Jens Sparschuh

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Jens Sparschuh (links) im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse 2012

Jens Sparschuh (* 14. Mai 1955 in Karl-Marx-Stadt) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Jens Sparschuh wuchs in Ost-Berlin auf. Er legte sein Abitur in Halle (Saale) ab und studierte von 1973 bis 1978 Philosophie und Logik in Leningrad. Von 1978 bis 1983 war er wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität, an der er 1983 zum Doktor der Philosophie promoviert wurde. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Er war engagiert in der Bürgerrechtsbewegung der DDR und Mitglied im „Neuen Forum“. Von 1991 bis 2012 war er sechsmal Gastprofessor am Grinnell-College in den Vereinigten Staaten.

Jens Sparschuh ist Verfasser von Romanen, häufig zu Themen aus der deutschen Geschichte und Literaturgeschichte, sowie von Essays, Gedichten und Hörspielen. Für eine Kolumne im Literaturteil des Tagesspiegels schrieb er über ein Jahrzehnt lang einmal im Monat Rezensionen über aktuelle Hörbücher.

Jens Sparschuh ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Seine Romane, Kinderbücher und Hörspiele sind in bislang zehn Sprachen übersetzt worden.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • Erkenntnistheoretisch-methodologische Untersuchungen zur heuristischen Ausdrucksfähigkeit aussagenlogischer Beweisbegriffe, Dissertation, Berlin 1983
  • Waldwärts, Berlin 1985
  • Der große Coup, Berlin 1987
  • Kopfsprung, Berlin 1989
  • Indwendig, Winsen/Luhe 1990
  • Der Schneemensch, Köln 1993
  • Parzival Pechvogel, Zürich (u.a.) 1994
  • Das Vertreterseminar, Köln 1995
  • Der Zimmerspringbrunnen, Köln 1995
  • Spuren in der Weltwüste, Lichtenfels 1996
  • Ich dachte, sie finden uns nicht, Köln 1997
  • Die schöne Belinda und ihr Erfinder, Zürich 1997
  • Lavaters Maske, Köln 1999
  • Die Elbe, Leipzig 2000 (zusammen mit Jörn Vanhöfen und Walter Kempowski)
  • Stinkstiefel, Zürich 2000
  • Eins zu eins, Köln 2003
  • Silberblick, Köln 2004
  • Vom Tisch, Leipzig 2004
  • Ich glaube, sie haben uns nicht gesucht, Köln 2005
  • Mit Lieschen Müller muss man rechnen, Zürich 2006
  • Schwarze Dame, Köln 2007 ISBN 978-3-462-03913-9
  • Morgens früh um sechs…, Bilderbuch, Rostock 2009
  • Putz- und Flickstunde. Zwei Kalte Krieger erinnern sich, München 2009 (zusammen mit Sten Nadolny) ISBN 978-3-492-05230-6
  • Im Kasten, Köln 2012, ISBN 978-3-462-04417-1
  • Sibylle Prinzessin von Schwanstein, Bilderbuch, Rostock 2012
  • Ende der Sommerzeit, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04616-8
  • Leonhard Cohen: almost young, Text zur Bildbiografie, München 2014, ISBN 978-3-8296-0663-9

Herausgeberschaft[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Boris Hoge: „p = nicht-p“: Russland-Erinnerung im Zeichen der Dekonstruktion in Jens Sparschuhs "Schwarze Dame". In: Ders.: Schreiben über Russland. Die Konstruktion von Raum, Geschichte und kultureller Identität in deutschen Erzähltexten seit 1989. Heidelberg: Winter 2012, S. 260-284.

Weblinks[Bearbeiten]