Jezeří

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Jezeří
Jezeří führt kein Wappen
Jezeří (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Ústecký kraj
Bezirk: Most
Gemeinde: Horní Jiřetín
Geographische Lage: 50° 33′ N, 13° 30′ OKoordinaten: 50° 33′ 19″ N, 13° 30′ 16″ O
Einwohner: 0 (2009)
Postleitzahl: 435 43
Kfz-Kennzeichen: U
Teilansicht von Schloss Jezeří

Jezeří (deutsch Eisenberg, davor auch Aysemberg, Ezenberk, Isenberg) ist ein Ortsteil der Gemeinde Horní Jiřetín im Okres Most (Tschechien).

Das ehemalige Dorf befand sich am Fuß des Erzgebirges nordwestlich der Stadt Brüx (heute Most). Bis 1960 war es Bestandteil des Okres Chomutov.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1365, als ein gewisser Herr Nevlas de Lacu alias de Aysemberg, ein Nachkomme der Herren von Ferbenz (tschechisch z Rvenic), vermutlich der Erbauer des Schlosses, erwähnt wurde. Das nächste Mal wird der Ort 1623 erwähnt, als das Schloss und die Höfe des Johann Nikolaus Hochhauser konfisziert wurden. Ab 1727 wohnte der Forstmeister Alexander Gluck, der im Dienst der Herren von Lobkowicz stand, mit seiner Familie am Ort. Darunter war auch der Sohn Christoph Willibald, der später ein bedeutender Opernkomponist werden sollte.

Man geht heute davon aus, dass zu Beginn nur das Schloss Jezeří und ein Hof bestand und erst Ende des 18. Jahrhunderts, als die Herren von Lobkowicz die Ländereien innehielten, eine kleine Siedlung mit 16. Häusern entstand. Diese wuchs heran und bereits 1846 wurden 199 Einwohner gezählt, 1910 waren es 231. Mitte des 20. Jahrhunderts sackte der Boden des Dorfes infolge des Kohleabbaus immer mehr ab und die Bewohner mussten umgesiedelt werden. Ende des Jahrhunderts gab es nur noch drei Häuser.

Vom 21. Juni 1943 bis 27. April 1945 während des Zweiten Weltkrieges befand sich im Ort ein Außenlager des KZ Flossenbürg, in dem größtenteils französische Offiziere gefangen gehalten wurden.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jezeří – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Außenlager Eisenberg (Jezeří) Webseite der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Abgerufen am 6. Juli 2016