Jesse James, Mann ohne Gesetz

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Filmdaten
Deutscher Titel Jesse James, Mann ohne Gesetz
Originaltitel Jesse James
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1939
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Henry King
Drehbuch Nunnally Johnson
Produktion Nunnally Johnson,
Darryl F. Zanuck
Musik Louis Silvers
Kamera George Barnes,
W. Howard Greene
Schnitt Barbara McLean
Besetzung
Synchronisation

Jesse James, Mann ohne Gesetz (Originaltitel: Jesse James) ist ein US-amerikanischer Western von Regisseur Henry King aus dem Jahr 1939, der die Lebensgeschichte von Jesse James, einem der berühmtesten Outlaws des Wilden Westens, erzählt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eisenbahn erschließt in immer größerem Ausmaß den amerikanischen Kontinent. Die Eisenbahngesellschaften müssen Land von Siedlern und Indianern kaufen, damit sie ihre Gleisstränge vorantreiben können. Die Aufkäufer werden immer skrupelloser. Durch ihre Schuld kommt die Mutter der Brüder Jesse und Frank James ums Leben. Die beiden Brüder schwören der Gesellschaft Rache und rauben mit einer Bande Banken und Züge aus. Ihre Raubzüge werden immer spektakulärer, sodass das Kopfgeld auf Jesse, dem Kopf der Bande, immer höher wird. Zuletzt erliegt einer seiner Freunde dem Reiz des Geldes und tötet Jesse mit einem Schuss in den Rücken.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für anderthalb Wochen übernahm Irving Cummings die Regie, da Henry King durch eine Ohrenentzündung das Bett nicht verlassen konnte.

In einer Szene stürzt ein Pferd von einer Klippe in den Tod. Das Publikum war empört und ließ die American Humane Association den Film (später auch die Fernsehfassung) überprüfen. Es heißt, dass diese Überprüfung dazu beigetragen haben soll, die Zertifizierung „Bei der Herstellung dieses Film wurde kein Tier misshandelt oder getötet.“ herauszubringen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der film-dienst schrieb, dass Jesse James, Mann ohne Gesetz „die heroische Legende, nicht die historische Wahrheit“ wiedergebe. Der Film sei „[m]it Pathos, Sentiment, aber auch mit Humor“ ausgestattet, wodurch „der anspruchsvoll gespielte und effektvoll inszenierte Western aus dem Rahmen [fällt]“.[1] Des Weiteren wurde der Film aufgrund der Tatsache kritisiert, dass nach dem Sprung eines Pferdes mit verbundenen Augen über eine Klippe, das Tier verstarb.[2]

31 Jahre nach der Uraufführung urteilte der Evangelische Filmbeobachter zusammenfassend: „Seiner kraftvollen Inszenierung und guten Besetzung wegen ist der Film auch heute noch des Anschauens wert. Geeignet ab 14 Jahren.“[3]

Deutsche Fassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine deutsche Synchronfassung entstand 1971 für das Fernsehen.[4]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Jesse James Tyrone Power Randolf Kronberg
Frank James Henry Fonda Jürgen Thormann
Marshall Wright Randolph Scott Gert Günther Hoffmann
Zerelda James Nancy Kelly Marianne Lutz
Major Cobb Henry Hull Friedrich W. Bauschulte
Robert Ford John Carradine Horst Keitel
Runyan J. Edward Bromberg Gerd Duwner
Barshee Brian Donlevy Heinz Petruo
Mrs. Samuels Jane Darwell Ursula Krieg

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde 1940 von Fritz Lang unter dem Titel Rache für Jesse James fortgesetzt. Die Rolle des Frank James übernahm erneut Henry Fonda.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marcus Stiglegger in Filmgenres – Western. Hrsg. von Thomas Koebner. Reclam junior, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-018402-9; S. 81–85.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jesse James, Mann ohne Gesetz. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. Stefan Volk: Tod vor laufender Kamera. In: Spiegel online, 7. Oktober 2014.
  3. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 278/1970.
  4. Jesse James, Mann ohne Gesetz. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 9. April 2017.