Jenalöbnitz

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Jenalöbnitz führt kein Wappen
Jenalöbnitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jenalöbnitz hervorgehoben
Koordinaten: 50° 57′ N, 11° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Dornburg-Camburg
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 3,96 km2
Einwohner: 161 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07751
Vorwahl: 03641
Kfz-Kennzeichen: SHK, EIS, SRO
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 043
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 8
07751 Jenalöbnitz
Webpräsenz: www.jenaloebnitz.de
Bürgermeister: Joachim Geyer
Lage der Gemeinde Jenalöbnitz im Saale-Holzland-Kreis
Sachsen-Anhalt Gera Jena Landkreis Greiz Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Landkreis Sömmerda Landkreis Weimarer Land Saale-Orla-Kreis Albersdorf (Thüringen) Altenberga Bad Klosterlausnitz Bibra (bei Jena) Bobeck Bollberg Bremsnitz Bucha (bei Jena) Bürgel (Thüringen) Crossen an der Elster Dornburg-Camburg Eichenberg (bei Jena) Eineborn Eisenberg (Thüringen) Frauenprießnitz Freienorla Geisenhain Gneus Gösen Golmsdorf Graitschen bei Bürgel Großbockedra Großeutersdorf Großlöbichau Großpürschütz Gumperda Hainichen (Thüringen) Hainspitz Hartmannsdorf (bei Eisenberg) Heideland (Thüringen) Hermsdorf (Thüringen) Hummelshain Jenalöbnitz Kahla Karlsdorf (Thüringen) Kleinbockedra Kleinebersdorf (Thüringen) Kleineutersdorf Laasdorf Lehesten (bei Jena) Lindig Lippersdorf-Erdmannsdorf Löberschütz Mertendorf (Thüringen) Meusebach Milda Möckern (Thüringen) Mörsdorf (Thüringen) Nausnitz Neuengönna Oberbodnitz Orlamünde Ottendorf (Thüringen) Petersberg (Saale-Holzland-Kreis) Poxdorf (Thüringen) Quirla Rattelsdorf (Thüringen) Rauda Rauschwitz Rausdorf (Thüringen) Reichenbach (Thüringen) Reinstädt Renthendorf Rothenstein Ruttersdorf-Lotschen Scheiditz Schkölen Schleifreisen Schlöben Schöngleina Schöps (Thüringen) Schöps (Thüringen) Seitenroda Serba Silbitz St. Gangloff Stadtroda Sulza Tautenburg Tautendorf (Thüringen) Tautenhain Thierschneck Tissa Trockenborn-Wolfersdorf Tröbnitz Unterbodnitz Waldeck (Thüringen) Walpernhain Waltersdorf (Thüringen) Weißbach (Thüringen) Weißenborn (Holzland) Wichmar Zimmern (Thüringen) ZöllnitzKarte
Über dieses Bild

Jenalöbnitz ist eine Gemeinde im Norden des Saale-Holzland-Kreises und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Jenalöbnitz

Angrenzende Gemeinden sind Golmsdorf im Nordwesten, Löberschütz im Norden, Graitschen im Nordosten, die Stadt Bürgel im Osten, Großlöbichau im Süden sowie die kreisfreie Stadt Jena im Westen.

Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Besiedlung des Tales wird schon in der Steinzeit vermutet. Grabungen auf dem Alten Gleisberg haben Funde aus der Zeit um 1500 v. Chr. zu Tage gebracht, die den Kelten zugeordnet werden. Zeitgleich werden landwirtschaftliche Anwesen im Tal vermutet. Eine echte dörfliche Besiedlung fand wahrscheinlich erst durch die Germanen statt. Ab dem 5. Jahrhundert n. Chr. siedelten die Vorfahren der heutigen Thüringer auf dem Areal. Ob auf der heutigen Flur Jenalöbnitz allerdings Siedlungen der Thüringer existierten, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. In unmittelbarer Nähe des Ortes fand sich Wasser am Bornloch, wo auch eine Fluchthöhle vorhanden war. Nach der Zerschlagung des Thüringer Reiches im 6. Jahrhundert kam es zu Abwanderungen der zwischen Saale und Oder lebenden Gruppen, wobei hier wohl zeitgleich eine Vermischung mit den zuwandernden Slawen stattfand. Dieser Prozess ist vor allem im Saalegebiet zu beobachten. Erste sicher slawisch zuzuordnende Bewohnter sind durch Urkunden der Reichsklöster Fulda und Hersfeld überliefert. In dieser Zeit ist auch die Entstehung von Jenalöbnitz zu vermuten. Bislang ist allerdings nicht klar, ob der Name ursprünglich auf Oberlöbnitz oder Niederlöbnitz (das heutige Jenalöbnitz) bezogen war. Im Jahre 937 fand man die erste urkundliche Erwähnung der Burg Kirchberg. Jenalöbnitz lag dabei sicher an einer Verbindungsstraße zwischen den königlichen Burgen Kirchberg und Dornburg[2], die über den Sattelpass am hinteren Jenzig verlief. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Ort damals schon existierte.

Ersterwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

W. Kahl berichtet von der urkundlichen Ersterwähnung vom 6. September 1185.[3] Eine Ersterwähnung des Ortes stammt allerdings erst aus dem Jahre 1220. In einer Urkunde vom 9. November 1220 erscheint ein Bruno de Lubenescz als Zeuge. Der Ort selbst wird erstmals in einer Urkunde vom 29. März 1395 genannt. Zum Stand der archäologischen Untersuchungen bringen die Arbeiten von Gotthard Neumann und Hans-Joachim Stoll genauere Aussagen und datieren den ältesten Teil der Turmhügelburg in die Kolonisationszeit.[4] Durch Verkauf kam das Ende des 14. Jahrhunderts noch existierende Niederlöbnitz an die Brückenhofsstiftung der Stadt Jena, wodurch sich in der folgenden Zeit der Name Jena-Löbnitz durchsetzte. Auf dem heutigen Gemarkungsgebiet Jenalöbnitz befand sich neben den beiden Dörfern Oberlöbnitz und Niederlöbnitz auch noch das heute wüst liegende Raßdorf oder Rathsdorf. Älteste Erwähnungen von Einwohnern finden sich in der Ortschronik von Jenalöbnitz.

Die Kirche St. Katharina stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jenalöbnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Konferenz -Flüsse und Flusstäler als Wirtschafts- und Kommunikationswege
  3. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 134.
  4. Bereich Ur-und Frühgeschichte der FSU Jena