Jelanski (Swerdlowsk)

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Siedlung
Jelanski
Еланский
Föderationskreis Ural
Oblast Swerdlowsk
Rajon Kamyschlowski
Gegründet 1927
Frühere Namen Poroschino
Bevölkerung 10.038 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 110 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 34375
Postleitzahl 624860
Kfz-Kennzeichen 66, 96, 196
OKATO 65 223 830 002
Geographische Lage
Koordinaten 56° 50′ N, 62° 30′ OKoordinaten: 56° 50′ 15″ N, 62° 30′ 10″ O
Jelanski (Swerdlowsk) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Jelanski (Swerdlowsk) (Oblast Swerdlowsk)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Swerdlowsk
Liste großer Siedlungen in Russland

Jelanski (russisch Еланский) ist eine Siedlung (possjolok) in der Oblast Swerdlowsk in Russland mit 10.038 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Westteil des Westsibirischen Tieflands knapp 120 km Luftlinie östlich des Oblastverwaltungszentrums Jekaterinburg. Er erstreckt sich über mehr als 4 km entlang dem linken Ufer der Pyschma; die kleine ursprüngliche Siedlung liegt rechts der Pyschma.

Jelanski gehört zum Rajon Kamyschlowski und befindet sich etwa 12 km westlich von dessen Verwaltungszentrum Kamyschlow. Die Siedlung gehört zur Landgemeinde Kalinowskoje selskoje posselenije, deren Sitz, das bedeutend kleinere Dorf Kalinowka, südwestlich an Jelanski anschließt. Der größere, links der Pyschma gelegene Teil der Siedlung ist als Standort der russischen Streitkräfte militärisches Sperrgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Ort wurde 1927 als Siedlung bei der gleichnamigen Bahnstation an der Strecke Jekaterinburg – Tjumen, Teilstück der Transsibirischen Eisenbahn, gegründet. Später entstand am jenseitigen, nördlichen Ufer der Pyschma ein ausgedehnter Standort der Sowjetischen Armee mit zugehöriger Wohnsiedlung. Nach einem kleinen, nordwestlich gelegenen und 1871 gegründeten Dorf trug diese auch den – bis heute alternativ genutzten – Tarnnamen p/o (potschtowoje otdelenije, Post) Poroschino.

In den 1990er-Jahren wurde die zuvor geheime Militärsiedlung als offizieller Ortsteil an die Stationssiedlung Jelanski angeschlossen.[2] Dort befindet sich heute das Bezirksausbildungszentrum des Vereinigten Strategischen Kommandos Mitte (Zentraler Militärbezirk) des russischen Heeres; außerdem ist dort die 119. Raketenbrigade stationiert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2002 8.797
2010 10.038

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am südlichen Rand der Siedlung befindet sich die gleichnamige Bahnstation an der auf diesem Abschnitt seit 1980 elektrifizierten Transsibirischen Eisenbahn (Streckenkilometer 1940 ab Moskau). Einige Kilometer südöstlich verläuft die föderale Fernstraße R351 (Teil der Europastraße 22) von Jekaterinburg nach Tjumen, die dort auf einer neuen Trasse das Rajonzentrum Kamyschlow weiträumig nordwestlich umgeht. Die R351 wird dort von der Regionalstraße 65K-1303000 gekreuzt, die von Kamyschlow kommend vorbei an der Bahnstation Jelanski und dem Gemeindesitz Kalinowka nach Suchoi Log führt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Geschichte der Ortschaften (Memento des Originals vom 15. Februar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kalinowka66.ru auf der offiziellen Website der Gemeindeverwaltung (russisch)