Jesus von Nazareth (Werk von Papst Benedikt XVI.)

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Autor Papst Benedikt XVI. 2006

„Jesus von Nazareth“ ist der Titel des dreibändigen theologischen Werks von Papst Benedikt XVI., in dessen Zentrum die Gestalt und Botschaft von Jesus Christus, die innere Mitte des christlichen Glaubens, steht. Aus Sicht des Autors werden die historisch vielschichtigen Überlieferungen der vier kanonischen Evangelien als eine von innen her zusammenhängende Botschaft gelesen, analysiert und kommentiert.

In der Trilogie entfaltet Papst Benedikt XVI. eine neuartige Bibelauslegung, die zwei ganz unterschiedliche Methoden von Hermeneutik – die christologisch-kanonische und die historisch-kritische – miteinander verbindet. Einen Schwerpunkt des Werks bildet die Auseinandersetzung mit Bibelauslegern und exegetischen Richtungen aus zwei Jahrhunderten sowie mit der Väterexegese, deren wichtigste Konklusion ist, dass das Jesusbild der Bibel und der „historische Jesus“ identisch seien. Durch singulare historische Methoden würden bloß fragmentarische und verzerrte Jesusgestalten aus dem biblischen Bild abstrahiert, statt „rekonstruiert“. Mit seiner Exegese formt Papst Benedikt XVI. eine eigentliche exegetische Theologie und trägt zur postscriptuellen Schriftwerdung bei. Sein Jesusbuch, das ohne jegliche lehramtlich-dogmatische Absicht geschrieben wurde, will der heutigen Generation Jesus als Gott und Mensch rational und emotional näher bringen.

Die deutsche Originalausgabe der drei Einzelbände, deren Manuskript handschriftlich verfasst wurde, erschien zwischen 2007 und 2012 im Herder Verlag. Die in zahlreiche Sprachen übersetzten weiteren Ausgaben werden von Libreria Editrice Vaticana sowie von RCS Libri S.p.A, Milano, herausgegeben.

Ratzinger-Exegese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ausführliche Angaben zur Ratzinger-Exegese und Bibelauslegung des Buches siehe den Wikipedia-Artikel zum 1. Band:

Einzelbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]