Jim Hogan

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Dieser Artikel behandelt einen irisch-britischen Läufer; für den englischen Fußballspieler und -trainer James Hogan siehe Jimmy Hogan.
Jim Hogan Leichtathletik
Voller Name James Joseph Hogan
Nation Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Geburtstag 28. Mai 1933
Geburtsort CroomIrland
Größe 176 cm
Gewicht 61 kg
Sterbedatum 10. Januar 2015
Karriere
Disziplin Langstreckenlauf
Medaillenspiegel
Europameisterschaft 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
European Athletic Association Logo.png Europameisterschaft
Gold 1966 Budapest Marathon
 

James Joseph „Jim“ Hogan (* 28. Mai 1933 in Croom im County Limerick; † 10. Januar 2015), geboren als „Jim“ Cregan,[1] war ein Langstrecken- und Marathonläufer, der ursprünglich für Irland startete. 1966 wurde der 1,76 m große und in seiner Wettkampfzeit 61 kg schwere Hogan für das Vereinigte Königreich Europameister.

Karriere[Bearbeiten]

Hogan trat 1962 erstmals international in Erscheinung, als er die Republik Irland bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Belgrad im 10.000-Meter-Lauf vertrat. Er gab allerdings unterwegs auf. Auch bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio gab er über 10.000 Meter auf. Eine Woche nach dem 10.000-Meter-Lauf fand der Olympische Marathonlauf statt. Nach zehn Kilometern bildeten drei Läufer die Spitzengruppe: Abebe Bikila, Ron Clarke und Hogan. Während Clarke dann zurückfiel, konnte Hogan bis zur Mitte des Rennens mit dem späteren Sieger Bikila mithalten. Bei Kilometer 30 lag Hogan mit 40 Sekunden Rückstand weiterhin auf Rang 2, fiel aber weit zurück und gab nach 36 Kilometern auf.

1966 belegte Hogan beim Polytechnic Marathon den zweiten Platz und hatte damit seinen ersten Marathonlauf beendet. Bei der EM in Budapest trat Hogan erstmals nach dem Wechsel seiner Staatsbürgerschaft für das Vereinigte Königreich an. Er wechselte sich in der Spitze lange mit dem Belgier Aurèle Vandendriessche ab, im Ziel hatte Hogan nach 2:20:04 Stunden über anderthalb Minuten Vorsprung auf den Belgier. Am 12. November desselben Jahres stellte er mit 1:32:25,4 h einen Weltrekord über 30.000 m auf, der fast vier Jahre Bestand hatte.[2]

Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt trat Hogan im 10.000-Meter-Lauf an. In der Höhe von über 2000 Metern war er chancenlos und belegte in 31:18,6 Minuten Platz 26 mit fast zwei Minuten Rückstand auf den Sieger Naftali Temu. Nach seinen zwei Aufgaben vier Jahre zuvor ist der 26. Platz von 1968 Hogans einziges Olympiaresultat.

Nach dem Ende seiner Karriere kehrte Hogan nach Irland zurück. In Limerick widmete er sich als Trainer dem Pferderennsport.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896–1996 Track and Field Athletics. Berlin 1999 (publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e.V.)

Weblinks[Bearbeiten]

  • Jim Hogan bei Sporting Heroes
  • Jim Hogan in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ian O’Riordan: Former Olympian Jim Hogan passes away. Nachruf in The Irish Times vom 11. Januar 2015 (englisch, abgerufen am 11. Januar 2015).
  2. All-Time Performances – 30,000 meters Outdoor Track auf arrs.net