Jerry Cornelius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jerry Cornelius ist der chamäleonhafte Antiheld mehrerer SF-Pop-Art-Romane des britischen SF- und Fantasy Autors Michael Moorcock.

Der androgyne Dandy Cornelius kann durch die zahllosen Parallelwelten des "Multiversums" reisen, wo er teils bizarre Abenteuer erlebt.

Der erste Jerry-Cornelius-Roman The Final Programme (1968) wurde 1973 mit Jon Finch in der Hauptrolle verfilmt. Moorcock ermutigte andere Autoren (wie zum Beispiel seinen Kollegen Norman Spinrad) sich der Figur frei zu bedienen. Unter anderem veröffentlichte er die freie Verfügbarkeit der Figur für andere Schriftsteller in dem renommierten SF-Magazin New Worlds.[1] 1971 erschien eine Anthologie ("The Nature of the Catastrophe") mit Jerry-Cornelius-Stories von diversen Autoren. Auch der französische Zeichner Moebius verwendete den Charakter in seinem experimentellen SF-Comic Die hermetische Garage des Jerry Cornelius (OT Le garage hermetique, 1979), dem zweiten Band um Major Grubert. Auch der Comicautor Bryan Talbot bediente sich der Figur des Jerry Cornelius und nahm ihn zur Vorlage für die Titelfigur seiner 1987 erschienenen Comicreihe The Adventures of Luther Arkwright.[1]

Auf Deutsch sind unter der Bezeichnung Die Jerry Cornelius Chroniken folgende Romane erschienen:

  1. Miss Brunners letztes Programm (OT: „The Finale Programme") - ISBN 3-404-22034-X
  2. Das Cornelius-Rezept (OT: „A Cure for Cancer") - ISBN 3-404-22036-6
  3. Ein Mord für England (OT: „The English Assassin") - ISBN 3-404-22039-0
  4. Das Lachen des Harlekin (OT: „The Condition of Muzak") - ISBN 3-404-22041-2
  5. Entropie-Tango (OT: „Entropy Tango" und „The Distant Suns“) - ISBN 3-404-22051-X
  6. Die Frage des Alchemisten in Der Opium-General (OT: „The Alchemist's Question“) - ISBN 3-404-24109-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Jeff Vandermeer, S. J. Chambers: The Steampunk Bible. Abrams Image, 2011, ISBN 978-0-8109-8958-0, S. 69-70.