Jens Härtel

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Jens Härtel
JensHärtel2018.jpg
Jens Härtel (2018)
Personalia
Geburtstag 7. Juni 1969
Geburtsort RochlitzDDR
Größe 185 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
BSG Chemie Großbothen
BSG Motor Grimma
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1989 1. FC Lokomotive Leipzig
1989–1990 BSG Chemie Böhlen
1990–1993 FC Sachsen Leipzig
1993–1996 1. FC Union Berlin 93 (12)
1996–1998 FSV Zwickau 63 0(1)
1998–2000 1. FC Union Berlin 65 (14)
2000–2001 FC Sachsen Leipzig 32 0(3)
2001–2003 SV Babelsberg 03 52 0(3)
2003–2006 SV Germania 90 Schöneiche
Stationen als Trainer
Jahre Station
2005–2007 SV Germania 90 Schöneiche
2007–2011 SV Babelsberg 03 (Co-Trainer)
2011–2013 Berliner AK 07
2013–2014 RB Leipzig U-19
2014– 1. FC Magdeburg
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jens Härtel (* 7. Juni 1969 in Rochlitz) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler. Er ist seit der Spielzeit 2014/15 Cheftrainer des 1. FC Magdeburg und führte den Verein von der Regionalliga in die 2. Fußball-Bundesliga.

Spielerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jens Härtel (Mitte) als Spieler des FC Sachsen Leipzig

Jens Härtel lernte bei der BSG Chemie Großbothen das Fußballspielen. Von dort wechselte er in die Jugend der BSG Motor Grimma. Anschließend spielte er für den 1. FC Lokomotive Leipzig. Im Jahr 1989 schloss er sich Chemie Böhlen an und schaffte auf Anhieb den Aufstieg aus der DDR-Liga in die DDR-Oberliga. In der folgenden Saison qualifizierte sich der inzwischen mit der ehemaligen BSG Chemie Leipzig zum FC Sachsen Leipzig fusionierte Verein aber nicht für die erste oder zweite Bundesliga und trat in der Saison 1991/92 in der drittklassigen NOFV-Oberliga Süd an. Dort wurde der FC Sachsen 1993 Meister, jedoch wurde dem finanziell angeschlagenen Verein die Lizenz verweigert.

Härtel wechselte daraufhin gemeinsam mit Oskar Kosche zum 1. FC Union Berlin. Aber auch dort wurde dem sportlich qualifizierten Verein wegen wirtschaftlicher Mängel die Lizenz für die 2. Bundesliga entzogen. Härtel blieb bis 1996 beim 1. FC Union, bevor er zum FSV Zwickau und damit in den Profifußball wechselte.

Für den FSV Zwickau spielte er zwei Jahre. Als der Verein 1998 aus der 2. Bundesliga abgestiegen war, wechselte er zurück zum inzwischen wirtschaftlich wieder erstarkten 1. FC Union Berlin in die Regionalliga. Doch auch dieses Mal klappte es in Köpenick nicht mit dem Aufstieg: In Härtels letztem Spiel für den FC Union im Jahr 2000 verlor man in der Aufstiegsrelegation gegen LR Ahlen. Härtel wechselte erneut zum FC Sachsen. Jedoch ereilte die Leutzscher erneut der Lizenzentzug, der sie 2001 in die Oberliga zurückstufte.

Daraufhin ging Härtel zum SV Babelsberg 03, bei dem sein ehemaliger Teamkamerad Oskar Kosche inzwischen als Manager tätig war. Mit dem Zweitligaaufsteiger verpasste Härtel 2002 den Klassenerhalt. In der Folgesaison wurde Babelsberg aufgrund von Misswirtschaft die Regionalligalizenz entzogen. Es war der insgesamt vierte Lizenzentzug, den Härtel als Spieler miterlebte. 2003 wechselte er zu Germania Schöneiche, bei der er seine aktive Karriere im Sommer 2005 in der Verbandsliga Brandenburg nach einer Verletzung beendete.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Germania Schöneiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Härtels erste Trainerstation war Germania Schöneiche. Er übernahm die Mannschaft direkt nach Ende seiner Spielerlaufbahn von Jürgen Piepenburg. In seiner ersten Saison stieg er mit den Schöneichern trotz einiger Personalprobleme in die Oberliga auf. Dort gelang Härtel unterstützt von ehemaligen Mitspielern wie Jörg Schwanke oder Tom Persich der Klassenerhalt.

Co-Trainer beim SV Babelsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2007 wechselte er zum SV Babelsberg und wurde Co-Trainer von Dietmar Demuth. Mit dem SV Babelsberg stieg er 2010 in die 3. Liga auf.

Im März 2011 erhielt Härtel an der Hennes-Weisweiler-Akademie seine Fußballlehrerlizenz. Er war in einem Kurs mit den späteren Bundesligatrainern Roger Schmidt, Markus Gisdol, Markus Weinzierl, Tayfun Korkut und Thomas Schneider.

Berliner AK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2011 wechselte er zum Regionalliga-Aufsteiger Berliner AK 07. Mit der Mannschaft erreichte Härtel im ersten Jahr den siebten Rang und hielt damit die Spielklasse. Außerdem gewann die Mannschaft den Berliner Pokal und qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal, in dem man in der ersten Runde den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim mit 4:0 besiegte. Trotz dieser Erfolge verlängerte Härtel die Zusammenarbeit mit dem BAK nicht und wechselte im Sommer 2013 in die Nachwuchsabteilung von RB Leipzig, um dort die U19 zu trainieren.[1]

U-19 Trainer RB Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Härtel konnte sich in einem der besten sächsischen Nachwuchsleistungszentren beweisen und die U19 bekam einen jungen Trainer mit klarer Vision und moderner Spielweise. Der anvisierte Aufstieg von der Regionalliga in die A-Bundesliga gelang auf Anhieb. Doch nach nur einem Jahr verließ Härtel Leipzig aufgrund von Disharmonien mit Sportdirektor Ralf Rangnick und heuerte beim 1. FC Magdeburg an.

1. FC Magdeburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Spielzeit 2014/15 übernahm Härtel den Trainerposten beim 1. FC Magdeburg.[2][3] Als Ziel wurde der Aufstieg ausgegeben. Die Saison begann für den Staffelfavoriten mit lediglich elf Punkten aus den ersten zehn Partien. Nach der Heimspielniederlage am 10. Spieltag gegen die TSG Neustrelitz wurde Härtels Entlassung gefordert, aber von der Vereinsführung um Sportchef Mario Kallnik nicht in Erwägung gezogen.[4] In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2014/15 schlug die Mannschaft den FC Augsburg mit 1:0. In der zweiten Runde unterlag man Bayer 04 Leverkusen im Elfmeterschießen. Die Saison war geprägt durch ein Kopf-an-Kopf Rennen um den Staffelsieg mit dem FSV Zwickau. Am 17. Mai 2015 stand der 1. FC Magdeburg durch einen 4:1-Auswärtssieg bei Hertha BSC II vorzeitig als Meister der Regionalliga Nordost fest. In den Aufstiegsspielen zur 3. Liga setzte sich der FCM gegen den Sieger der Regionalliga Südwest Kickers Offenbach durch. In der Saison 2015/16 spielte der 1. FC Magdeburg erstmals im gesamtdeutschen Profifußball. Die Saison 2015/16 und Saison 2016/17 wurde jeweils mit dem vierten Platz abgeschlossen. 2017 gewann Härtel mit dem FCM den Landespokal Sachsen-Anhalt. In der Spielzeit 2017/18 führte er den 1. FC Magdeburg erstmals in die 2. Bundesliga.[5]

Erfolge als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönliche Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018 Trainer des Jahres in der 3. Liga[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jens Härtel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kicker.de: Härtel übernimmt U19 von RB Leipzig
  2. Sport1.de: Magdeburg findet neuen Trainer
  3. Volksstimme.de: Härtel neuer FCM Trainer
  4. Volksstimme.de: Härtel muss Lösungen finden
  5. Volksstimme.de: Interview mit Aufstiegstrainer Jens Härtel
  6. MDR.de: Härtel und Türpitz werden geehrt