Jessica Lange

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die amerikanische Filmschauspielerin; zur deutschen Hörfunk- und Fernsehmoderatorin siehe Jessica Lange (Moderatorin)
Jessica Lange 2014

Jessica Lange (* 20. April 1949 in Cloquet, Minnesota) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie feierte seit 1976 große Erfolge in Film, Fernsehen und Theater und gehört zu den am meisten ausgezeichneten Schauspielerinnen der modernen Zeit. So ist sie unter anderem zweifache Oscar-Preisträgerin, erhielt fünfmal den Golden-Globe- und dreimal den Emmy-Award.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange studierte an der University of Minnesota, bevor sie nach Paris ging, um dort die Schauspielkunst zu erlernen. 1973 kam sie zurück in die USA. Drei Jahre später gab sie ihr Schauspieldebüt in Dino De Laurentiis’ Film King Kong und wurde sogleich mit dem Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. 1983 war sie zweimal für einen Oscar nominiert, zum einen für Frances mit Sam Shepard, zum anderen für Tootsie mit Dustin Hoffman, für den sie mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Drei weitere Male war sie nominiert, bis sie 1995 ihren zweiten Oscar für Operation Blue Sky erhielt. 1992 gab Jessica Lange an der Seite von Alec Baldwin ihr Broadway-Debüt in Tennessee WilliamsA Streetcar Named Desire.

Von 2011 bis 2015 war sie in American Horror Story und damit zum ersten Mal in einer Fernsehserie zu sehen. Nach eigenem Bekunden hatte sie schon zuvor Angebote für Serien, wollte sich aber nicht über einen zu langen Zeitraum verpflichten. Die eher niedrige Anzahl der Folgen in der Serie gab für sie den Ausschlag, sich in dieser Form ins Horror-Genre vorzuwagen.[1] Für ihre Darstellung wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem Emmy in den Jahren 2012 und 2014. 2016 erhielt Lange für ihre Darstellung der drogensüchtigen Mary Tyrone in dem Broadway-Revival von Eugene O’Neills Theaterstück Long Day's Journey Into Night jeweils den Tony Award und den Drama Desk Award als beste Hauptdarstellerin.

Jessica Lange war von 1982 bis 2010 mit dem Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler Sam Shepard liiert.[2] Aus der Beziehung gingen zwei Kinder hervor. Jessica Lange hat außerdem eine Tochter aus einer früheren Beziehung mit dem Tänzer Mikhail Baryshnikov.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar

1983: nominiert als beste Hauptdarstellerin in Frances
1983: ausgezeichnet als beste Nebendarstellerin in Tootsie
1985: nominiert als beste Hauptdarstellerin in Country
1986: nominiert als beste Hauptdarstellerin in Der süße Traum vom Glück
1990: nominiert als beste Hauptdarstellerin in Music Box – Die ganze Wahrheit
1995: ausgezeichnet als beste Hauptdarstellerin in Operation Blue Sky

British Academy Film Award

1984: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in Tootsie

Emmy

1996: nominiert als „Herausragende Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Special“ in A Streetcar Named Desire
2003: nominiert als „Herausragende Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Film“ in Normal
2009: ausgezeichnet als „Herausragende Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Film“ in Grey Gardens
2012: ausgezeichnet als „Beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm“ in American Horror Story: Murder House
2013: nominiert als „Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Film“ in American Horror Story: Asylum
2014: ausgezeichnet als „Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm“ in American Horror Story: Coven
2015: nominiert als „Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm“ in American Horror Story: Freak Show

Golden Globe Award

1977: ausgezeichnet als beste Nachwuchsdarstellerin in King Kong
1983: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama in Frances
1983: ausgezeichnet als beste Nebendarstellerin in Tootsie
1985: nominiert in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Drama“ in Country
1990: nominiert in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Drama“ in Music Box – Die ganze Wahrheit
1993: nominiert in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm“ in O Pioneers!
1995: ausgezeichnet in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Drama“ in Operation Blue Sky
1996: ausgezeichnet in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm“ in A Streetcar Named Desire
1998: nominiert in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Drama“ in Tausend Morgen
2004: nominiert als „Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm“ in Normal
2009: nominiert in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm“ in Grey Gardens
2012: ausgezeichnet in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin – Serie, Mini-Serie oder TV-Film“ in American Horror Story

Goldene Himbeere

1999: nominiert als schlechteste Schauspielerin in Eisige Stille

Boston Society of Film Critics Award

1982: ausgezeichnet als beste Nebendarstellerin in Tootsie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jessica Lange – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Lange vom Oktober 2011, abgerufen am 14. Oktober 2014
  2. Johnson, Zach: Rep: Jessica Lange and Sam Shepard Have Separated bie usmagazine.com, 19. Dezember 2011 (abgerufen am 28. Dezember 2011).