommerlichen Hitze wurde der Verwesungsgeruch so stark, dass Dahmer fürchtete, seine Eltern könnten ihn bei ihrer Rückkehr bemerken. Also beschloss er, die Leiche auf einer nahegelegenen Müllhalde zu entsorgen. Er lud die in Müllsäcke verpackten Leichenteile auf die Rückbank seines Autos und machte sich in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 1978 auf den Weg dorthin. Auf halber Strecke wurde er von einer Polizeistreife angehalten, da er über die Mittellinie gefahren war. Er musste aussteigen und sich einem Alkoholtest unterziehen, den er jedoch bestand. Die Polizisten bemerkten den Gestank und leuchteten mit der Taschenlampe auf die Rückbank, gaben sich jedoch mit Dahmers Erklärung, er könne wegen der Scheidung seiner Eltern nicht schlafen und wolle deshalb Hausabfälle entsorgen, zufrieden.[42] Aus Sorge, doch noch erwischt zu werden, machte Dahmer kehrt und fuhr mit den Leichenteilen zurück zu seinem Elternhaus. Dort versteckte er sie zunächst in einem Abflussrohr auf dem Grundstück. Erst im Herbst 1981 – nach seinem Aufenthalt in Florida – entledigte er sich ihrer ganz, indem er die noch verbliebenen Überreste in kleine Stücke zertrümmerte und sie weitläufig zerstreute.[43]

Steven Hicks wurde am 24. Juni 1978 vermisst gemeldet und galt für die kommenden 13 Jahre als spurlos verschwunden.

Zeit im College und bei der Armee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Scheidung von Dahmers Eltern wurde am 24. Juli 1978 rechtskräftig. Lionel Dahmer kehrte am 26. August 1978 nach monatelanger Abwesenheit in sein Haus zurück, wo er seinen älteren Sohn vollkommen sich selbst überlassen, ohne Geld und Zukunftspläne vorfand. Der Vater zog daraufhin wieder ins Haus ein und bewegte Jeffrey Dahmer dazu, sich für das im September beginnende Herbst-Semester an der Ohio State University in Columbus im Hauptfach Wirtschaft einzuschreiben. Doch anstelle die Vorlesungen zu besuchen, gab sich Dahmer seiner Alkoholsucht hin und schlief seinen Rausch gelegentlich sogar in aller Öffentlichkeit aus. Sozialen Kontakten mit seinen Kommilitonen ging er aus dem Weg. Laut seinem ersten Vierteljahreszeugnis hatte er gerade einmal 45 von 100 möglichen Punkten erreicht und sich damit für keinen fortführenden Kurs qualifiziert. Sein Vater nahm ihn daraufhin vom College. Als Lionel Dahmer Jeffreys persönliche Sachen aus seinem Campus-Zimmer abholte, entdeckte er einen ganzen Vorrat an Bier- und Weinflaschen und erfuhr von Jeffreys Zimmergenossen zum ersten Mal, dass sein Sohn ein ernstes Alkoholproblem hatte.[44] In der Hoffnung, Jeffrey würde durch Disziplin wieder auf den richtigen Weg gebracht werden, schickte er ihn zur United States Army.[45]

Im Januar 1979 unterzog Dahmer sich der Musterung und begann seine Grundausbildung im Fort McClellan in Anniston, Alabama,[46] gefolgt von einer sechswöchigen Ausbildung zum Sanitäter im Armeekrankenhaus in San Antonio, Texas.[47] Das medizinische Wissen, das er sich hierbei aneignete, brachte er auch bei seinen späteren Taten zur Anwendung. Ab dem 13. Juli 1979 war Dahmer im rheinland-pfälzischen Baumholder stationiert[48] und verfiel spätestens dort wieder in alte Trinkgewohnheiten. Nach Angaben eines seiner dortigen Zimmergenossen soll Dahmer ihn während der gemeinsamen Dienstzeit schwer misshandelt, tyrannisiert und vergewaltigt haben. Der ehemalige Zimmergenosse behauptet weiter, dass die Vorgesetzten seinem damaligen Hilfeersuchen und seinen Beschuldigungen gegenüber Dahmer nicht nachgegangen seien.[49] Außer den eigenen Angaben des Zimmergenossen sind keine Aufzeichnungen oder andere Zeugenaussagen bekannt, welche die Behauptungen verifizieren. Aufgrund seines exzessiven Alkoholkonsums und mehreren erfolglosen Disziplinarmaßnahmen, wurde Dahmer sechs Monate vor Ablauf seiner Verpflichtung ehrenhaft aus der Armee entlassen.[50][51] Am 24. März 1981 erfolgte seine Einsatznachbesprechung und er erhielt ein Flugticket mit Destination seiner Wahl.

Aufenthalt in Florida[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dahmer kehrte zunächst nicht nach Ohio zurück, sondern entschied sich, nach Florida zu fliegen. Er bezog ein Motel-Zimmer in Miami Beach und fand Arbeit in einem Sandwich-Shop. Eine aus England stammende Kollegin, die ohne Arbeitserlaubnis in den Vereinigten Staaten weilte, bat Dahmer sie zu heiraten, um ihren Status zu legalisieren. Trotz Sympathie für die Kollegin lehnte Dahmer ab.[52] Da er seinen Lohn fast ausschließlich in Alkohol investierte, konnte er sich das Motel bald nicht mehr leisten. Eine Zeit lang übernachtete er am Strand, bevor er sich schließlich überwinden konnte, seinen Vater anzurufen und um Geld zu bitten. Lionel Dahmer kaufte ihm daraufhin ein Flugticket, das ihn im September 1981 zurück nach Ohio brachte.

Nach Dahmers Entlarvung als Serienmörder im Jahr 1991 überprüfte die Polizei den zu den Akten gelegten Mord an dem sechsjährigen Adam Walsh erneut. Der Junge war am 27. Juli 1981 aus einem Shoppingcenter in Hollywood, Florida entführt worden. Zwei Wochen später fand man den abgetrennten Kopf des Kindes, der Rest des Körpers wurde nie gefunden. Gestanden hatte die Tat der Serienmörder Otis Toole, da er das Geständnis aber später widerrief und es keine weiteren Beweise für seine Schuld gab, konnte Toole wegen der Tat nicht angeklagt werden. Als Dahmers Bild nach seiner Verhaftung durch die Medien ging, meldeten sich mehrere Zeugen, die glaubten, Dahmer am Tag der Entführung in dem Shoppingcenter gesehen zu haben. Trotz dieser Aussagen sowie der räumlichen und zeitlichen Nähe konnten die Ermittler keine stichhaltigen Beweise für eine Täterschaft Dahmers finden. Da Adam Walsh zudem nicht Dahmers Opferprofil entsprach und Dahmer verneinte, etwas mit der Entführung und Ermordung des Jungen zu tun zu haben – während er in anderen Fällen seine Täterschaft freimütig eingeräumt und zur Tataufklärung beigetragen hatte – gehen die Ermittler weiterhin davon aus, dass Toole der Mörder war.

Rückkehr nach Milwaukee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurück in Ohio zog Dahmer wieder bei seinem Vater und dessen neuer Ehefrau, Shari Dahmer (geb. Jordan), ein. Am 7. Oktober 1981 wurde Dahmer erstmals wegen disorderly conducts und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verhaftet, nachdem er öffentlich sichtbar Alkohol konsumiert und einem Platzverweis nicht Folge geleistet hatte.[53][54] Er trieb sich nächtelang in Bars herum, betrank sich und wurde häufig hinausgeprügelt, weil er nicht freiwillig gehen wollte. Lionel Dahmer schickte seinen Sohn daraufhin Anfang 1982 zu dessen Großmutter Catherine Dahmer nach West Allis, Wisconsin. Dahmer hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Großmutter und sein Leben verlief bei ihr zunächst wieder in geordneter Bahn. Er ging mit ihr zur Kirche, erledigte Einkäufe für sie, half im Haushalt und fand vorübergehend Anstellung bei einer Blutbank. Ab Januar 1985 arbeitete er an sechs Nächten pro Woche als Schokoladenmischer in der Ambrosia Chocolate Factory in Milwaukee.[55][56]

Polizeilich in Erscheinung trat er in dieser Zeit unter anderem am 8. August 1982, nachdem er sich auf einem Jahrmarkt vor einer Gruppe von Frauen und Kindern entblößt hatte, wofür er ein Bußgeld von fünfzig US-Dollar auferlegt bekam. Am 8. September 1986 wurde er verhaftet und später zu einem Jahr Bewährung und einer Psychotherapie verurteilt, weil er in der Öffentlichkeit vor zwei zwölfjährigen Jungen masturbiert hatte.[57] Weder der Konsum von Schwulenpornografie noch eine männliche Schaufensterpuppe, die er aus einem Geschäft entwendet hatte und an der er sexuelle Handlungen simulierte,[58] vermochten Dahmers sexuelle Fantasien anhaltend zu befriedigen. Er ging deshalb ab 1985 dazu über, die Schwulensaunas (gay bathhouses) von Milwaukee aufzusuchen. Mit den Männern, die er dort kennenlernte, zog er sich ins Separee zurück, verabreichte ihnen Schlafmittel und verging sich an ihren bewusstlosen Körpern. Seinem Treiben wurde im Sommer 1987 ein Ende gesetzt, nachdem eines seiner Opfer nicht mehr von selbst zu sich kam und daraufhin für eine Woche in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Dahmer wurde polizeilich vernommen, da aber keines der 10–15[59] Opfer Anzeige erstatten wollte, erhielt Dahmer lediglich Hausverbot.[60] Von nun an verlagerte Dahmer seine Aktivitäten auf die Schwulenbars und Nachtclubs der Stadt.

Der zweite bis vierte Mord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. November 1987 kam Dahmer mit dem aus Michigan stammenden, 25-jährigen Steven Walter Tuomi vor dem 219 Club in Milwaukee ins Gespräch. Sie fuhren mit einem Taxi zum Ambassador Hotel, wo sie sich ein Zimmer für die Nacht nahmen. Auf dem Zimmer tranken sie Rum – Tuomis Glas hatte Dahmer mit Schlaftabletten versetzt – und es kam zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen. Nachdem Tuomi eingeschlafen war, verging sich Dahmer an dessen Körper, bevor er nach eigenen Angaben selbst einschlief. Als Dahmer am nächsten Morgen aufwachte, bemerkte er, dass Tuomi tot war. Aus seinem Mund lief Blut und sein Brustkorb wies schwere Verletzungen auf. Dahmer sagte später aus, dass er sich nicht erinnern könne, was in der Nacht geschehen sei. Da er aber an Armen und Händen selbst Blutergüsse und Verletzungen aufwies, kam er zu dem Schluss, dass er Tuomi getötet haben musste. Geschockt darüber, dass er neun Jahre nach seinem ersten Mord erneut einen Menschen getötet hatte, überlegte er fünf Stunden lang panisch, was er tun sollte und entschied sich schließlich, einen großen Koffer zu kaufen, in dem er Tuomis Leiche aus dem Hotel und zum Haus seiner Großmutter transportierte. Für ungefähr eine Woche versteckte er den Leichnam vor seiner Großmutter und seinen Verwandten – die zum Thanksgiving-Essen am 26. November 1987 zu Besuch waren – im Keller, bevor er ihn zerstückelte und mit dem Hausmüll entsorgte. Die sterblichen Überreste Tuomis, der im Dezember 1987 vermisst gemeldet wurde, wurden nie gefunden.[61]

Nachdem er den Schock über seinen zweiten, ungeplanten Mord überwunden hatte, versuchte Dahmer nicht länger, gegen seine perversen Fantasien anzukämpfen, sondern gab sich ihnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit hin. Sein drittes Opfer, den 15-jährigen[62] Richard James „Jamie“ Doxtater, entdeckte Dahmer am 17. Januar 1988 gegen 1.00 Uhr morgens an einer Bushaltestelle in der Nähe des 219 Club. Laut Dahmers späterer Vernehmung hatte er den Jungen auf 18 Jahre geschätzt und ihm 50 US-Dollar dafür geboten, dass er die Nacht mit ihm verbringt. Doxtater, der polizeilich als Stricher bekannt war, akzeptierte das Angebot und begleitete Dahmer zum Haus seiner Großmutter, wo es zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen kam. Anschließend wollte Dahmer den Jungen nicht mehr gehen lassen und so verabreichte er ihm Schlaftabletten. Nachdem Doxtater das Bewusstsein verloren hatte, erwürgte Dahmer ihn und verging sich tagelang an seiner Leiche. Als der Verwesungsgeruch so stark wurde, dass seine Großmutter ihn bemerkte, schob Dahmer dies auf die Katzentoilette und entledigte sich des Leichnams auf die gleiche Weise wie in Tuomis Fall.[63]

Sein viertes Opfer, den 23-jährigen Richard Guerrero, traf Dahmer vor der Phoenix Bar in Milwaukee und lockte ihn mit 50 US-Dollar für eine Nacht in das Haus seiner Großmutter. Diese schlief, als Dahmer und Guerrero am frühen Morgen des 27. März 1988 in Dahmers Schlafzimmer gingen, wo es zum Austausch von Intimitäten kam. Später in der Nacht erwürgte Dahmer sein schlafendes Opfer und lebte seine sexuellen Fantasien an der Leiche aus. Nach dem Frühstück mit seiner Großmutter brachte er den leblosen Körper in den Keller und zerstückelte ihn, während Catherine Dahmer den Sonntagsgottesdienst besuchte. Wieder entsorgte er den Körper mit dem Hausmüll, den Schädel hingegen präparierte er mittels einer Bleichlösung und hob ihn für mehrere Monate auf. Guerreros Familie suchte bald mit einer Vermisstenanzeige in der Lokalzeitung nach ihm. Nach seiner Verhaftung erinnerte sich Dahmer an die Anzeige, so dass Guerrero Jahre später identifiziert werden konnte.[64]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ostersamstag 1988 brachte Dahmer einen jungen Mann mit zu sich nach Hause, dessen Auto vor dem 219 Club liegengeblieben war. In der Küche schenkte er dem Mann einen Kaffee ein. Kurz darauf verlor dieser das Bewusstsein und erwachte erst zwei Tage später in einem Krankenhaus. In seinem Blut hatte man keine Rückstände eines Betäubungsmittels finden können und sein Körper wies keine Spuren auf, die auf eine Vergewaltigung hätten deuten können. Der Mann erstattete dennoch Anzeige gegen Dahmer, da ihm Schmuck und Geld fehlten. Außerdem hatte er merkwürdige Blutergüsse an seinem Hals entdeckt und festgestellt, dass er seine Unterwäsche mit der Innenseite nach außen trug. Bei seiner polizeilichen Vernehmung am 5. April 1988 gab Dahmer an, dem Mann nur geholfen zu haben, weil dieser zu viel getrunken habe. Catherine Dahmer bestätigte gegenüber der Polizei, dass ihr Enkel dem Mann ein Nachtlager hergerichtet und ihn am nächsten Morgen zur Bushaltestelle begleitet habe. Das Verfahren wurde daraufhin eingestellt.[65] Nach seiner Verhaftung im Juli 1991 räumte Dahmer ein, dass er den Mann betäubt und sich an dessen bewusstlosem Körper vergangen habe. Er sei aber erwacht, bevor er ihn habe töten können. Außerdem sei der Mann von seiner Großmutter gesehen worden, so dass er von der Ermordung Abstand genommen habe.[66]

Catherine Dahmer beunruhigten die nächtlichen Männerbesuche und der Alkoholkonsum ihres Enkels zunehmend. Auch die Schwulenmagazine, die männliche Schaufensterpuppe, eine Ausgabe von Anton Szandor LaVeys satanischer Bibel und eine Schusswaffe, die sie im Laufe der Zeit in seinem Zimmer gefunden hatte und die Dahmer deswegen entsorgen musste,[67] verstörten sie. Dahmers Familie legte ihm daher nahe, sich eine eigene Wohnung zu suchen.[68] Im Juni 1988 bezog Dahmer ein Apartment in der nördlichen 24. Straße in Milwaukee, wohin er den Schädel seines vierten Opfers mitnahm. Von verschiedenen Ärzten ließ er sich einen großen Vorrat an Schlaftabletten verschreiben und begründete dies mit Einschlafschwierigkeiten aufgrund seiner Nachtschichten.[69]

Am 26. September 1988 sprach Dahmer einen dreizehnjährigen Jungen laotischer Herkunft auf der Straße an. Er gab sich als Hobby-Fotograf aus und bot dem Jungen 50 US-Dollar, wenn er Fotos von ihm machen dürfe. Der Dreizehnjährige begleitete Dahmer in dessen Wohnung, wo er mit nacktem Oberkörper für Polaroid-Aufnahmen posierte und ein von Dahmer zubereitetes Getränk zu sich nahm. Als Dahmer den Jungen unsittlich berührte, verließ dieser fluchtartig das Apartment. Dahmer eilte ihm nach, drückte ihm das versprochene Geld in die Hand und bat den Jungen, niemandem etwas zu erzählen. Als der Junge zu Hause angekommen war, verlor er das Bewusstsein. Seine Eltern brachten ihn in ein Krankenhaus, wo man eine Medikamentenüberdosis feststellte. Die daraufhin verständigte Polizei führte der Junge zu Dahmers Adresse. Wenig später wurde Dahmer an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Während der sechstätigen Untersuchungshaft durchsuchte die Polizei sein Apartment und stellte die Fotos sowie Reste des verabreichten Getränks sicher – übersah jedoch den Schädel des vierten Mordopfers. Am 30. Januar 1989 wurde Dahmer von einem Gericht in Milwaukee des sexuellen Übergriffs 2. Grades und der Verführung eines Minderjährigen schuldig gesprochen. Die Verkündung des Strafmaßes – ein Jahr Haft mit anschließender fünfjähriger Bewährung – erfolgte drei Monate später.

Fortsetzung der Mordserie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende März 1989 zog Dahmer aus seinem Apartment in der 24. Straße aus und kehrte zurück zu seiner Großmutter nach West Allis, die ihn trotz seiner Verurteilung wieder bei sich aufnahm. Die Zeit bis zu seinem Haftantritt, der für den 23. Mai 1989 terminiert worden war, verbrachte Dahmer auf freiem Fuß.

Am Abend des 25. März 1989 lernte Dahmer in der Schwulenbar La Cage den 24-jährigen Afroamerikaner Anthony Lee Sears kennen. Beide fühlten sich voneinander angezogen und beschlossen, die Nacht zusammen zu verbringen. Sie wurden von einem Freund von Sears nach West Allis gefahren, wo Dahmer dafür sorgte, dass sie einige Straßen entfernt vom Haus seiner Großmutter abgesetzt wurden. In Dahmers Schlafzimmer angekommen, kam es zum gegenseitigen Oralverkehr. Da Sears es bei einem One-Night-Stand belassen wollte, mixte Dahmer ihm einen Kaffee mit Irish Cream und mehreren Schlaftabletten. Nachdem Sears eingeschlafen war, erwürgte er ihn und verging sich an der Leiche. Anschließend zerlegte er den Körper in der Badewanne. Den Kopf und die Genitalien seines Opfers präparierte er und bewahrte sie in einem kleinen Koffer auf. Um seinem Opfer auch während seiner anstehenden Haftzeit nahe sein zu können, verstaute er den Koffer in seinem Spint in der Ambrosia Chocolate Factory[70] – sein Strafverteidiger Gerald Boyle hatte per Antrag erreicht, dass Dahmer täglich Freigang erhalten würde, um weiterhin dort arbeiten zu können.[71] Nach Sears’ spurlosem Verschwinden gab sein Freund der Polizei eine genaue Beschreibung des Mannes, mit dem er Sears zuletzt gesehen hatte, doch Dahmer blieb unbehelligt.[72]

Knapp ein Jahr später, am 2. März 1990 wurde Dahmer vorzeitig aus der Haft entlassen. Am 14. Mai 1990 zog er in eine Wohnung im Oxford-Apartments-Komplex in der nördlichen 25. Straße in Milwaukee. Das Apartment mit der Nummer 213 befand sich im zweiten Stock, war möbliert und für 300 US-Dollar pro Monat erschwinglich. Zusätzlich zur bereits vorhandenen Einrichtung legte Dahmer sich ein Aquarium mit tropischen Fischen und eine Gefriertruhe zu. Den Schädel seines fünften Opfers besprühte er mit Farbe, so dass er unecht wirkte, und stellte ihn zur Dekoration auf.[73] Dahmer war der einzige Weiße, der in den Oxford Apartments wohnte, blieb aber ansonsten zunächst unauffällig.

Raymond Smith war das erste Opfer, das Dahmer in Apartment 213 mitnahm. Der 32-jährige Afroamerikaner war heterosexuell, bewegte sich jedoch als Stricher in der Homosexuellenszene. Am 20. Mai 1990 begegnete er Dahmer in der 219 Tavern und bekam von ihm 50 US-Dollar für Sex geboten. Da Smith für diese Summe nicht die ganze Nacht bleiben wollte, verabreichte Dahmer ihm am frühen Morgen des 21. Mai 1990 mehrere Schlaftabletten. Nachdem er ihn erwürgt hatte, fotografierte er den leblosen Körper in verschiedenen Positionen und masturbierte dabei. Der Leiche entledigte er sich, indem er sie zuerst in seinem Badezimmer zerstückelte und die sterblichen Überreste, mit Ausnahme des Schädels, anschließend mithilfe von Tapetenlöser und Säure zersetzte. Den Schädel besprühte er mit Farbe und drapierte ihn neben dem seines vorherigen Opfers.[74]

Circa eine Woche später unterlief Dahmer ein entscheidender Fehler, der dem Mann, den er dieses Mal in sein Apartment eingeladen hatte, mit hoher Wahrscheinlichkeit das Leben rettete. Aus ungeklärter Ursache trank Dahmer selbst von dem mit Schlaftabletten angereicherten Getränk, das er für sein beabsichtigtes Opfer vorgesehen hatte. Als Dahmer von seiner eigenen „Medizin“ erwachte, war sein Gast, dessen Identität nie geklärt werden konnte, verschwunden und hatte ihn um 300 US-Dollar, eine Uhr und mehrere Kleidungsstücke erleichtert. Am 29. Mai 1990 berichtete Dahmer seiner Bewährungshelferin Donna Chester, mit der er sich seit dem 15. Mai 1990 in regelmäßigen Abständen treffen musste, dass er überfallen worden sei, verschwieg jedoch die weiteren Einzelheiten. Während den Treffen mit Chester sprach er offen über seine Alkoholprobleme und Homosexualität, gab jedoch vor enthaltsam zu leben. Er machte einen depressiven Eindruck auf sie und äußerte ihr gegenüber immer häufiger Selbsttötungsabsichten.[75] Chester hielt ihn für unfähig, seine Finanzen zu kontrollieren und beschrieb ihn als chronischen Nörgler mit negativer Einstellung.[76] Neben den Treffen mit seiner Bewährungshelferin musste Dahmer ab dem 22. Mai 1990 wegen des Sexualdelikts auch an Gruppentherapiesitzungen im De Paul Hospital in Milwaukee teilnehmen. Er gab jedoch kaum etwas von sich preis und machte keine Anstalten, über seine Tat zu sprechen. Auf die Therapeutin Patti Antony wirkte er isoliert, interessenlos, monoman und depressionsanfällig. Außerdem beobachtete sie, dass Dahmer immer weniger Wert auf seine Körperhygiene legte. Sie diagnostizierte bei ihm eine nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörung und Alkoholabhängigkeit.[77]

In den frühen Morgenstunden des 24. Juni 1990 ereilte den 27-jährigen Afroamerikaner Eddie Smith das gleiche Schicksal wie die sechs jungen Männer vor ihm. Bei seiner späteren Vernehmung gab Dahmer an, dass er sich nach Smiths Tod „mies“ gefühlt habe, weil es ihm nicht gelungen sei, etwas von ihm aufzubewahren.[78] Anfang September 1990 traf Dahmer den 23-jährigen Afro-Amerikaner Ernest Miller vor einem Erwachsenen-Buchladen und bot ihm 50 US-Dollar, wenn er ihn nach Hause begleiten würde.[79] Miller nahm das Angebot an und ließ sich in Dahmers Apartment in erotischen Posen fotografieren, bevor es zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr kam.[80] Dahmer legte sein Ohr auf Millers Brust und Bauch und lauschte den Geräuschen seines Körpers. Da sich sein Vorrat an Schlaftabletten dem Ende zugeneigt hatte, verabreichte er Miller nur eine leichte Dosis. Nachdem dieser eingeschlafen war, verging er sich an dem wehrlosen Körper, bis er bemerkte, dass Miller wieder zu sich kam. Dahmer realisierte, dass er sein Opfer nicht mehr ohne Gegenwehr würde erwürgen können. Er entschied sich daher für die schonenste alternative Methode, die ihm in den Sinn kam und griff zu einem Messer mit dem er Miller die Kehle durchschnitt, woraufhin dieser innerhalb einer Minute verblutete.[81] Er dokumentierte die folgende Zerstückelung der Leiche mit seiner Polaroid-Kamera und verstaute die Gliedmaßen, das Herz, die Nieren und die Leber zum späteren Verzehr in seiner Gefriertruhe.[82] Den Schädel besprühte er mit Farbe und reihte ihn in seine „Sammlung“ ein. Bei seiner späteren Vernehmung räumte Dahmer ein, den Bizeps seines achten Opfers gekostet zu haben. Er sei neugierig gewesen[83] und habe sich sein Opfer durch den Kannibalismus einverleiben wollen, damit es für immer ein Teil von ihm sein würde.[84]

Am 24. September 1990 nahm Dahmer den 22-jährigen David Thomas, Vater einer kleinen Tochter, mit zu sich nach Hause. Die beiden unterhielten sich und tranken Alkohol. Obwohl Dahmer Thomas nicht attraktiv fand, betäubte und erwürgte er ihn und fotografierte die anschließende Zerstückelung seiner Leiche, deren Überreste er vollständig entsorgte. In den kommenden fünf Monaten kam es zu keiner weiteren Tat.[85]

Im Mordrausch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1991 verfiel Dahmer einem regelrechten Mordrausch. Von Februar 1991 bis zu seiner Verhaftung im Juli desselben Jahres tötete Dahmer in immer kürzeren Abständen weitere acht Opfer, so dass sich die Leichen buchstäblich in seinem Apartment stapelten. Auch die Praktiken, die er an seinen Opfern verübte, wurden von Mal zu Mal grausiger. Curtis Straughter war der Erste, der Dahmer in dieser Phase zum Opfer fiel. Laut Dahmers Geständnis war ihm der fast 18-jährige am 17. Februar 1991 von einer Bushaltestelle in der Nähe der Marquette University in sein Apartment gefolgt, weil er ihm Geld fürs Nacktposieren und Sex versprochen hatte. Dahmer fesselte Straughter mit Handschellen und erwürgte ihn mit einem Lederriemen, während er schlief.[86] Er fotografierte den Zerstückelungsprozess und hob den Kopf, die Hände und Genitalien des Opfers auf.

Am 7. April 1991 wurde der 19 Jahre alte Errol Lindsey das erste Opfer, an dem Dahmer seine sogenannte drilling technique verübte. Nachdem er Lindsey in sein Apartment gelockt und mit Schlaftabletten betäubt hatte, bohrte er ihm ein Loch in den Schädel, in das er Salzsäure injizierte. Dahmer erhoffte sich von dieser „hausgemachten Lobotomie“, dass sein Opfer zu einem willenlosen Zombie würde, den er für immer als Sexsklaven halten könnte.[87] Sein Opfer erwachte von der Prozedur, klagte über Kopfschmerzen und fragte wie spät es sei. Dahmer betrachtete sein Experiment daraufhin als gescheitert, verabreichte Lindsey erneut Schlafmittel und erwürgte ihn dann. Er köpfte und häutete den Leichnam, da es ihm aber nicht gelang, die Haut zu konservieren, entsorgte er sie mit dem Rest des Körpers. Nur den Schädel bewahrte er auf.

Am 4. Mai 1991 klopften zwei Polizisten an Dahmers Wohnungstür, weil ein Mann in einer anderen Wohnung des Oxford-Apartment-Komplexes erwürgt worden war und sie nach Zeugen für die Tat suchten. Dahmer gab zu Protokoll, dass er nichts gesehen und gehört habe und wurde auch nach seiner späteren Verhaftung nicht mit dieser Tat in Verbindung gebracht.[88] Drei Wochen später, am 24. Mai 1991, tötete Dahmer den taub-stummen Tony Hughes, den er an diesem Abend im 219 Club getroffen hatte und schon seit mehreren Monaten kannte. Hughes’ Leiche lag auch drei Tage später noch in Dahmers Schlafzimmer, als dieser bereits sein nächstes Opfer in seine Wohnung brachte.

Am 26. Mai 1991 hatte Dahmer den 14 Jahre alten Konerak Sinthasomphone in der Grand Avenue Mall in Milwaukee angesprochen und ihm Geld für Nacktfotos geboten. Es ist ungewiss, ob Sinthasomphone – ein jüngerer Bruder des Jungen, der 1988 von Dahmer sexuell belästigt wurde – den Mann erkannte, dessen Angebot er annahm. Er posierte für zwei Fotos in Unterwäsche, danach schauten sie gemeinsam Videos und Dahmer verabreichte ihm Schlaftabletten. Sobald Sinthasomphone eingeschlafen war, verging er sich an ihm. Danach wandte er erneut seine drilling technique an dem fest schlafenden Jugendlichen an. Gegen 1.30 Uhr am frühen Morgen des 27. Mai 1991 verließ Dahmer sein Apartment und setzte sich in eine nahegelegene Bar. Nach seinem zweiten Bier machte er sich wieder auf den Heimweg. An einer Straßenkreuzung erblickte er Sinthasomphone, der nackt und blutend auf einem Bürgersteig saß und von drei afroamerikanischen Frauen umsorgt wurde. Der Jugendliche war während Dahmers Abwesenheit zu sich gekommen, hatte das Apartment verlassen und war orientierungslos durch die Straßen geirrt. Da er sich nicht verständlich artikulieren konnte, vermuteten die Frauen, dass er unter Drogeneinfluss stünde; seine Kopferverletzung sahen sie nicht. Da sich Sinthasomphone heftig wehrte, als Dahmer ihn in sein Aparment zurückbringen wollte, verständigten die Frauen die Polizei. Als der Streifenwagen eintraf, erklärte Dahmer den Polizisten, dass Sinthasamphone sein Liebhaber und bereits volljährig wäre. Er hätte nur zu viel getrunken und sie hätten sich gestritten, weshalb er weggelaufen wäre. Trotz des lauten Protests der drei Frauen begleiteten die beiden Polizisten Dahmer und den Jugendlichen zurück in Apartment 213. Zur Untermauerung seiner Geschichte zeigte Dahmer den Beamten die Unterwäschefotos von Sinthasamphone, woraufhin diese abzogen ohne Hughes’ Leiche entdeckt zu haben. Kurz darauf tötete Dahmer den Minderjährigen durch eine zweite Säure-Injektion.

Erst am 22. Juli 1991 wurden Dahmers Taten durch einen Zufall aufgeklärt, als ein weiteres seiner Opfer fliehen konnte. Die Polizei durchsuchte daraufhin Dahmers Wohnung und stellte neben 83 Polaroidfotos von Leichenteilen die Überreste von elf verschiedenen jungen Männern sicher.

Bekannte Mordopfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Alter Datum des Todes[89]
Steven Mark Hicks 19 18. Juni 1978
Steven Walter Tuomi 25 21./22. November 1987
Richard James „Jamie“ Doxtator 15 17. Januar 1988
Richard Guerrero 23 27. März 1988
Anthony Lee Sears 24 21. März 1989
Raymond Smith alias Ricky Lee Beeks 32 21. Mai 1990
Edward „Eddie“ Warren Smith 27 24. Juni 1990
Ernest Miller 23 2. September 1990
David Thomas 22 24. September 1990
Curtis Straughter 17 17. Februar 1991
Errol Lindsey 19 7. April 1991
Tony Hughes 31 24. Mai 1991
Konerak Sinthasomphone 14 27. Mai 1991
Matt Turner 20 30. Juni 1991
Jeremiah Weinberger 23 7. Juli 1991
Oliver Lacy 24 15. Juli 1991
Joseph Bradehoft 25 19. Juli 1991

Gerichtliche Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Januar 1992 wurde Jeffrey Dahmer vor einem Geschworenengericht (jury trial) in Milwaukee des fünfzehnfachen Mordes angeklagt. (Der Mord an Steven Hicks wurde zu einem späteren Zeitpunkt in einem separaten Prozess aufgearbeitet, da die Tat in die Jurisdiktion des US-Bundesstaates Ohio fiel. Im Fall von Steven Tuomi wurde keine Anklage erhoben, da sich die Ereignisse in der Tatnacht nicht mehr zweifelsfrei rekonstruieren ließen.) Da Dahmer ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich schuldig bekannt hatte, ging es in dem Verfahren nur noch um die Frage nach seiner Zurechnungsfähigkeit (insanity trial).

Verfahrensbeteiligte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Vorsitz im Verfahren State of Wisconsin vs. Jeffrey L. Dahmer hatte Richter Laurence Gram inne, die Staatsanwaltschaft wurde von Michael McCann vertreten und die Verteidigung Dahmers übernahm Gerald Boyle, der bereits in der Vergangenheit als sein Rechtsbeistand fungiert hatte. Dahmer selbst wurde an jedem Prozesstag aus Sorge vor Vergeltungsakten unter strenger Bewachung und aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen (unter anderem kamen Sprengstoffspürhunde zum Einsatz) mit Handschellen und Fußfesseln in den Gerichtssaal geführt. Die dabei entstehenden Kosten von über 120.000 US-Dollar ließen den Dahmer-Prozess zum teuersten Verfahren in der Gerichtsgeschichte Milwaukees werden.[90]

Aufgrund der enormen medialen Berichterstattung über Dahmer und die starke öffentliche Meinungsbildung wurde die zwölfköpfige Jury für die Dauer des Prozesses von der Außenwelt isoliert, um eine Beeinflussung zu vermeiden (Sequestration). In den Zeugenstand berufen waren unter anderem die Detectives Patrick Kennedy und Dennis Murphy, die abwechselnd Dahmers 178 Seiten langes Geständnis verlasen, sowie Tracy Edwards, das entkommene letzte Opfer. Zudem wurden sieben psychiatrische Sachverständige bestellt, die Dahmers Psyche begutachteten.

Im Zuschauerraum waren neben rund 20 Medienvertretern und zahlreichen Angehörigen der Opfer auch Lionel und Shari Dahmer anwesend.

Psychiatrisches Gutachten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld des Gerichtsverfahrens war Dahmer tagelang von mehreren Psychiatern und Psychologen untersucht worden, die ihre Diagnosen und Schlussfolgerungen während des Gerichtsverfahrens schilderten.

Dr. Fred Berlin von der Johns Hopkins University und Dr. Judith Becker, Professorin für Psychiatrie und Psychologie an der University of Arizona, die beide von der Verteidigung benannt worden waren, vertraten die Auffassung, dass Dahmer geisteskrank und deshalb nicht zurechnungsfähig gewesen sei. Beide diagnostizierten eine zwanghafte Nekrophilie, aufgrund der Dahmer nicht in der Lage gewesen sei, sich unter Kontrolle zu halten.[91][92] Der dritte Gutachter der Verteidigung, der Psychiater Dr. Carl Wahlstrom, beschrieb Dahmer als psychotisch. Er habe eine extrem primitive Persönlichkeitsstruktur und bizarre Wahnvorstellungen, womit Wahlstrom sich auf Dahmers Versuch, einen lebendigen Zombie zu schaffen, und den geplanten Bau eines machtverleihenden Altars, bezog. Dahmers Psychose könne sowohl schizophrener als auch affektiver Natur sein.[93]

Dr. George Palermo, Sachverständiger der Anklage, war der einzige Gutachter, der Dahmer als sexuellen Sadisten einstufte. Seine aggressiven, feindseligen Neigungen hätten ihn zu den Taten getrieben, sein Sexualtrieb sei das Ventil für seine Zerstörungswut gewesen. Dahmer, den Palermo trotzdem als „liebenswürdig und intelligent“ beschrieb, habe eine ernste, behandlungsbedürftige Persönlichkeitsstörung, er sehe aber keine Anhaltspunkte für eine Psychose oder Nekrophilie. Vielmehr vertrat Palermo die Ansicht, Dahmer habe die Männer getötet, weil er sich von ihnen sexuell angezogen gefühlt habe und dadurch beseitigen wollte, was er an sich selbst am meisten gehasst habe – seine Homosexualität. Von allen Gutachtern war Palermo außerdem der einzige, der Dahmer Lügen unterstellte. Er habe nicht – wie von Dahmer behauptet – getötet, um einen „Gefährten“ bei sich behalten zu können, sondern um Zeugen zu beseitigen. Des Weiteren bezweifelte Palermo, dass Dahmer seinen Opfern bei lebendigem Leib Löcher in den Kopf gebohrt oder Teile von ihnen gegessen habe. Er habe seine Taten nur noch grausiger erscheinen lassen wollen, als sie es ohnehin schon waren.[94][95]

Laut Dr. Park Dietz von der University of California, Los Angeles sei Dahmer kein impulsiver, sondern ein kalkulierender Mörder gewesen, der seine Hemmung zu töten mit Alkohol habe überwinden müssen. Das Töten selbst sei ihm zuwider gewesen, es habe nur als Mittel zum Zweck gedient. Außerdem sei Dahmer kein Sadist gewesen. Er habe seine Opfer nicht gequält, sondern sie betäubt, um ihnen unnötiges Leid zu ersparen. Dietz befand, dass Dahmer bei allen seinen Taten zurechnungsfähig gewesen sei. Dahmer habe nicht an Wahnvorstellungen gelitten, da ihm bewusst gewesen sei, dass der Altar ihm nicht wirklich hätte Macht verleihen können.[96]

Plädoyer und Urteilsspruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verteidiger Boyle plädierte auf „schuldig, aber unzurechnungsfähig“ (guilty but insane). Dahmer habe das Unrecht seiner Taten erkannt, er sei jedoch aufgrund seiner geistigen Verfassung nicht Herr über seine Handlungen gewesen. Bei Erfolg dieser Verteidigungsstrategie wäre Dahmer nicht ins Gefängnis, sondern auf unbestimmte Zeit in eine geschlossene psychiatrische Anstalt gekommen, wo er einer Therapie unterzogen worden wäre. Staatsanwalt McCann hingegen versuchte die Jury davon zu überzeugen, dass Dahmer sehr wohl in der Lage gewesen sei, sich zu kontrollieren. Er habe zielstrebig, planvoll und hinterhältig agiert.

Bevor sich die Geschworenen zur Urteilsfindung zurückzogen, ließ Richter Gram die Angehörigen der Opfer zu Wort kommen und gab schließlich dem Angeklagten das letzte Wort. Dahmer, der während des Prozesses fast ausschließlich geschwiegen hatte, verlas eine Erklärung, in der er unter anderem Reue für das von ihm verursachte Leid bekundete. Er würde sein Leben dafür geben, die Taten ungeschehen zu machen. Er habe sich dem Prozess gestellt, um keine offenen Fragen zu hinterlassen und um der Welt zu zeigen, dass seine Verbrechen nicht hassmotiviert gewesen seien. Er hoffe, dass durch seinen Fall anderen Menschen wie ihm geholfen werden könne, bevor sie sich oder anderen Leid zufügen würden.[97]

Am 15. Februar 1992 wurde Dahmer von der Jury in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und für zurechnungsfähig erklärt. Er wurde zur höchstmöglichen Strafe von fünfzehnmal lebenslänglich bzw. insgesamt 957 Jahren Gefängnis ohne Aussicht auf Entlassung verurteilt.

Tod in der Haft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dahmer verbüßte seine Haftstrafe in der Columbia Correctional Institution in Portage, Wisconsin. Im August 1994 wurde er einem Mithäftling in der Gefängniskapelle mit einer Rasierklinge angegriffen, was er jedoch überlebte. Als Dahmer am 28. November 1994 die Gefängnistoiletten putzte, wurden er und sein Mithäftling Jesse Anderson vom Mitinsassen Christopher Scarver mit einer Hantel erschlagen.[98][99] Das gleiche Mordwerkzeug benutzte Dahmer bei seinem ersten Mordopfer. Der Mörder – ein Afroamerikaner – nannte Gott als „Inspiration“ für den Mord. Trotzdem wurde auch Rache als Motiv nicht ausgeschlossen, da Dahmer schwarze Opfer hatte und Anderson zwei Afroamerikaner des von ihm selbst begangenen Mordes an seiner Frau beschuldigt hatte. Dahmers Hirn wurde der Wissenschaft zur Verfügung gestellt.[100]

Populärkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dahmer wird in zahlreichen Liedern und Filmen erwähnt. Seine Geschichte wurde mehrfach verfilmt:

Mehrere Lieder befassen sich explizit mit ihm, darunter die Songs 213 von Slayer, Jeffrey Dahmer von Soulfly, Arc Arsenal von At the Drive-In und Control von The Black Dahlia Murder sowie das Album Dahmer von Macabre. Im Lied Spooky Mormon Helldream aus dem Musical The Book of Mormon tritt er als Einwohner der Hölle auf und besingt seine Taten. Jeffrey Dahmer ist auch der Name einer Grindcore/Deathmetal-Band aus Havanna, Kuba.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Englischsprachige Originalausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Derf Backderf: My Friend Dahmer: A Graphic Novel. Abrams ComicArts, New York 2012, ISBN 978-1-4197-0216-7.
  • Lionel Dahmer: A Father’s Story. William Morrow and Company, New York 1994, ISBN 978-0-6881-2156-3.
  • Don Davis: The Jeffrey Dahmer Story: An American Nightmare. St. Martin’s Press, New York 1995, ISBN 0-312-92840-8.
  • Patrick Kennedy, Robyn Maharaj: Dahmer Detective: The Interrogation and Investigation That Shocked The World. Poison Berry Press, 2016, ISBN 978-0-9947-5000-6.
  • Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. Hodder and Stoughton Ltd, London 1993, ISBN 0-340-57482-8.
  • Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough: The Secret Murders of Milwaukee’s Jeffrey Dahmer. iUniverse, Bloomington, IN 2011, ISBN 978-1-4620-6269-0.

Deutschsprachige Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Derf Backderf: Mein Freund Dahmer: Eine Graphic Novel über den Serienmörder Jeffrey Dahmer. 1. Auflage. Metrolit Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-8493-0048-7.
  • Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Mörder: Geschichte eines Vaters. Deutsche Erstausgabe. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M. 1995, ISBN 3-596-12940-0.
  • Don Davis: Jeffrey Dahmer. Heyne, München 1992, ISBN 3-453-05700-7.
  • Robert J. Dvorchak und Lisa Holewa: Wer ist Jeffrey Dahmer? Das schockierende Porträt des Milwaukee-Mörders. Bastei Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1992, ISBN 3-404-13415-X.
  • Brian Masters: Todeskult. Der Fall Jeffrey Dahmer. Rowohlt Verlag, Reinbek 1995, ISBN 3-499-19698-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Mörder. S. 26.
  2. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 21.
  3. Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Mörder. S. 22.
  4. Joyce Flint; Serial Killer Jeffrey Dahmer’s Mother. In: Los Angeles Times. 6. Dezember 2000, ISSN 0458-3035 (latimes.com [abgerufen am 17. April 2017]).
  5. Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Mörder. S. 24.
  6. Joyce Flint im Interview mit Stone Phillips für die Sendung Dateline NBC des Fernsehsenders MSNBC im Februar 1994.
  7. Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Mörder. S. 44.
  8. Lionel Dahmer im Interview mit Stone Phillips für die Sendung Dateline NBC des Fernsehsenders MSNBC im Februar 1994.
  9. Zitat während des Intviews mit Stone Phillips für die Sendung Dateline NBC des Fernsehsenders MSNBC im Februar 1994.
  10. Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Mörder. S. 46.
  11. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 24.
  12. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 27.
  13. a b Robert Dvorchak: Murder in Milwaukee: Experts Struggle to Explain Dahmer’s Compulsion: Crime: His behavior was always on the edge, childhood acquaintances say. But no one intervened to help him, and his problems escalated. In: Los Angeles Times. 11. August 1991, ISSN 0458-3035 (latimes.com [abgerufen am 17. April 2017]).
  14. Cover Story: The Door of Evil – Vol. 36 No. 5. In: PEOPLE.com. 12. August 1991 (people.com [abgerufen am 17. April 2017]).
  15. Probation Officer Duly Noted Dahmer’s Battle With Demons. In: tribunedigital-chicagotribune. (chicagotribune.com [abgerufen am 17. April 2017]).
  16. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 38.
  17. Derf Backderf: My Friend Dahmer. Hrsg.: Abrams Books. S. 206–207.
  18. Lionel Dahmer im Interview mit Stone Phillips für die Sendung Dateline NBC des Fernsehsenders MSNBC im Februar 1994 sowie im Interview mit Oprah Winfrey.
  19. Lionel Dahmer im Interview mit Stone Phillips für die Sendung Dateline NBC des Fernsehsenders MSNBC im Februar 1994.
  20. Confessions of a Serial Killer. In: MSNBC. (msnbc.com [abgerufen am 17. April 2017]).
  21. Jeffrey Dahmer im Interview mit Stone Phillips für die Sendung Dateline NBC des Fernsehsenders MSNBC im Februar 1994.
  22. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 209.
  23. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 203.
  24. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 205.
  25. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 45.
  26. James C. Oleson: Criminal Genius: A Portrait of High-IQ Offenders. Hrsg.: University of California Press. 2016, ISBN 978-0-520-28241-4, S. 15.
  27. Colin Wilson, Damon Wilson: An End To Murder: Human beings have always been cruel, savage and murderous. Is all that about to change? Robinson, 24. September 2015.
  28. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 35.
  29. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 40.
  30. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 205.
  31. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 35.
  32. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 207.
  33. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 38.
  34. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 207–208.
  35. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 208.
  36. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 207.
  37. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 46–47.
  38. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 43.
  39. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 214.
  40. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 43.
  41. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 214.
  42. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 53–55.
  43. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 63.
  44. Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Serienmörder. S. 74–75.
  45. Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Serienmörder. S. 77.
  46. Lionel Dahmer: Mein Sohn ist ein Serienmörder. S. 77.
  47. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 59.
  48. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 47.
  49. Surviving Jeffrey Dahmer – A Victim’s Recovery Through Therapy. Abgerufen am 23. April 2017.
  50. Derf Backderf: My Friend Dahmer. S. 220.
  51. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 62.
  52. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 62.
  53. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 49.
  54. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 64–65.
  55. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 50.
  56. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 69.
  57. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 50–51.
  58. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 71.
  59. Laut Dahmers eigener Schätzung.
  60. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 51.
  61. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 84–87.
  62. Laut Staatsanwalt Michael McCann in der Dokumentation The Trial of Jeffrey Dahmer von Elkan Allan aus dem Jahr 1992.
  63. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 93–94.
  64. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 95.
  65. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 96–97.
  66. The Trial of Jeffrey Dahmer. Videodokumentation von Elkan Allan über das Gerichtsverfahren in Milwaukee aus dem Jahr 1992.
  67. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 66.
  68. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 59–60.
  69. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 98.
  70. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 108.
  71. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 100–103.
  72. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 108.
  73. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 109–110.
  74. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 110–111.
  75. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 80.
  76. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 112, 118.
  77. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 112, 113.
  78. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 115.
  79. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 120.
  80. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 81.
  81. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 121.
  82. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 122.
  83. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 81.
  84. Dahmer im Interview mit Stone Phillips für die Sendung Dateline NBC des Fernsehsender MSNBC im Februar 1994.
  85. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 82.
  86. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 123.
  87. Jeffrey Dahmer im Interview mit Stone Phillips für die Sendung Dateline NBC des Fernsehsenders MSNBC im Februar 1994.
  88. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 86.
  89. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer.
  90. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 216.
  91. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 189.
  92. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 204.
  93. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 194.
  94. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 196–197.
  95. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. S. 207.
  96. Brian Masters: The Shrine of Jeffrey Dahmer. S. 206–209.
  97. Anne E. Schwartz: The Man Who Could Not Kill Enough. Hrsg.: iUniverse, Inc.. S. 216–219.
  98. Dave Daley: Lock-down ordered for probe of Dahmer, Anderson deaths. In: Milwaukee Journal, 2. Dezember 1994, Digitalisat bei Google Newshttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fnews.google.com%2Fnewspapers%3Fid%3DrOwbAAAAIBAJ%26sjid%3DCC0EAAAAIBAJ%26pg%3D1885%2C1125364%26dq~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3DDigitalisat%20bei%20Google%20News~PUR%3D.
  99. Zögling des Satans (spiegel.de)
  100. Katherine Ramsland: The Mind of a Murderer: Privileged Access to the Demons that Drive Extreme Violence: Privileged Access to the Demons That Drive Extreme Violence. ABC-CLIO, 2011, ISBN 978-0-313-38673-2 (google.at).