Jerry Maguire – Spiel des Lebens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher TitelJerry Maguire – Spiel des Lebens
OriginaltitelJerry Maguire
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1996
Länge138 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieCameron Crowe
DrehbuchCameron Crowe
ProduktionJames L. Brooks,
Cameron Crowe,
Laurence Mark,
Richard Sakai
MusikNancy Wilson, The Who, Elvis Presley, Neil Young, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Paul McCartney, Rickie Lee Jones u.a.
KameraJanusz Kamiński
SchnittJoe Hutshing
Besetzung

Jerry Maguire – Spiel des Lebens ist ein Film von Regisseur Cameron Crowe, gedreht im Jahr 1996 in den Vereinigten Staaten.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jerry Maguire arbeitet extrem erfolgreich als Sportmanager für das Unternehmen "Sports Management International" (SMI). Nach einer Tirade gegen die Unehrlichkeit und mangelnde Menschlichkeit in dieser Branche und des Unternehmens im Speziellen, die er in sämtliche Postfächer der Angestellten verteilen lässt, wird er entlassen. Daraufhin eröffnet er zusammen mit der Buchhalterin Dorothy Boyd von SMI, die ihm wegen seines Mission Statements aus dem alten Unternehmen folgt, eine eigene Agentur.

Neben dem jungen Football-Megatalent Frank Cushman kann er mit seinem Freund Rod Tidwell noch einen seiner früheren Kunden übernehmen. Dieser ist jedoch sportlich nicht gerade erfolgreich und zudem von einer kaputten Schulter gezeichnet. Er erwartet von Jerry einen neuen Millionenvertrag. Bei einem gemeinsamen Marketingauftritt seiner beiden letzten Kunden kümmert sich Jerry fast nur um den jungen Frank und lenkt die Medienaufmerksamkeit auf ihn, wodurch sich Rod im Stich gelassen fühlt. Doch als Jerry Frank an einen ehemaligen Kollegen verliert, ist er auf Rod angewiesen. Unter diesen Voraussetzungen und der einseitigen Abhängigkeit entwickelt sich im Laufe des Films eine noch engere Freundschaft zwischen den beiden.

Maguire heiratet Boyd. Er ist sich aber nicht sicher, ob er sie wirklich liebt oder sie nur wegen ihrer Loyalität oder wegen ihres jungen Sohns geheiratet hat, mit dem sich Maguire sehr gut versteht. Das Paar legt die Ehe auf Eis.

Jerry bemüht sich nun um Rod und schenkt ihm seine volle Aufmerksamkeit. Der sportliche Erfolg bleibt jedoch weiter aus, worauf sie sich gegenseitig Vorwürfe machen und in ihrem Handeln kritisieren. Bei einem wichtigen Spiel wird Rod erneut eingesetzt, nachdem seine Mannschaft bereits eine erfolgreiche Saison spielt, und schafft prompt einen sensationellen Touchdown. Er bleibt jedoch nach einem Tackle mit anschließendem Überschlag regungslos am Boden liegen. Von den Kameras erfasst, läuft Jerry besorgt zu ihm. Rod ist jedoch nur benommen, steht wieder auf und lässt sich im Stadion als Matchwinner feiern. Jerry und Rod rücken somit wieder als gefragte Persönlichkeiten in den Fokus der Medien.

Jerry Maguire merkt nun, dass ihm seine Frau fehlt und sucht sie zu Hause auf. Sie hat gerade ein paar Freundinnen zu Besuch, vor denen er ihr seine Liebe gesteht und sie um einen Neubeginn bittet. Sie antwortet, dass er sie bereits beim „Hallo“ überzeugt hatte.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde als witzig und romantisch bezeichnet. Die Zeitschrift TV Movie (05/1997) lobte die Regiearbeit von Cameron Crowe und das Spiel von Tom Cruise.

„Dank eines hervorragend aufgelegten Tom Cruise ist dies eine packende Komödie über den Sinn des Lebens. Allerdings erfährt man recht wenig über die Arbeit eines Sportagenten - Cruise könnte ebenso im Finanz-Business tätig sein. Trotzdem präsentiert die Komödie einige gute Sportszenen, die den Zuschauer durchaus mit dem Footballspieler leiden lassen. Gute Nebenfiguren und originelle Details runden das Vergnügen ab.“

Prisma Online

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Academy Awards

  • Bester Hauptdarsteller (Cruise)-Nominierung
  • Bester Schnitt (Hutshing)-Nominierung
  • Bester Film-Nominierung
  • Bestes Originaldrehbuch (Crowe)-Nominierung
  • Bester Nebendarsteller (Gooding Jr.)-Gewonnen

Chicago Film Critics Association

  • Bester Nebendarsteller (Gooding Jr.)-Gewonnen

Directors Guild of America

  • Beste Regie (Crowe)-Nominierung

Golden Globe Awards

  • Bester Hauptdarsteller Spielfilm- Musical oder Komödie (Cruise)-Gewonnen
  • Bester Film Spielfilm- Musical oder Komödie-Nominierung
  • Bester Nebendarsteller Spielfilm- Musical oder Komödie (Gooding Jr.)-Nominierung

Image Awards

  • Bester Nebendarsteller (Gooding Jr.)-Nominierung

Satellite Awards

  • Bester Hauptdarsteller Spielfilm- Musical oder Komödie (Cruise)-Gewonnen
  • Beste Hauptdarstellerin Spielfilm- Musical oder Komödie (Zellweger)-Nominierung
  • Bester Nebendarsteller Spielfilm- Musical oder Komödie (Gooding Jr.)-Gewonnen

Screen Actors Guild

  • Bester Hauptdarsteller (Cruise)-Nominierung
  • Bester Nebendarsteller (Gooding Jr.)-Gewonnen
  • Beste Nebendarstellerin (Zellweger)-Nominierung

Writers Guild of America

  • Bestes Originaldrehbuch (Crowe)-Nominierung

MTV Movie Award 1997

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes
Kritiker [2]
Publikum [2]
Metacritic
Kritiker [3]
Publikum [3]
IMDb [4]

Der Country-Musiker Kenny Chesney brachte 1999 den Song You Had Me from Hello heraus, der auf der Filmzeile beruhte, in der Dorothy sagt: “You had me at ‘hello’.” Die Rockband Bon Jovi benannte auf dem 2002 erschienenen Bounce ebenfalls einen Song You Had Me From Hello nach dieser Zeile.[5]

Einspielergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde ein großer kommerzieller Erfolg und spielte bei 50 Millionen Dollar Produktionskosten 273 Mio. Dollar ein.[6]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Nebenrolle als Teammanager Dennis Wilburn ist der Musiker Glenn Frey von der Band Eagles zu sehen. [7] Einen Cameo-Auftritt als "Jesus of CopyMat" hat der Sänger und Gitarrist Jerry Cantrell von der Band Alice in Chains.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zelluloid.de Filmdetails
  2. a b Jerry Maguire – Spiel des Lebens bei Rotten Tomatoes, abgerufen am 4. März 2015
  3. a b Jerry Maguire – Spiel des Lebens bei Metacritic, abgerufen am 4. März 2015
  4. Jerry Maguire – Spiel des Lebens in der Internet Movie Database (englisch)
  5. MTV News: Bon Jovi Put Post-9/11 Faith, Hope, Energy Into Bounce, 12. September 2007, Zugriff am 4. Juli 2010
  6. Bericht in Boxoffice Mojo (engl.)
  7. Internet Movie Database
  8. boggydepot1998: Jerry Cantrell ( Jerry Maguire 1996 ). 24. August 2009; abgerufen am 12. Mai 2017.