Jens Petersen (Historiker)

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Jens Petersen (auch Jean Petersen; * 13. August 1934 in Rendsburg) ist ein deutscher Historiker. Der Spezialist für die Zeitgeschichte Italiens war langjähriger Mitarbeiter und stellvertretender Direktor des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Rom. Petersens 1973 erschienene Analyse der Entstehung der „Achse Berlin–Rom“ gilt nach wie vor als grundlegend. Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche unselbständige Schriften zu verschiedenen Aspekten der italienischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, vor allem zur deutschen Sicht auf Italien während dieses Zeitraums und zum italienischen Faschismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petersen studierte Geschichte, Kunstgeschichte, Germanistik und Architektur an den Universitäten Kiel, Hannover, Basel und Rom. Nachdem er 1963 das erste und 1967 das zweite Staatsexamen absolviert hatte[1] und in Hamburg in den Schuldienst eingetreten war, war er von 1967 bis 1971 Assistent am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel.[2] Petersen wurde dort 1971 bei Karl Dietrich Erdmann promoviert, nachdem er mit seinem Vorhaben 1963 angefangen hatte.[3]

Petersen begann seine Mitarbeit am Deutschen Historischen Institut in Rom 1971 als Referent für Zeitgeschichte in der Nachfolge Rudolf Lills.[4] Er baute diesen neu eingerichteten Schwerpunkt laut Michael Matheus „mit vielfältigen Initiativen“ aus. So gründete Petersen den Pressespiegel Storia e Critica – „Die italienische Zeitgeschichte im Spiegel der Tages- und Wochenpresse“ –, den er von 1979 bis 1999 im vierteljährlichen Rhythmus herausgab und darin über „aktuelle Trends und Themen“ der italienischen zeithistorischen Forschung informierte.[5] Laut Christof Dipper handelte es sich bei diesem „ganz mit der Person“ Petersens und seiner „scheinbar unbegrenzte[n] Arbeitskraft“ verbundenen Informationsdienst um eine zu ihrer Zeit „unverzichtbare Publikation“, um die vorwiegend in Zeitungsäußerungen ausgetragenen intellektuellen und zeithistorischen Meinungskämpfe der italienischen Eliten außerhalb Italiens verfolgen zu können.[6]

Zusammen mit Wolfgang Schieder gründete Petersen 1974 die Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens, die zeithistorische Forschungsinitiativen fördert, seit 1978 alle zwei Jahre Tagungen organisiert und die dreimal jährlich erscheinende Zeitschrift Bibliographische Informationen / Informazioni Bibliografiche verbreitet, die von Petersen 1974 initiiert und bis 1999 herausgegeben wurde. Die Arbeitsgemeinschaft unterhält auch die Schriftenreihe Italien in der Moderne.[7] In seiner Institutsarbeit rückte Petersen neben der Erforschung des Faschismus auch die Nachkriegszeit in den Fokus.[8]

1988 wurde er stellvertretender Direktor des DHI Rom und war als solcher Hauptansprechpartner für dort arbeitende Zeithistoriker, die das Institut über Petersen wahrnahmen, wie es Michael Matheus beschreibt.[9] Laut Lutz Klinkhammer trug Petersens Engagement im Institut für die deutschsprachige Italienforschung „reiche Früchte“.[10] 1995 wurde Petersen der Premio Montecchio di Studi Italo-Tedeschi verliehen.[11] Vier Jahre später schied er aus dem Dienst. 2005 beteiligte sich Petersen noch an zwei Tagungen,[12] später hielten ihn gesundheitliche Gründe davon ab, sich am geschichtswissenschaftlichen Diskurs zu beteiligen.[13]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petersen veröffentlichte vornehmlich unselbstständige Schriften zu vielfältigen Themen des 19. und 20. Jahrhunderts, vor allem zum italienischen Faschismus, dem „bleibenden Mittelpunkt seines Interesses“,[14] und zur deutschen Sicht auf Italien.[15]

Die Dissertationsschrift über die Entstehung der „Achse Berlin-Rom“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petersens 1973 veröffentlichte Dissertation gilt als „immer noch grundlegend“.[16] Darin rekonstruierte Petersen vor Öffnung der italienischen Archive minutiös und quellengesättigt die Entstehung der „Achse Berlin – Rom“ zwischen Hitler und Mussolini.[17] Für die 1975 erschienene italienischsprachige Ausgabe arbeitete Petersen zusätzliches italienisches Material ein.[18] Petersen wies unter anderem nach, dass Mussolini den Begriff der Achse bereits Anfang der 1920er Jahre in außenpolitischen Zusammenhängen benutzt hatte.[19] Außerdem konnte er nachweisen, dass das erste Treffen zwischen Hitler und Mussolini in Venedig im Juli 1934 „keineswegs [so unharmonisch verlief und] so ergebnislos war, wie man bisher annahm“.[20] Im Unterschied zu Historikern wie Renzo De Felice hielt Petersen die Annäherung zwischen den beiden Regimen letztlich für „fast unvermeidlich“.[21] Die Fachwelt besprach das Buch insgesamt positiv:[22] So bezeichnete Andreas Hillgruber Petersens Buch als „eine Arbeit, die bei weitem den Rahmen auch sehr guter Dissertationen“ sprenge und sowohl durch die „souveräne Darstellung des Forschungsstandes“ als auch die „dichte quellenmäßige Absicherung“ besteche, kritisierte jedoch ähnlich wie Manfred Funke, Günther Wollenstein, Wolfgang Schieder und Stephen C. Azzi,[23] der Autor habe sich bei seinem abschließenden Urteil über die Wesensverwandtschaft von Faschismus und Nationalsozialismus mehr von dem Trend der Faschismusforschung als der eigenen Analyse leiten lassen.[24] „Spannend wie ein Kriminalroman“ lasse sich das Buch lesen, so Der Tagesspiegel, was unter anderem an der „lebendigen und präzisen Darstellung“ liege.[25] Hans Woller bezeichnete Petersens Dissertation 2010 als „glänzende Studie“,[26] Lutz Klinkhammer 2009 als „Meilenstein“, der „vielbeachtet“ blieb.[10]

Weiteres wissenschaftliches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch nach Abschluss seiner Dissertation blieb Petersen thematisch der Außenpolitik des faschistischen Italien verpflichtet: Bereits während deren Niederschrift und noch lange nach Fertigstellung veröffentlichte Petersen Aufsätze zu Spezialaspekten dieses Themenbereichs in Sammelbänden und in Fachzeitschriften wie Geschichte in Wissenschaft und Unterricht und Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte.[27] 1975 publizierte Petersen Aufsätze zur Wählerbasis des frühen italienischen Faschismus[28] und zur Entstehung des Totalitarismusbegriffs in Italien. In letztgenannter Arbeit konnte Petersen zeigen, dass Mussolini den in der Selbstinszenierung des Regimes gebrauchten Begriff vom stato totalitario von antifaschistischen Kritikern übernommen hatte: Nach Petersen war es der Liberale Giovanni Amendola, der in einem Artikel in der Zeitung Il mondo vom 12. Mai 1923 erstmals den Begriff verwendete;[29] diese These war lange Konsens der Forschung, während 2018 Uwe Backes und Günther Heydemann den katholischen Politiker Luigi Sturzo als Wortschöpfer ausmachten.[30] In einem 1976 veröffentlichten Beitrag bestätigte Petersen die These Franz Borkenaus, der zufolge der Faschismus in Italien den Industrialisierungsprozess beschleunigt habe.[31] Es folgten Arbeiten Petersens zur Gewalt im frühen italienischen Faschismus[32] und Übersetzungen populärer historischer Interviews des Mussolini-Biographen Renzo De Felice sowie des Ex-Partisanen und kommunistischen Politikers Giorgio Amendola ins Deutsche:[33] Zur Verbreitung der Thesen De Felices, die 1975 in der italienischen Öffentlichkeit eine polemische Debatte ausgelöst hatten und auch von angloamerikanischen Historikern rezipiert wurden, trug Petersen auch durch Veröffentlichung eines Aufsatzes bei.[34] 1983 stellte Petersen auf einer gemeinsam vom Deutschen Historischen Institut in Rom und dem Institut für Zeitgeschichte organisierten Tagung in München, an der unter anderen Sergio Romano, Roberto Vivarelli, Adrian Lyttelton und Wolfgang Schieder teilnahmen, in einer einleitenden Synthese „Probleme und Forschungstendenzen“ auf diesem Gebiet dar.[35] Dabei legte er unter anderem dar, wie die Forschung herausgearbeitet habe, dass die Machtübernahme des Regimes im Oktober 1922 während des Marschs auf Rom und die im Januar 1925 erfolgten Gesetze zur Konsolidierung der Diktatur durch „Fundamentalkompromisse“ zustandegekommen seien, an denen die Monarchie, das Heer und die Marine, die Großindustrie, die Bürokratie, die Justiz und die katholische Kirche als fiancheggiatori teilgehabt hätten; Petersen gebrauchte in diesem Kontext den eigentlich für demokratische Systeme gebrauchten Begriff der checks and balances, der ihm seitdem als Charakterisierung der Herrschaftsstruktur des faschistischen Regimes zugeschrieben wird.[36]

Ab den 1980er-Jahren beschäftigte sich Petersen zudem mit der vorangegangenen Epoche des Risorgimento: Dazu entstanden vor allem Aufsätze zur deutschen Wahrnehmungsgeschichte, etwa zur deutschen Sicht auf die nationalstaatliche Einigung Italiens (1982)[37] oder zu dem in Italien lebenden autodidaktischen Historiker Alfred von Reumont (1986).[38] In einem weiteren Aufsatz analysierte Petersen die urbanistische und politische Entwicklung Roms als Hauptstadt des Nationalstaats nach der 1870/71 erfolgten Annexion.[39] Daneben arbeitete Petersen mit bleibendem Interesse zum italienischen Faschismus: So verfasste er Aufsätze zu Jugend und Jugendprotest im faschistischen Italien,[40] zur Option in Südtirol 1938–1940[41] und zur Organisation der deutschen Propaganda in Italien 1939–1943[42].

Ab Ende der 1980er-Jahre publizierte Petersen auch zur von Bürgerkrieg geprägten Endphase des Faschismus in Italien 1943–45, zur Nachkriegsgeschichte und zur aktuellen Situation Italiens.[43] Petersen arbeitete dabei erneut zur deutsch-italienischen Verflechtungsgeschichte, indem er etwa in einem 1985 veröffentlichten Aufsatz die deutsche Reaktion auf den am 25. Juli 1943 erfolgten Sturz Mussolinis untersuchte.[44] In zwei Aufsätzen zur italienischen Geschichte des Bienniums, zum Sommer 1943 (1988) und zum Ort der Resistenza in Geschichte und Gegenwart (1992), brachte er einem deutschen Leserkreis unter anderem die Thesen Ruggero Zangrandis und Claudio Pavones nahe.[45] Daneben entstanden Arbeiten zum Verhältnis des italienischen Historikers Delio Cantimori zu Deutschland (1993),[46] zur Mafia (1994),[47], zum deutschsprachigen Italienbild nach 1945 (1995)[48] und zum italienischen Nationalbewusstsein nach 1945 (1991)[49]. Wolfgang Schieder nannte Petersens 1989 erschienenen Überblick über die Geschichte der sogenannten ‚Ersten Republik‘[50] unter den drei damals existierenden deutschsprachigen Gesamtdarstellungen[51] die einzige, die „wegen ihres systematischen Zugriffs und ihrer sozialgeschichtlichen Orientierung voll überzeugen kann.“[52] Den im selben Jahr publizierten Überblicksartikel Petersens über Die zeitgeschichtlich wichtigen Archive in Italien hielt Malte König 2018 für „immer noch lesenswert“.[53] 1993 gab Petersen die italienischsprachigen Akten der im Mai des Vorjahres in Würzburg abgehaltenen Tagung zum Thema der deutsch-italienischen Migration im 20. Jahrhundert heraus, die er mit einer Einleitung versah und an denen er sich mit einem Aufsatz zur gegenseitigen Wahrnehmung mit ihren Stereotypen, Vorurteilen und Feindbildern beteiligte.[54]

Parallel dazu beschäftigte sich Petersen weiterhin mit dem Risorgimento aus wahrnehmungsgeschichtlicher Perspektive: 1991 veranstaltete das Deutsche Historische Institut anlässlich des 100. Todestages des Deutschrömers Ferdinand Gregorovius eine Tagung zu seinem Wirken im italienischen Kontext: Petersen beteiligte sich mit einem Vortrag über das Bild des zeitgenössischen Italien in dessen Wanderjahren. In dem gemeinsam mit dem damaligen Institutsdirektor Arnold Esch herausgegebenen Tagungsband edierte er zudem einige bisher unveröffentlichte Aufsätze Gregorovius', die in der Allgemeinen Zeitung erschienen waren.[55] Infolge der Auseinandersetzung mit Gregorovius organisierten Esch und Petersen im Frühsommer 1998 unter dem Rudolf Borchardt entlehnten Titel Deutsches Ottocento eine allgemeinere Tagung zur deutschen Wahrnehmung Italiens im 19. Jahrhundert. „Die These von Robert Michels, daß praktisch ganz Deutschland sich von der Wiege des jungitalienischen Gedankens ferngehalten habe“, sei, wie die Herausgeber in der Einleitung des Sammelbands konstatierten, „in dieser Eindringlichkeit unhaltbar“. Petersen beteiligte sich mit einem Aufsatz über Politik und Kultur Italiens im Spiegel der damaligen deutschen Presse, in dem er unter anderem das Desiderat äußerte, das politische Italienbild der Deutschen zwischen 1848 und 1870 zu erforschen.[56]

Petersens 1995 veröffentlichtes Buch Quo vadis, Italia? charakterisierte Lutz Klinkhammer 2010 als „ebenso zeitnahe wie brillante Analyse“ der jüngsten italienischen Vergangenheit.[57] Laut Zeit-Redakteur Hansjakob Stehle zeichne Petersen darin „ohne wissenschaftlichen Ballast“ ein unvoreingenommenes Bild der „scheinbar revolutionäre Krise“ des damaligen Italiens (siehe auch Tangentopoli und Mani pulite) und zitiere dabei „eindrucksvolle italienische Selbstzeugnisse für das verbreitete Gefühl eines nationalen Identitätsverlustes“.[58] Petersen schloss sein Buch mit der recht pessimistischen Einschätzung „eines anderen Deutschrömers, Ferdinand von Gregorovius, der 1860 schrieb, daß Italien nicht so bleiben könne, wie es sei, aber auch nicht so sein würde, wie es sein sollte.“[59]

1997 veröffentlichte Petersen in der Institutszeitschrift Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken zahlreiche Rezensionen, einen Aufsatz über die Situation der Massenmedien im Italien Silvio Berlusconis, in dem er auch die die Medienkritik zahlreicher Philosophen rezipierte, sowie einen kurzen Artikel zum Thema Holocaust und Goldhagen-Debatte in Italien.[60] 1998 stellte Petersen eine italienische Version von Rosario Romeos Aufsatz Das Risorgimento in der neueren historiographischen Diskussion zur Verfügung, der in der Rassegna Storica del Risorgimento publiziert wurde.[61]

Die meisten der Arbeiten Petersens zur deutsch-italienischen Perzeptionsgeschichte erschienen 1999 in gebündelter Form in einer monographischen Sammlung.[62] Eva-Maria Magel befand in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass Petersen bei diesen Detailstudien „ein Mosaik aus verschiedenen zeitgeschichtlichen Quellen“ zusammenzusetzen versucht und dabei neue Aspekte zutagegefördert, sich dabei aber „oft zwischen Marginalien und Verallgemeinerungen hin und her“ bewegt habe. Hinter Petersens erzählerischem Stil stehe zuweilen die Analyse zurück.[63]

Petersen rezensierte regelmäßig Neuveröffentlichungen im Bereich der italienischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts für die Historische Zeitschrift.[64] In den 1990er-Jahren und zu Beginn der 2000er verfasste er wiederholt Artikel zur Zeitgeschichte und zeitgenössischen Politik Italiens für das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung und Frankfurter Allgemeinen Zeitung: So berichtete er etwa kritisch über den Zustand des italienischen Zeitungswesens und den Aufstieg Berlusconis.[65] Zudem schrieb Petersen seit den 1990er-Jahren mehrere Artikel für den Zibaldone, etwa zum Verhältnis von Staat und Kirche in Italien.[66]

2001 beteiligte sich der inzwischen pensionierte Historiker mit einem Aufsatz über Italien auf der Suche nach seiner Identität an dem Arnold Esch zum 65. Geburtstag gewidmeten Liber Amicorum zum Thema Italia et Germania,[67] 2002 nahm er an der Studienwoche des Istituto storico italo-germanico in Trient mit einem Beitrag über das Bild Deutschlands bzw. Italiens in der Selbstrezeption des jeweils anderen nach 1945 teil.[68] 2005 veröffentlichte Petersen eine Analyse über Kriminalität und politische Gewalt im faschistischen Italien.[69] In einem 2006 erschienenen Beitrag berichtete Petersen in italienischer Sprache ausführlich über die zeithistorischen Forschungen am Deutschen Historischen Institut.[70] 2007 erschien seine Einleitung zu Sergio Romanos Brief an einen jüdischen Freund.[71]

Urteile der Fachwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank-Rutger Hausmann, Christof Dipper und Schieder bezeichneten Petersen 1999 als einen der „besten Kenner“ des modernen Italien.[72] Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 11. Mai 1989 war Petersen „seit Jahren der aufmerksamste deutsche Beobachter der zeithistorischen und politischen Debatten und Forschungen in Italien.“[73] Petersen, so die Zeitung bei anderer Gelegenheit, schreibe „auch für den Laien, vielleicht sogar für den Reisenden“.[74] Klinkhammer bezeichnete seinen Vorgänger als „große[n] Italienkenner“.[75] Ernst Nolte attestierte Petersen 1985 „gewohnte Kennerschaft“ in Bezug auf den italienischen Faschismus.[76] Petra Terhoeven schrieb 2010 den wahrnehmbaren Aufschwung in der deutschen Italienforschung dem Einfluss der von Petersen mitgegründeten Arbeitsgemeinschaft zu und bezeichnete Petersen in seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit aktuellen Themen wie dem Mezzogiorno oder der Mafia als eine Ausnahme unter deutschen Historikern.[77] Für die Literaturwissenschaftlerin Deborah Holmes war Petersen „akribischer Chronist“ des deutsch-italienischen Beziehungsverhältnisses der Jahre 1840 bis 1870.[78] Laut Filippo Focardi kommt Petersens Arbeiten zur gegenseitigen Wahrnehmung und Selbstrezeption Deutschlands und Italiens nach dem Zweiten Weltkrieg „ein zentraler Stellenwert“ zu.[79]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Hitler, Mussolini: Die Entstehung der Achse Berlin – Rom 1933–1936 (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 43). Niemeyer, Tübingen 1973, ISBN 3-484-80064-X (zugleich Dissertation, Universität Kiel, 1971. Italienische Ausgabe: Hitler e Mussolini, la difficile alleanza [= Storia e società]. Laterza, Rom, Bari 1975).
  • Quo vadis, Italia? Ein Staat in der Krise (= Beck’sche Reihe. Band 1108). C. H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-39208-3 (italienische Ausgabe: Quo vadis Italia? Übersetzt von Gerhard Kuck. Laterza, Rom u. a. 1996, ISBN 88-420-4875-5).
  • Italienbilder – Deutschlandbilder. Gesammelte Aufsätze (= Italien in der Moderne. Band 6). Hrsg. von seinen Freunden. SH, Köln 1999, ISBN 3-89498-073-7.[80]

Herausgeberschaften

  • (Hrsg. mit Arnold Esch): Geschichte und Geschichtswissenschaft in der Kultur Italiens und Deutschlands. Wissenschaftliches Kolloquium zum hundertjährigen Bestehen des Deutschen Historischen Instituts in Rom, 24.–25. Mai 1988 (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 71). Niemeyer, Tübingen 1989, ISBN 3-484-82071-3.
  • (Hrsg. mit Arnold Esch): Ferdinand Gregorovius und Italien. Eine kritische Würdigung (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 78). Niemeyer, Tübingen 1993, ISBN 3-484-82078-0.
  • (Hrsg.): L’emigrazione tra Italia e Germania (= Società e cultura. Band 2). Lacaita, Manduria, Bari, Rom 1993, OCLC 36143480.
  • (Hrsg. mit Wolfgang Schieder): Faschismus und Gesellschaft in Italien. Staat – Wirtschaft – Kultur (= Italien in der Moderne. Band 2). SH, Köln 1998, ISBN 3-89498-021-4.
  • (Hrsg. mit Christof Dipper, Rainer Hudemann): Faschismus und Faschismen im Vergleich. Wolfgang Schieder zum 60. Geburtstag (= Italien in der Moderne. Band 3). SH, Vierow bei Greifswald 1998, ISBN 3-89498-045-1.
  • (Hrsg. mit Arnold Esch): Deutsches Ottocento. Die deutsche Wahrnehmung Italiens im Risorgimento (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 94). Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 3-484-82094-2.

Übersetzungen

  • (Übers.) Giorgio Amendola: Der Antifaschismus in Italien. Ein Interview von Piero Melograni. Mit einem Nachwort von Jens Petersen. Klett-Cotta, Stuttgart 1977.
  • (Übers.) Renzo De Felice: Der Faschismus. Ein Interview von Michael A. Leeden. Mit einem Nachwort von Jens Petersen. Klett-Cotta, Stuttgart 1977.

Weitere Beiträge

  • Deutschland–Italien: eine fruchtbare und spannungsreiche Nachbarschaft. In: Zibaldone. Band 16: Schwerpunkt: Deutsch-italienische Kulturbeziehungen (= Serie Piper. Band 6016). Piper, München u. a. 1993, S. 5–16 ISBN 3-492-16016-6.
  • Italien als Republik (1946–1987). In: Michael Seidlmayer: Geschichte Italiens. Vom Zusammenbruch des Römischen Reiches bis zum ersten Weltkrieg (= Kröners Taschenausgabe. Band 341). 2., erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1989, ISBN 3-520-34102-6, S. 499–550.[81]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Fröschl (Hrsg.): Februar 1934. Ursachen, Fakten, Folgen. Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, Wien 1984, S. 559; Josef Becker, Klaus Hildebrand (Hrsg.): Internationale Beziehungen in der Weltwirtschaftskrise 1929–1933 (= Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg. Band 18). Vögel, München 1980, S. 444.
  2. Jens Petersen: Die Arbeit des DHI Rom im Bereich der neuesten Geschichte. In: Reinhard Elze, Arnold Esch (Hrsg.): Das Deutsche Historische Institut in Rom 1888–1988 (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 70). Max Niemeyer, Tübingen 1990, ISBN 3-484-82070-5, S. 211–237, hier S. 226.
  3. Historisches Jahrbuch. Band 95, 1975, S. 307.
  4. Jens Petersen: Die Arbeit des DHI Rom im Bereich der neuesten Geschichte. In: Reinhard Elze und Arnold Esch (Hrsg.): Das Deutsche Historische Institut in Rom 1888–1988 (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 70). Max Niemeyer, Tübingen 1990, S. 211–237, hier S. 226.
  5. Jiří Pešek, Nina Lohmann: Das Deutsche Historische Institut in Rom im Gespräch I: Direktor Prof. Dr. Michael Matheus. In: Acta Universitatis Carolinae – Studia Territorialia. Band 11, 2011, Nr. 3–4, S. 105–138, hier S. 115 (PDF); Storia e Critica in: DHI-Roma.it.
  6. Christof Dipper: Dialog und Transfer als wissenschaftliche Praxis. Die Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens. In: Gian Enrico Rusconi, Thomas Schlemmer, Hans Woller (Hrsg.): Schleichende Entfremdung? Deutschland und Italien nach dem Fall der Mauer. Oldenbourg, München 2009, S. 103–114, hier S. 103 f. und 106.
  7. Werner Daum: Die Neuere Geschichte Italiens im Internet. In: Risorgimento.info, zuletzt aktualisiert am 1. Januar 2016. Siehe auch Institutsgeschichte, Bibliographische Informationen zur neuesten Geschichte Italiens und Storia e Critica in: DHI-Roma.it.
  8. Michael Matheus: Die Wiedereröffnung des Deutschen Historischen Instituts 1953 in Rom. Transalpine Akteure zwischen Unione und Nation. In: Ulrich Pfeil (Hrsg.): Die Rückkehr der deutschen Geschichtswissenschaft in die „Ökumene der Historiker“. Ein wissenschaftsgeschichtlicher Ansatz. Oldenbourg, München 2008, S. 91–113, hier S. 113 (PDF).
  9. Jiří Pešek, Nina Lohmann: Das Deutsche Historische Institut in Rom im Gespräch I: Direktor Prof. Dr. Michael Matheus. In: Acta Universitatis Carolinae – Studia Territorialia. Band 11, 2011, Nr. 3–4, S. 105–138, hier S. 115 und 117 (PDF).
  10. a b Lutz Klinkhammer: Zeitgeschichtliche Exzellenzforschung und zeitgenössische Wahrnehmungsstörungen. In: Gian Enrico Rusconi, Thomas Schlemmer, Hans Woller (Hrsg.): Schleichende Entfremdung? Deutschland und Italien nach dem Fall der Mauer. Oldenbourg, München 2009, S. 93–102, hier S. 94.
  11. Christof Dipper, Wolfgang Schieder: Zu dieser Auswahl. In: Italienbilder – Deutschlandbilder. Gesammelte Aufsätze (= Italien in der Moderne. Band 6). SH, Köln 1999, ISBN 3-89498-073-7, S. 7–8, hier S. 7.
  12. Malte König: Die „Achse“ im Krieg. Politik, Ideologie und Kriegführung 1939–1945. 13.04.2005–15.04.2005. In: H-Soz-Kult, 6. Juli 2005. Abgerufen am 9. Mai 2019; Ankündigung Deutsch-Italienisches Symposium: „Die italienische Medien-Demokratie. Zur Geschichte politischer Inszenierungen und inszenierter Politik im Medienzeitalter“ am Italien-Zentrum der Universität Stuttgart, 23.–24. Juni 2005. Abgerufen am 20. Juli 2019.
  13. Petra Terhoeven: Einleitung. In: dies. (Hrsg.): Italien, Blicke. Neue Perspektiven auf die italienische Geschichte des späten 19. und 20. Jahrhunderts. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, S. 7–21, hier S. 9, Fn. 6.
  14. Christof Dipper, Wolfgang Schieder: Zu dieser Auswahl. In: Dies. (Hrsg.): Italienbilder – Deutschlandbilder. Gesammelte Aufsätze (= Italien in der Moderne. Band 6). SH, Köln 1999, ISBN 3-89498-073-7, S. 7–8, hier S. 7.
  15. Siehe etwa Jens Petersen: Der italienische Adel von 1861 bis 1946. In: Hans-Ulrich Wehler (Hrsg.): Europäischer Adel 1750–1950. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1990, S. 243–260; ders.: Kontinuität und Verdrängung. Kunst des italienischen Faschismus nach 1945. In: Hans-Jörg Czech, Nikola Doll (Hrsg.): Kunst und Propaganda im Streit der Nationen 1930–1945. Sandstein, Dresden 2007, S. 444–449. Weitere unselbstständige Schriften Petersens sind nachgewiesen bei Hans Woller: Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert. C. H. Beck, München 2010, S. 466, und ders.: Mussolini: Der erste Faschist. 2., korrigierte Auflage. C. H. Beck, München 2016, S. 386.
  16. Lutz Klinkhammer, Amadeo O. Guerazzi, Thomas Schlemmer: Der Krieg der „Achse“ – zur Einführung. In: Dies. (Hrsg.): Die „Achse“ im Krieg. Politik, Ideologie und Kriegführung 1939–1945 (= Krieg in der Geschichte. Band 64). Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 11–31, hier S. 11.
  17. Siehe auch die Rezension Günther Wollensteins in: Militärgeschichtliche Mitteilungen. Band 15, Heft 1, Juni 1974, S. 251–253, hier S. 251.
  18. Andreas Hillgruber: [Rezension zu Petersen: Hitler-Mussolini]. In: Historische Zeitschrift. Band 219, 1974, S. 695–698.
  19. Lájos Kerekes: Rezension. In: Acta Historica Academiae Scientiarum Hungaricae. Band 21, 1975, Nr. 1/2, S. 214–216; Alan J. P. Taylor: Rezension. In: Revue belge de philologie et d’histoire. Band 52, 1974, Nr. 3, S. 703–705 (online); Wolfgang Schieder: Adolf Hitler – Politischer Zauberlehrling Mussolinis. Walter de Gruyter, Berlin, Boston 2017, S. 90.
  20. Wolfgang Schieder: Das Bündnis Hitler-Mussolini. Antriebe und Spannungen der faschistischen Allianz. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Januar 1974, S. 10 (Zitat von ebenda); Günther Wollenstein: Rezension. In: Militärgeschichtliche Mitteilungen. Band 15, Heft 1, Juni 1974, S. 251–253, hier S. 252; Hans W. Gatzke: Rezension. In: The American Historical Review. Band 79, Heft 3, Juni 1974, S. 79 (Digitalisat).
  21. Jens Petersen: Hitler, Mussolini: Die Entstehung der Achse Berlin – Rom 1933–1936 (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 43). Niemeyer, Tübingen 1973, ISBN 3-484-80064-X, S. 502.
  22. Neben der im Folgenden zitierten Rezension Hillgrubers so auch der Grundtenor bei Hans W. Gatzke: Rezension. In: The American Historical Review. Band 79, Heft 3, Juni 1974, S. 79 (Digitalisat); Wolfgang Schieder: Das Bündnis Hitler-Mussolini. Antriebe und Spannungen der faschistischen Allianz. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Januar 1974, S. 10; Günther Wollenstein: Rezension. In: Militärgeschichtliche Mitteilungen. Band 15, Heft 1, Juni 1974, S. 251–253, sowie [E. R.]: Rezension. In: Studi Storici. Band 15, Heft 1, Januar–März 1974, S. 222.
  23. Manfred Funke: „Die Achse“ – Wunsch und Wirklichkeit. Hohn für die Teutonen. War das Bündnis zwischen Hitler und Mussolini zwangsläufig? In: Die Zeit, 11. Januar 1974; Stephen Corrado Azzi: The Historiography of Fascist Foreign Policy. In: The Historical Journal. Band 36, Heft 1, März 1993, S. 187–203, hier S. 200.
  24. Andreas Hillgruber: [Rezension zu Petersen: Hitler-Mussolini]. In: Historische Zeitschrift. Band 219, 1974, S. 695–698.
  25. Der Tagesspiegel, 12. Juli 1984 [1974?], zitiert nach der Buchvorstellung (Memento vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive) bei De Gruyter.
  26. Hans Woller: Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert. C. H. Beck, München 2010, S. 104.
  27. Siehe die Veröffentlichungen Jens Petersen: Deutschland und Italien im Sommer 1935. Der Wechsel des italienischen Botschafters in Berlin. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. Band 20, 1969, S. 330–341; ders.: Italien in der außenpolitischen Konzeption Hitlers. In: Knut Jürgensen, Reimer Hansen (Hrsg.): Historisch-politische Streiflichter. Geschichtliche Beiträge zur Gegenwart. Wachholtz, Neumünster 1971, S. 206–220; ders.: Gesellschaftssystem, Ideologie und Interesse in der Außenpolitik des faschistischen Italien. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 54, 1974, S. 428–470 (PDF); ders.: Die Außenpolitik des faschistischen Italien als historiographisches Problem. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Band 22, 1974, S. 417–457 (PDF); ders.: Vorspiel zu „Stahlpakt“ und Kriegsallianz. Das deutsch-italienische Kulturabkommen vom 23. November 1938. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Band 36, 1988, S. 41–77 (PDF); ders.: Die Stunde der Entscheidung. Das faschistische Italien zwischen Mittelmeerimperium und neutralistischem Niedergang. In: Helmut Altrichter, Josef Becker (Hrsg.): Kriegsausbruch 1939. Beteiligte, Betroffene, Neutrale. C. H. Beck, München 1989, S. 131–152; ders.: Die Außenpolitik Italiens von der Staatsgründung bis zur Gegenwart. In: Neue Politische Literatur. Band 38, 1993, S. 73–80.
  28. Jens Petersen: Elettorato e base sociale del fascismo italiano negli anni venti. In: Studi Storici. Band 16, Nr. 3, Juli–September 1975, S. 627–669. Siehe auch Jens Petersen: Wählerverhalten und soziale Basis des Faschismus in Italien zwischen 1919 und 1928. In: Wolfgang Schieder (Hrsg.): Faschismus als soziale Bewegung. 2. Auflage, Göttingen 1983, S. 119–156.
  29. Jens Petersen: La nascita del concetto di Stato totalitario in Italia. In: Annali dell’Istituto storico italo-germanico di Trento. Band 1, 1975, S. 143–168; ders.: Die Entstehung des Totalitarismusbegriffs in Italien. In: Manfred Funke (Hrsg.): Totalitarismus. Ein Studien-Reader zur Herrschaftsanalyse moderner Diktaturen. Düsseldorf 1978, S. 105–128. Wieder abgedruckt in: Eckhard Jesse (Hrsg.): Totalitarismus im 20. Jahrhundert. Eine Bilanz der internationalen Forschung. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1999, ISBN 3-7890-5954-4, S. 95–117. Siehe auch Hans Meier: „Totalitarismus“ und politische Religionen. Konzepte des Diktaturvergleichs. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Band 43, 1995, S. 387–405 (PDF), hier S. 392; Clemens Vollnhals: Der Totalitarismusbegriff im Wandel. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Jahrgang 39, 2006 (online).
  30. Uwe Backes, Günther Heydemann: Einleitung der Herausgeber. In: Luigi Sturzo: Über italienischen Faschismus und Totalitarismus. Herausgegeben von Uwe Backes und Günther Heydemann, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2018, S. 7–49, hier S. 24.
  31. Jens Petersen: Faschismus und Industrie in Italien 1919-1929. In: Gesellschaft. Beiträge zur Marxschen Theorie. Band 7, 1976, S. 133–177.
  32. Jens Petersen: Das Problem der Gewalt im italienischen Faschismus, 1919–1925. In: Wolfgang J. Mommsen, Georg Hirschfeld (Hrsg.): Sozialprotest, Gewalt, Terror. Gewaltanwendung durch politische und gesellschaftliche Randgruppen im 19. und 20. Jahrhundert (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London. Band 10). Klett-Cotta, Stuttgart 1982, S. 325–349 (italienisch: Il problema della violenza nel fascismo italiano. In: Storia contemporanea, Band 13 (1982), S. 985–1008). Siehe auch Jens Petersen: Kriminalität und politische Gewalt im faschistischen Italien. Ein deutscher Blick auf ein italienisches Problem. In: Michael Matheus, Sigrid Schmitt (Hrsg.): Kriminalität und Gesellschaft in Spätmittelalter und Neuzeit (= Mainzer Vorträge. Band 8). Franz Steiner, Stuttgart 2005, S. 119–134 (online, abgerufen am 9. April 2019).
  33. Giorgio Amendola: Der Antifaschismus in Italien. Ein Interview von Piero Melograni. Mit einem Nachwort von Jens Petersen. Klett-Cotta, Stuttgart 1977; Renzo De Felice: Der Faschismus. Ein Interview von Michael A. Leeden. Mit einem Nachwort von Jens Petersen. Klett-Cotta, Stuttgart 1977.
  34. Jens Petersen: Faschismus als Vergangenheit. Streit der Historiker in Italien und Deutschland. In: Walter H. Pehle (Hrsg.): Der historische Ort des Nationalsozialismus. Frankfurt am Main 1990, S. 135–154.
  35. Jens Petersen: Referat. In: Der italienische Faschismus. Probleme und Forschungstendenzen. Oldenbourg, München / Wien 1983, S. 13–43.
  36. Jens Petersen: Referat. In: Der italienische Faschismus. Probleme und Forschungstendenzen. Oldenbourg, München / Wien 1983, S. 13–43, hier S. 25. Siehe auch Ernst Noltes Rezension in: Historische Zeitschrift. Band 240, Heft 2, April 1985, S. 469–471, hier S. 470; Gerulf Hirt: Rezension zu: Schieder, Wolfgang: Mythos Mussolini. Deutsche in Audienz beim Duce. In: H-Soz-Kult, 2. August 2013.
  37. Jens Petersen: Risorgimento und italienischer Einheitsstaat im Urteil Deutschlands nach 1860. In: Historische Zeitschrift. Band 234, 1982, S. 63–99.
  38. Jens Petersen: Alfred von Reumont und Italien. In: Italienbilder – Deutschlandbilder. Gesammelte Aufsätze (= Italien in der Moderne. Band 6). SH, Köln 1999, ISBN 3-89498-073-7, S. 9–34 (erstmals veröffentlicht in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 1986).
  39. Jens Petersen: Rom als Hauptstadt des geeinten Italien 1870–1914. Politische und urbanistische Aspekte. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 64, 1984, S. 261–283.
  40. Jens Petersen: Jugend und Jugendprotest im faschistischen Italien. In: Dieter Dowe (Hrsg.): Jugend und Generationenkonflikt in Europa im 20. Jahrhundert. Deutschland, England, Frankreich und Italien im Vergleich. Bonn 1986, S. 199–208.
  41. Jens Petersen: Deutschland, Italien und Südtirol 1938–1940. In: Klaus Eisterer, Rolf Steininger (Hrsg.): Die Option. Südtirol zwischen Faschismus und Nationalsozialismus (= Innsbrucker Forschungen zur Zeitgeschichte. Band 5). Innsbruck 1989, ISBN=3-85218-059-7, S. 127–150.
  42. Jens Petersen: Die Organisation der Deutschen Propaganda in Italien 1939–1943. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 70, 1990, S. 513–555.
  43. Siehe auch Jens Petersen: Italien nach dem Faschismus. Eine Gesellschaft zwischen postnationaler Identität und europäischer Integration. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Jahrgang 39, 1988, S. 12–23.
  44. Jens Petersen: Deutschland und der Zusammenbruch des Faschismus in Italien im Sommer 1943. In: Militärgeschichtliche Mitteilungen, Heft 1 (1985), S. 51–69.
  45. Jens Petersen: Der Ort der Resistenza in Geschichte und Gegenwart. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 72, 1992, S. 550–571 (PDF); ders.: Sommer 1943. In: Hans Woller (Hrsg.): Italien und die Großmächte 1943–1949 (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Band 57). Oldenbourg, München 1988, S. 23–48.
  46. Jens Petersen: Cantimori e la Germania. In: Studi Storici. Band 34, Heft 4, 1993, S. 819–825.
  47. Jens Petersen: Geschichte und Gegenwart der Mafia als Problem der Forschung. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 74, 1994, S. 605–645 (PDF).
  48. Jens Petersen: Das deutschsprachige Italienbild nach 1945. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 76, 1996, S. 455–495 (Digitalisat).
  49. Jens Petersen: Wandlungen des italienischen Nationalbewußtseins nach 1945. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 71, 1991, S. 699–748 (PDF).
  50. Jens Petersen: Italien als Republik (1946–1987). In: Michael Seidlmayer: Geschichte Italiens. Vom Zusammenbruch des Römischen Reiches bis zum ersten Weltkrieg (= Kröners Taschenausgabe. Band 341). 2., erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1989, ISBN 3-520-34102-6, S. 499–550.
  51. Vgl. auch Rudolf Lill: Geschichte Italiens in der Neuzeit. 4., durchgesehene Auflage, Darmstadt 1988; Friederike Hausmann: Kleine Geschichte Italiens von 1943 bis zur Ära nach Berlusconi. 7., aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, Wagenbach, Berlin 2006.
  52. Wolfgang Schieder: Italien in der zeitgeschichtlichen Forschung Deutschlands. In: Neue Politische Literatur. Band 38, 1993, S. 373–391, hier S. 375.
  53. Jens Petersen: Die zeitgeschichtlich wichtigen Archive in Italien: Ein Überblick. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 69, 1989, S. 312–378 (PDF); Malte König: Italien. In: Clio Guide. Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften (= Historisches Forum. Band 23). 2., erweiterte und aktualisierte Auflage, Berlin 2018.
  54. Jens Petersen: Introduzione. In: ders. (Hrsg.): L’emigrazione tra Italia e Germania (= Società e cultura. Band 2). Lacaita, Manduria, Bari, Rom 1993, OCLC 36143480, S. 5–10, hier S. 5; ders.: Italia-Germania: percezione, stereotipi, pregiudizi, immagini d’inimicizia. In: Ebenda, S. 199–220.
  55. Arnold Esch, Jens Petersen: Vorwort. In: Arnold Esch, Jens Petersen (Hrsg.): Ferdinand Gregorovius und Italien. Eine kritische Würdigung. Niemeyer, Tübingen 1993 (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 78), S. 5; Jens Petersen: Das Bild des zeitgenössischen Italien in den Wanderjahren von Ferdinand Gregorovius. In: Ebenda, S. 73–96; ders.: Ferdinand Gregorovius als Mitarbeiter der Augsburger „Allgemeinen Zeitung“. Ausgewählte Textbeispiele. In: Ebenda, S. 253–285.
  56. Arnold Esch, Jens Petersen: Einführung. In: Dies. (Hrsg.): Deutsches Ottocento. Die deutsche Wahrnehmung Italiens im Risorgimento (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 94). Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 3-484-82094-2, S. VII–IX, Zitat von S. IX; Jens Petersen: Politik und Kultur Italiens im Spiegel der deutschen Presse. In: Ebenda, S. 1–17, hier insbesondere S. 13.
  57. Lutz Klinkhammer: Der neue „Antifaschismus“ des Gianfranco Fini. In: Petra Terhoeven (Hrsg.): Italien, Blicke. Neue Perspektiven auf die italienische Geschichte des späten 19. und 20. Jahrhunderts. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, S. 257–280, hier S. 257.
  58. Hansjakob Stehle: Italien in der Krise. Nichts bleibt, wie es war. In: Die Zeit, 29. September 1995.
  59. Christof Dipper, Wolfgang Schieder: Zu dieser Auswahl. In: dies. (Hrsg.): Italienbilder – Deutschlandbilder. Gesammelte Aufsätze (= Italien in der Moderne. Band 6). SH, Köln 1999, ISBN 3-89498-073-7, S. 7–8, hier S. 7.
  60. Jens Petersen: Zur Situation der Massenmedien in Italien heute. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken, Band 77, 1997, S. 412–436 (Digitalisat); ders.: Holocaust und Goldhagen-Debatte in Italien. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken, Band 77, 1997, S. 489–496 (Digitalisat).
  61. Romeo hatte 1983 auf der dritten Tagung der Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens in Trier einen Vortrag zu diesem Thema gehalten. Giuseppe Talamo: Il Risorgimento Italiano. Una riflessione sull’unificazione statale nell'Ottocento: lo stato attuale del dibattito storico e politico. In: Arnold Esch, Jens Petersen (Hrsg.): Deutsches Ottocento. Die deutsche Wahrnehmung Italiens im Risorgimento (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Band 94). Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 3-484-82094-2, S. 19–29, hier S. 19. Der Artikel wurde in deutscher Sprache bereits 1984 veröffentlicht (Rosario Romeo: Das Risorgimento in der neueren historiographischen Diskussion. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 64, 1984, S. 345–364).
  62. Jens Petersen: Italienbilder – Deutschlandbilder. Gesammelte Aufsätze (= Italien in der Moderne. Band 6). SH, Köln 1999, ISBN 3-89498-073-7.
  63. Eva-Maria Magel: Rezension: Umwege nach Rom. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 56, 7. März 2000, S. 10.
  64. Siehe etwa Petersens Rezension zu Margrit Esternamm-Juchler: Faschistische Staatsbaukunst. In: Historische Zeitschrift. Band 239, Oktober 1984, S. 448.
  65. Jens Petersen: Im Schußfeld von Bildern und Werbung schreibt es sich schlecht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Juni 1997, S. 38; Jens Petersen: Der kurze Traum zum langen Alptraum. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. April 2001, S. 65.
  66. Siehe etwa Jens Petersen: Staat und Kirche in Italien. In: Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart. Nummer 29 (März 2000), S. 59–67.
  67. Jens Petersen: Italien auf der Suche nach seiner Identität. In: Hagen Keller, Werner Paravicini, Wolfgang Schieder (Hrsg.): Italia et Germania. Liber Amicorum Arnold Esch. Max Niemeyer, Tübingen 2001, S. 11–25.
  68. Jens Petersen: Italianisierung Duetschlands? „Germanizzazione dell'Italia“? Das Bild des anderen in der jeweiligen Selbstrezeption. In: Hans Woller, Gian Enrico Rusconi (Hrsg.): Parallele Geschichte? Deutschland und Italien nach 1945. Duncker & Humblot, Berlin 2006 (= Schriften des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts in Trient, Band 20), S. 55–69.
  69. Jens Petersen: Kriminalität und politische Gewalt im faschistischen Italien. In: Sigrid Schmitt, Michael Matheus (Hrsg.): Kriminalität und Gesellschaft in Spätmittelalter und Neuzeit (= Mainzer Vorträge. Band 8). Franz Steiner, Stuttgart 2005, S. 119–134 (online).
  70. Jens Petersen: La ricerca storica contemporaneistica al Deutsches Historisches Institut – DHI. In: Claudio Pavone (Hrsg.): Storia d’Italia nel secolo ventesimo: strumenti e fonti. Band 2: Istituti, musei e monumenti, bibliografia e periodici, associazioni, finanziamenti per la ricerca (= Pubblicazioni degli archivi di Stato Saggi. Band 87), Rom 2006, S. 189–208 (PDF).
  71. Sergio Romano: Brief an einen jüdischen Freund. Aus dem Italienischen von Martina Kempter. Mit einer Einleitung von Jens Petersen. Landt, Berlin 2007, ISBN 978-3938844076.
  72. Frank-Rutger Hausmann: Rezension: J. Petersen u. a. (Hrsg.): Faschismus und Gesellschaft in Italien. In: H-Soz-Kult, 8. September 1999; Christof Dipper, Wolfgang Schieder: Zu dieser Auswahl. In: Italienbilder – Deutschlandbilder. Gesammelte Aufsätze (= Italien in der Moderne. Band 6). SH, Köln 1999, ISBN 3-89498-073-7, S. 7–8, hier S. 7.
  73. Geschichte Italiens. Neuauflage des „Seidlmayer“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Mai 1989, S. 13.
  74. Hinweis: Italia und Germania. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Dezember 1989, S. 57.
  75. Lutz Klinkhammer: Zeitgeschichtliche Exzellenzforschung und zeitgenössische Wahrnehmungsstörungen. In: Gian Enrico Rusconi, Thomas Schlemmer, Hans Woller (Hrsg.): Schleichende Entfremdung? Deutschland und Italien nach dem Fall der Mauer. Oldenbourg, München 2009, S. 93–102, hier S. 95.
  76. Ernst Nolte: Rezension zu: Der italienische Faschismus. Probleme und Forschungstendenzen. In: Historische Zeitschrift. Band 240, Heft 2, April 1985, S. 469–471, hier S. 470.
  77. Petra Terhoeven: Einleitung. In: dies. (Hrsg.): Italien, Blicke. Neue Perspektiven auf die italienische Geschichte des späten 19. und 20. Jahrhunderts. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, S. 7–21, hier S. 7, Fn. 4 und S. 9, Fn. 6.
  78. Deborah Holmes: Überlegungen zur deutsch-italienischen Biographik im 19. Jahrhundert. In: Bernhard Fetz, Hannes Schweiger (Hrsg.): Die Biographie. Zur Grundlegung ihrer Theorie. De Gruyter, Berlin / New York 2009, S. 441–472, hier S. 441.
  79. Filippo Focardi: Die Unsitte des Vergleichs. Die Rezeption von Faschismus und Nationalsozialismus in Italien und die Schwierigkeiten, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. In: Gian Enrico Rusconi, Hans Woller (Hrsg.): Parallele Geschichte? Italien und Deutschland 1945–2000. Duncker&Humblot, Berlin 2006, S. 107–139, hier S. 107. Focardi verweist insbesondere auf Jens Petersen: Italia-Germania: percezione, stereotipi, pregiudizi, immagini d’inimicizia. In: Jens Petersen (Hrsg.): L’emigrazione tra Italia e Germania (= Società e cultura. Band 2). Lacaita, Manduria, Bari, Rom 1993, OCLC 36143480, S. 199–220, sowie auf Jens Petersen: Quo vadis, Italia? Ein Staat in der Krise (= Beck’sche Reihe. Band 1108). C. H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-39208-3.
  80. Eva-Maria Magel: Rezension: Umwege nach Rom. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 56, 7. März 2000, S. 10.
  81. Jens Petersen. In: Kroener-Verlag.de.
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