Jens Härtel

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Jens Härtel
Jens Härtel.JPG
Jens Härtel (2015)
Spielerinformationen
Geburtstag 7. Juni 1969
Geburtsort RochlitzDDR
Größe 185 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
BSG Chemie Großbothen
BSG Motor Grimma
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1989 1. FC Lokomotive Leipzig
1989–1990 BSG Chemie Böhlen
1990–1993 FC Sachsen Leipzig
1993–1996 1. FC Union Berlin 93 (12)
1996–1998 FSV Zwickau 63 0(1)
1998–2000 1. FC Union Berlin 65 (14)
2000–2001 FC Sachsen Leipzig 32 0(3)
2001–2003 SV Babelsberg 03 52 0(3)
2003–2006 SV Germania 90 Schöneiche
Stationen als Trainer
Jahre Station
2005–2007 SV Germania 90 Schöneiche
2007–2011 SV Babelsberg 03 (Co-Trainer)
2011–2013 Berliner AK 07
2013–2014 RB Leipzig U-19
2014– 1. FC Magdeburg
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jens Härtel (* 7. Juni 1969 in Rochlitz) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger -trainer. Er trainiert seit 2014 den 1. FC Magdeburg.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Härtel (Mitte) und Holm Pinder 1990 im Duell mit Dresdens Heiko Scholz

Härtel begann bei der BSG Chemie Großbothen mit dem Fußballspielen. Von dort wechselte er zur Jugend der BSG Motor Grimma und von dort weiter zum 1. FC Lokomotive Leipzig. Im Jahr 1989 schloss er sich Chemie Böhlen an und schaffte auf Anhieb den Aufstieg aus der DDR-Liga in die DDR-Oberliga. In der Folgesaison konnte sich der inzwischen mit der ehemaligen BSG Chemie Leipzig zum FC Sachsen Leipzig fusionierte Verein aber nicht für erste oder zweite Bundesliga qualifizieren und musste so in der Saison 1991/92 in der drittklassigen NOFV-Oberliga Süd starten. Dort konnten Härtel und der FC Sachsen 1993 die Meisterschaft feiern, jedoch wurde dem finanziell angeschlagenen Verein die Lizenz für den Profifußball vom DFB verweigert.

Härtel wechselte daraufhin gemeinsam mit Oskar Kosche zum Oberligisten 1. FC Union Berlin. Mit den Unionern sollte sich aber ein Jahr später genau das gleiche wiederholen: Erneut wurde dem sportlich qualifizierten Verein aufgrund wirtschaftlicher Mängel die Lizenz entzogen. Härtel blieb noch bis 1996 beim 1. FC Union, bevor er sich den Traum vom Profifußball erfüllen konnte und zum FSV Zwickau in die zweite Bundesliga wechselte.

Mit Zwickau spielte er zwei Jahre in der zweiten Liga. Als der Verein 1998 nicht die Klasse halten konnte, wechselte er zurück zum inzwischen wirtschaftlich wieder erstarkten 1. FC Union in die Regionalliga. Doch auch dieses Mal klappte es in Köpenick nicht mit dem Aufstieg. Ausgerechnet in Härtels letztem Spiel für die „Eisernen“ im Jahr 2000 verlor man gegen LR Ahlen die Aufstiegsrelegation. Härtel schloss für ein Jahr erneut dem FC Sachsen an. Doch auch dieses Mal ereilte die Leutzscher der Lizenzentzug, der sie am Ende der Saison 2000/01 in die Oberliga zurückgestuft wurden.

Daraufhin ging er zum SV Babelsberg 03, wo sein ehemaliger Teamkamerad Oskar Kosche inzwischen als Manager tätig war. Mit dem frischgebackenen Zweitligaaufsteiger konnte Härtel 2002 nicht die Klasse halten. In der Folgesaison kam es sogar noch schlimmer, als dem Verein aufgrund von Misswirtschaft die Regionalligalizenz entzogen wurde. Es war der insgesamt vierte Lizenzentzug, den Härtel miterleben musste und gleichzeitig der zweite Zwangsabstieg. Nach der Saison 2002/03 wechselte er zu Germania Schöneiche, wo er seine aktive Karriere in der Verbandsliga Brandenburg nach einer Verletzung zum Ende der Saison 2004/05 beendete.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur folgenden Saison beerbte er Jürgen Piepenburg als Trainer der Schöneicher, mit denen er in der Saison 2005/06 trotz einiger Personalprobleme (u. a. reaktivierte Härtel sich in der Endphase der Saison selbst und kam so noch zu ein paar Einsätzen) den Aufstieg in die Oberliga schaffte. Dort gelang Härtel – unterstützt von ehemaligen Unioner Mitspielern wie Jörg Schwanke oder Tom Persich – überraschend sicher der Klassenerhalt. Im Oktober 2007 wurde er Co-Trainer neben Dietmar Demuth beim Regionalligisten SV Babelsberg 03.

Zur Saison 2011/12 wechselte er zum Regionalliga-Aufsteiger Berliner AK 07. Mit dem BAK erreichte Härtel im ersten Jahr den siebten Rang in der Regionalliga und hielt so souverän die Spielklasse. Außerdem gewann die Mannschaft den Berliner Pokal und qualifizierte sich so für den DFB-Pokal, wo man in der ersten Runde für Aufsehen sorgte, als man den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim 4:0 schlug. Trotz dieser Erfolge verlängerte Härtel sein Engagement beim BAK nicht und wechselte im Sommer 2013 zum RB Leipzig, um dort die U 19 zu trainieren.[1] Zur Spielzeit 2014/15 hat Jens Härtel das Traineramt beim 1. FC Magdeburg übernommen.[2] Im ersten Jahr führte Härtel den Verein in die 3. Liga.

Erfolge als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Härtel übernimmt U19 von RB Leipzig. In: Kicker-Sportmagazin. 26. März 2013, abgerufen am 27. März 2013.
  2. Magdeburg findet neuen Trainer; Sport1.de, 16. April 2014.