Jeleśnia

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Jeleśnia
Wappen von Jeleśnia
Jeleśnia (Polen)
Jeleśnia
Jeleśnia
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Żywiec
Fläche: 170,51 km²
Geographische Lage: 49° 39′ N, 19° 19′ OKoordinaten: 49° 39′ 0″ N, 19° 19′ 0″ O
Höhe: 560-630 m n.p.m.
Einwohner: -
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 34-340
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: SZY
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 945
Nächster int. Flughafen: Krakau
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Einwohner: 13.425
(30. Jun. 2015)[1]
Gemeindenummer (GUS): 2417042
Verwaltung
Webpräsenz: www.jelesnia.pl



Jeleśnia ist eine Landgemeinde im Powiat Żywiecki in der polnischen Woiwodschaft Schlesien in Polen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeleśnia liegt 74 km südöstlich von Kattowitz, 12 km südöstlich von Żywiec und 65 km südwestlich von Krakau. An den Flüssen Sopotnia und Koszarawa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1467 gehörte die Herrschaft Saybusch zur Adelsfamilie Komorowski, die eine Siedlungsaktion verliefen, unter anderem entlang des sogenannten Kupferwegs (nach Orava). Andrzej Komoniecki (* 1678; † 1729) erwähnte den Ort und die Kirche unter dem Jahre 1584 in seiner Chronik.[2] Die von Walachen besiedelte Gemeinde war von Anfang an bäuerlich geprägt. Laut den Linguisten ist der Name abgeleitet von den Wörtern jelcha, jelsza (Erlen), laut der Tradition hingegen von Hirschen (jeleń), also es gibt einen Hirsch im Wappen.[3]

Die erste Holzkirche wurde vor 1584 erbaut, die zweite 1628, die heutige, dritte, in den Jahren 1693–1702.

Bei der Ersten Teilung Polens kam das Dorf 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Jeleśnia zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Es gehörte dann zum Landkreis Saybusch im Regierungsbezirk Kattowitz in der Provinz Schlesien (seit 1941 Provinz Oberschlesien). Im Rahmen der sogenannten Saybusch-Aktion wurden am 22. September 1940 aus Jeleśnia 150 polnische Familien (671 Personen) vertrieben, um 42 volksdeutsche Familien (183 Personen) anzusiedeln.[4]

Von 1975 bis 1998 gehörte Jeleśnia zur Woiwodschaft Bielsko-Biała.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Römisch-katholische Kirche
  • Altes Wirtshaus (18. Jahrhundert)

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hatte am 31. Dezember 2009 13.385 Einwohner.[6]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde Jeleśnia erstreckt sich über 170,51 km², 35 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt und 53 % sind mit Wald bedeckt.[7]

Sołectwo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Gemeinde gehören die Schulzenämter (sołectwo):

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Jeleśnia verläuft die Droga wojewódzka DW 945. Der Flughafen Krakau ist 58 km entfernt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stanisław Łazarski (1849–1938), polnischer Rechtsanwalt, Politiker, Abgeordneter des Galizischen Landtags sowie des Österreichischen Abgeordnetenhauses

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nohfelden, Deutschland seit 1996[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Zarys dziejów
  3. Stanisław Figiel, Urszula Janicka-Krzywda, Piotr Krzywda, Wojciech W. Wiśniewski: Beskid Żywiecki. Przewodnik. Oficyna Wydawnicza „Rewasz“, Pruszków 2006, ISBN 83-8918859-7, S. 360–362 (polnisch).
  4. Akcja wysiedleńcza na Żywiecczyźnie - wysiedlenia w Sopotni Małej
  5. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (Memento vom 8. April 2009 auf WebCite) (polnisch)
  6. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 31. Dez. 2009 (WebCite (Memento vom 23. Juni 2010 auf WebCite))
  7. regioset (polnisch/englisch)
  8. http://www.10j-nohfelden-jelesnia.de.vu/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]