Jiří Daler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jiří Daler
Medaillenspiegel
Gert Bongers und Jiří Daler (re.) gewannen 1967 bei der Bahn-WM Gold und Bronze in der Einerverfolgung
Gert Bongers und Jiří Daler (re.) gewannen 1967 bei der Bahn-WM Gold und Bronze in der Einerverfolgung

Radsportler

TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold 1964 Tokio Einerverfolgung
UCI-Logo UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
Silber 1966 Frankfurt am Main Einerverfolgung
Bronze 1964 Paris Einerverfolgung
Bronze 1965 San Sebastián Mannschaftsverf.
Bronze 1966 Frankfurt am Main Mannschaftsverf.
Bronze 1967 Amsterdam Einerverfolgung

Jiří Daler (* 8. März 1940 in Brno) ist ein ehemaliger tschechischer Radsportler, der für die Tschechoslowakei startete und besonders im Bahnradsport erfolgreich war.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daler startete für den Verein Favorit Brno.[1] Sein internationales Debüt hatte Daler bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 1962 im 100-km-Mannschaftszeitfahren, wo er den neunten Platz erreichte. 1963 stand er im tschechischen Team der Amateurrundfahrt Tour de l’Avenir. Bei den Olympischen Sommerspielen 1964 in Tokio gewann er die Goldmedaille in der 4000-Meter-Einerverfolgung und erreichte in der Mannschaftsverfolgung den fünften Platz, hinzu kam Platz 67 im Straßenrennen. Bei UCI-Bahn-Weltmeisterschaften gewann er insgesamt fünf Medaillen in der Einer- und Mannschaftsverfolgung. 1968 nahm Daler in Mexiko-Stadt wiederum an Olympischen Spielen teil, scheiterte jedoch in der Einerverfolgung bereits in der Qualifikation; mit der Mannschaft wurde er wiederum Fünfter. 1969 und 1970 war Daler Profi im Straßenradsport und bestritt kleinere Rundfahrten und Eintagesrennen in Frankreich, ohne jedoch einen Sieg zu erzielen. Er startete 1969 im belgischen Zolder bei den UCI-Weltmeisterschaften im Straßenrennen als einziger Berufsfahrer seines Landes und wurde 49. des Rennens.[2]

Er war der erste tschechoslowakische Fahrer, der nach Westeuropa ging, Berufsfahrer wurde und sogar einige Sechstagerennen bestritt. Nach seiner Laufbahn als Berufsfahrer kehrte er in seine Heimat zurück.

Berufliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daler absolvierte eine Ausbildung zum Elektrotechniker.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daler wurde 1966 und 1967 Gewinner der jährlichen Umfrage zum Král cyklistiky (Radsportkönig) des Radsportverbandes Československý svaz cyklistiky.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Deutscher Radsport-Verband der DDR (Hrsg.): Der Radsportler. Nr. 6/1965. Berlin, S. 7.
  2. Helmer Boelsen: Die Geschichte der Rad-Weltmeisterschaft. Covadonga, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-936973-33-4, S. 221.
  3. Král cyklistiky. Abgerufen am 8. April 2019 (tschechisch).