Jessica Lange

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Jessica Lange (2008)
Signatur

Jessica Phyllis Lange (* 20. April 1949 in Cloquet, Minnesota) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie feierte ab 1976 große Erfolge in Film, Fernsehen und Theater und gehört zu den am meisten ausgezeichneten Schauspielerinnen der modernen Zeit. So ist sie unter anderem zweifache Oscar-Preisträgerin, erhielt fünfmal den Golden Globe, dreimal den Emmy und einen Tony Award.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange studierte an der University of Minnesota, bevor sie nach Paris ging, um dort die Schauspielkunst zu erlernen. 1973 kam sie zurück in die USA. Drei Jahre später gab sie ihr Schauspieldebüt in Dino De Laurentiis’ Film King Kong und wurde sogleich mit dem Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. 1983 war sie zweimal für den Oscar nominiert, zum einen für Frances mit Sam Shepard, zum anderen für Tootsie mit Dustin Hoffman, für den sie mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Drei weitere Male war sie nominiert. So für Country (nominiert 1985), Sweet Dreams (nominiert 1986) und Music Box – Die ganze Wahrheit (nominiert 1990), bis sie 1995 ihren zweiten Oscar für Operation Blue Sky erhielt. 1992 gab Jessica Lange an der Seite von Alec Baldwin ihr Broadway-Debüt in Tennessee WilliamsA Streetcar Named Desire.

Von 2011 bis 2015 war sie in American Horror Story und damit zum ersten Mal in einer Fernsehserie zu sehen. Nach eigenem Bekunden hatte sie schon zuvor Angebote für Serien, wollte sich aber nicht über einen zu langen Zeitraum verpflichten. Die eher niedrige Anzahl der Folgen in der Serie gab für sie den Ausschlag, sich in dieser Form ins Horror-Genre vorzuwagen.[1] Für ihre Darstellung wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem Emmy in den Jahren 2012 und 2014. 2016 erhielt Lange für ihre Darstellung der drogensüchtigen Mary Tyrone in dem Broadway-Revival von Eugene O’Neills Theaterstück Long Day’s Journey Into Night jeweils den Tony Award und den Drama Desk Award als beste Hauptdarstellerin.

Jessica Lange war von 1982 bis 2010 mit dem Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler Sam Shepard liiert.[2] Aus der Beziehung gingen zwei Kinder hervor. Aus ihrer früheren Beziehung mit dem Tänzer Mikhail Baryshnikov ging die Tochter Shura Baryshnikov hervor, die ebenfalls Tänzerin wurde.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar

  • 1983: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Frances
  • 1983: Auszeichnung in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für Tootsie
  • 1985: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Country
  • 1986: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Sweet Dreams
  • 1990: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Music Box – Die ganze Wahrheit
  • 1995: Auszeichnung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Operation Blue Sky

British Academy Film Award

Emmy

  • 1996: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Special für A Streetcar Named Desire
  • 2003: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Film für Normal
  • 2009: Auszeichnung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Film für Grey Gardens
  • 2012: Auszeichnung in der Kategorie Beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für American Horror Story: Murder House
  • 2013: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Film für American Horror Story: Asylum
  • 2014: Auszeichnung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für American Horror Story: Coven
  • 2015: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für American Horror Story: Freak Show
  • 2017: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Mini-Serie für Feud
  • 2019: Nominierung in der Kategorie Beste Gastdarstellerin in einer Dramaserie für American Horror Story: Apocalypse

Golden Globe Award

  • 1977: Auszeichnung in der Kategorie Beste Nachwuchsdarstellerin für King Kong
  • 1983: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Frances
  • 1983: Auszeichnung in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für Tootsie
  • 1985: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Country
  • 1990: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Music Box – Die ganze Wahrheit
  • 1993: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für O Pioneers!
  • 1995: Auszeichnung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Operation Blue Sky
  • 1996: Auszeichnung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für A Streetcar Named Desire
  • 1998: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Tausend Morgen
  • 2004: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für Normal
  • 2009: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für Grey Gardens
  • 2012: Auszeichnung in der Kategorie Beste Nebendarstellerin – Serie, Mini-Serie oder TV-Film für American Horror Story
  • 2013: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder TV-Film für American Horror Story
  • 2014: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder TV-Film für American Horror Story
  • 2015: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder TV-Film für American Horror Story
  • 2018: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder TV-Film für Feud

Screen Actors Guild Award

Saturn Awards

  • 2012: Nominierung in der Kategorie Beste TV-Hauptdarstellerin für American Horror Story
  • 2013: Nominierung in der Kategorie Beste TV-Nebendarstellerin für American Horror Story
  • 2014: Nominierung in der Kategorie Beste TV-Hauptdarstellerin für American Horror Story
  • 2015: Nominierung in der Kategorie Beste TV-Hauptdarstellerin für American Horror Story

Tony Award

Goldene Himbeere

Boston Society of Film Critics Award

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jessica Lange – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Lange vom Oktober 2011, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  2. Zach Johnson: Rep: Jessica Lange and Sam Shepard Have Separated. usmagazine.com, 19. Dezember 2011, abgerufen am 28. Dezember 2011.
  3. Katherine Cusumano: Anna Baryshnikov Is Ready to Be a Leading Lady. wmagazine.com, 16. November 2016.