Jessika Wischmeier

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Jessika Wischmeier (* 1965) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Seit 2019 ist sie Bundesgeschäftsführerin der SPD.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wischmeier hat in Mönchengladbach Abitur gemacht und ist Diplompädagogin.[1]

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren war Wischmeier Juso-Vorsitzende im Bezirk Mittelrhein und Mitglied im SPD-Bezirksvorstand Mittelrhein.[2][3] Auf dem SPD-Parteitag in Bonn im April 1999 war Wischmeier Delegierte des Bezirks Mittelrhein.[4]

Auf dem Juso-Bundeskongress 1999 in Essen wurde sie zur Bundesgeschäftsführerin gewählt. Sie galt wie der zeitgleich gewählte Bundesvorsitzende Benjamin Mikfeld als Linke.[5][6][7] Beide warben für ein neues Selbstverständnis der Jusos und entwickelten Strategien, wie Jugendliche für die Jusos gewonnen werden können, trafen mit ihren Vorstellungen jedoch auf große Widerstände. Dennoch gelang es ihnen schließlich, dem Juso-Bundeskongress einen entsprechenden Leitantrags-Entwurf vorzulegen.[8]

Wischmeier wurde Leiterin der SPD-Parteischule und Geschäftsführerin des SPD-Wissenschaftsforums. 2002 war sie Mitglied des Wahlkampfteams für Gerhard Schröder.[1]

Seit Mai 2007 leitete Wischmeier das Persönliche Büro des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit.[1][9]

Seit 2013 war Wischmeier Abteilungsleiterin "Mobilisierung" im Willy-Brandt-Haus und war damit an allen wichtigen Meilensteinen der Bundes-SPD aktiv beteiligt. Sie organisierte die Mitgliederbefragung über den Koalitionsvertrag mit der CDU,[10] war Mitglied in den Wahlkampfteams für die Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück und Martin Schulz[11][12] und organisierte 2019 die Mitgliederbefragung für den SPD-Parteivorsitz.[13]

Am 16. Dezember 2019 wurde Jessika Wischmeier zur Bundesgeschäftsführerin der SPD im Willy-Brandt-Haus benannt und wurde damit Nachfolgerin von Nancy Böhning.[14][15] Dabei leitete sie gemeinsam mit Lars Klingbeil den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021.[16] Im Dezember 2021 wurde sie in ihrem Amt bestätigt.[17]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit Bettina Kohlrausch, Benjamin Mikfeld: Neue Zeiten denken. Überlegungen zum Verhältnis zwischen Sozialdemokratie und junger Generation. In: Argumente. Beiträge zur Zukunftsdiskussion von links. Nr. 2-3, 1999, OCLC 915185775, S. 2–37.
  • Benjamin Mikfeld, Jessika Wischmeier, Christian Hingst, Juliane Seifert (Hrsg.): ZukunftsEntwürfe. Ideenwettbewerb für eine neue Politik. Schüren Verlag, Marburg 2001, ISBN 978-3-89472-178-7.
  • 5 Fragen an ... Jessika Wischmeier. Das Interview führte Thomas Gutsche. In: SPW. Nr. 5, 2009, OCLC 915001898, S. 58–59.
  • Handbuch Ortsvereinsarbeit. SPD-Parteivorstand, Berlin September 2013, OCLC 1269390630.
  • Mit Benjamin Mikfeld: Handbuch Rechtsextremismus. Bundesverband der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD, Berlin, OCLC 836813084.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Auf sie hört der Regierende Bürgermeister. In: Der Tagesspiegel Online. 4. August 2007, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 12. Dezember 2021]).
  2. Jessika Wischmeier: Eine Chance für die Jugend? Zeitschrift für Sozialistische Politik und Wirtschaft, Juni 1996, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  3. Ablauf des Projektes „Generation X – Ohne Moos nix los!“ | Das Sozialistische Forum Rheinland. sozialistischer forum rheinland, 1997, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  4. Protokoll. Parteitag Bonn. 12. April 1999. Verantwortung. Vorstand der SPD, Bonn, 1999, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  5. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 239 f.
  6. Aktuelle Entwicklungen bei den Jusos im Bezirk Mittelrhein. Das Sozialistische Forum Rheinland, 18. Oktober 2012, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  7. Autoren. Berliner Republik. Das Debatten-Magazin, Mai 2017, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  8. Spannungen im Bundesvorstand: Jusos suchen neue Orientierung. rp-online, 29. Mai 2000, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  9. Organigramm der Senatskanzlei Berlin. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Februar 2010, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  10. Jessika Wischmeier. Focus online, 7. Dezember 2013, abgerufen am 11. Dezember 2021.
  11. Veit Medick: Steinbrück bringt Ordnung in sein Team. t-online, 8. März 2013, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  12. Erst 18 und schon ein Mythos - Serie zu Parteizentralen. politik&kommunikation, 7. November 2017, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  13. Wie macht man das Willy-Brandt-Haus kampagnenfähig, Jessika Wischmeier? The Talking Red, 23. Januar 2020, abgerufen am 11. Dezember 2021.
  14. SPD: Ahnen und Pähle zusätzlich in SPD-Präsidium gewählt. In: Die Welt. 16. Dezember 2019 (welt.de [abgerufen am 11. Dezember 2021]).
  15. Unser Platz in der SPD: SPD Ortsverein Gau-Odernheim. Abgerufen am 12. Dezember 2021.
  16. Jessika Wischmeier: Das Willy-Brandt-Haus: mit Herzblut und Teamgeist für die SPD. vorwärts, 12. November 2021, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  17. Gespräch mit Jessika Wischmeier. Abgerufen am 12. Dezember 2021.