Jemima (Bibel)

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Jemima ist im Buch Ijob im Alten Testament die älteste Tochter Ijobs.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hebräische Personenname יְמִימָה jəmîmāh, deutsch ‚Jemima‘ ist ein Einwortname und mit der Bedeutung „Turteltaube / Täubchen“. Die Septuaginta gibt den Namen als ἡμέρα hēmera wieder, was übersetzt „Tag“ bedeutet und eine Übersetzung des hebräischen Wortes יוֹם jôm darstellt, ebenso die Vulgata als Dies.

Biblische Erzählung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ijob hat zu Anfang sieben Söhne und drei Töchter (Hi 1,2 EU). Im Zuge der Versuchung Ijobs durch den Satan sterben diese, indem das Haus seines erstgeborenen Sohnes über ihnen zusammenbricht, in welchem sie gerade zusammensitzen und essen (Hi 1,18–19 EU). Gott beendet schließlich die Versuchungen, wendet Ijobs Geschick und stellt seinen Reichtum wieder her. Auch bekommt Ijob wieder sieben Söhne und drei Töchter. Letztere werden namentlich genannt, sie heißen Jemima, Kezia und Keren-Happuch. Sie werden als die schönsten Frauen des Landes bezeichnet. Sie und ihre Brüder erben Ijobs Besitz (Hi 42,15 EU).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Art. יְמִימָה, In: Wilhelm Gesenius: Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, 18. Aufl. 2013, S. 467.
  • Martin Noth: Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung, Stuttgart: Kohlhammer, 1928, S. 230.246.
  • Hans Rechenmacher: Althebräische Personennamen. Münster 2012, S. 168f.206.