Jimmy Barnes

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Jimmy Barnes 2006 in Sydney

Jimmy Barnes (* 28. April 1956 in Glasgow, Schottland; geboren James Dixon Swan), Spitzname Barnesy[1], ist ein australischer Rockmusiker.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Jimmy Barnes vier Jahre alt war, wanderte seine Familie von Schottland nach Australien aus und ließ sich in Adelaide nieder. Ursprünglich hieß er James Swan, seinen neuen Nachnamen hat er von seinem Stiefvater aus der zweiten Ehe seiner Mutter.

Als Jugendlicher spielte er zuerst in einer Band namens Tarkus, bevor er sich mit 17 Jahren als Sänger den Musikern anschloss, die Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre als Cold Chisel über Australien hinaus bekannt wurden. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs trennte sich die Band und Barnes startete sofort eine Solokarriere. Nur wenige Monate, nachdem das letzte Bandalbum im April 1984 auf Platz 1 in Australien gelandet war, veröffentlichte er sein Solodebüt Bodyswerve, das ihn wieder an die Chartspitze zurückbrachte.

Nachdem im Jahr darauf sein zweites Album Working Class Man erneut auf Platz 1 landete, versuchte er an den internationalen Erfolg, den er mit der Band gehabt hatte, anzuknüpfen. In den USA erschien eine Neuzusammenstellung aus seinen ersten beiden Alben unter seinem Namen als Titel und es verpasste nur knapp die Top 100 der Albumcharts, ebenso wie das folgende Album Freight Train Heart, das in Australien seine dritte Nummer eins wurde. Dafür konnte er in den USA zwei Songs in den Hot 100 platzieren. In Europa erschien die Zusammenstellung unter dem Titel A Week Away from Paradise, konnte aber nur vereinzelt Erfolge verzeichnen, zum Beispiel in Schweden, wo dieses und das Nachfolgealbum unter die Top 25 kam.[2]

In Großbritannien hatte Jimmy Barnes nur einen einzigen Hit, eine Coverversion des Easybeats-Songs Good Times aufgenommen zusammen mit der Band INXS, die zudem noch vom Soundtrack des Films The Lost Boys stammt. Sie kam 1987 in die UK-Charts und war in Neuseeland sogar ein Nummer-eins-Hit. Im selben Jahr hatte er mit Too Much Ain't Enough Love auch seinen einzigen Nummer-eins-Song in Australien unter seinen bislang zwölf Top-10-Hits. In den USA war es ein Nummer-3-Hit in den Mainstream-Rock-Charts.

Während er international den Erfolg nicht aufrechterhalten konnte, setzte sich die Serie seiner Top-Alben fort. Mit der Live-LP Barnestorming, Two Fires und Soul Deep setzte er bis 1991 seine Serie von Nummer-eins-Alben fort. Letztgenanntes Album ist eine Reminiszenz an den Soul und R&B der 60er Jahre und enthält Coverversionen alter Hits zum Teil zusammen mit anderen Künstlern. Mit John Farnham nahm er zum Beispiel When Something Is Wrong with My Baby auf, das als Single Platz 3 erreichte. Mit Tina Turner nahm er ihren alten Hit River Deep, Mountain High auf, das zusammen mit einer gemeinsamen Aufnahme von Turners damals aktuellem Hit Simply the Best auf Single erschien. Mit über 600.000 verkauften Exemplaren war Soul Deep Barnes erfolgreichstes Album und das meistverkaufte Album des Jahres in Australien.

Obwohl der Erfolg durch die gesamten 90er Jahre anhielt und auch die folgenden drei Alben wieder alle auf Platz 2 der australischen Charts landeten, brachten ihn sein sorgloser Umgang mit Geld und seine aufwändigen Produktionen und Touren in finanzielle Schwierigkeiten, so dass er Mitte der 90er seinen Besitz verkaufen und zeitweise ins Ausland ziehen musste.

Während seiner ganzen Solozeit gab es immer wieder Gerüchte um eine Wiedervereinigung von Cold Chisel und immer wieder hatten alte Aufnahmen und Zusammenstellungen der Band Erfolg in den Charts. Und 1997 kam es dann tatsächlich zu einer Neuauflage, die zum Nummer-eins-Album The Last Wave of Summer führte. Danach gab es zwar immer wieder den ein oder anderen gemeinsamen Auftritt mit den alten Bandkollegen, aber bereits 1999 setzte Jimmy Barnes seine Solokarriere mit dem Album Love and Fear fort. Im Jahr darauf knüpfte er mit Soul Deeper an das Soulalbum von 1991 an. International war er 2000 mit einem Auftritt bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in Sydney zu sehen. Danach folgte seine erste längere Pause.

Erst 2005 erschien sein nächstes Album Double Happiness, das ausschließlich im Duett eingesungene Lieder enthält, einige davon auch mit seinen eigenen Kindern. In den Albumcharts erreichte er nach dem Best-of-Album Hits 1996 zum achten Mal Platz 1. Und nach 1993 als Mitglied von Cold Chisel wurde er in diesem Jahr auch als Solokünstler in die ARIA Hall of Fame aufgenommen[3].

Trotz einer Herzoperation erschien 2007 wieder ein neues Album Out in the Blue und zwei Jahre später folgte The Rhythm and the Blues. Damit erreichte er zum neunten Mal Platz eins in den australischen Albumcharts, womit er alleiniger Rekordhalter unter den einheimischen Künstlern ist[4].

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1984 Bodyswerve 1 2-fach Platin 300! 300!
1985 For the Working Class Man 1 7-fach Platin 300! 300!
1986 Jimmy Barnes / A Week Away from Paradise 300! 300! 109
(16 Wo.)
in den USA als Jimmy Barnes, in Europa als A Week Away from Paradise veröffentlicht
1987 Freight Train Heart 20 5-fach Platin
(27 Wo.)
5 Platin
(28 Wo.)
104
(15 Wo.)
1990 Two Fires 1 6-fach Platin
(60 Wo.)
1 Platin
(49 Wo.)
300!
1991 Soul Deep 1 9-fach Platin
(36 Wo.)
3 Platin
(33 Wo.)
300!
1993 Heat 2
(24 Wo.)
3 Gold
(13 Wo.)
300!
1993 Flesh and Wood 2
(16 Wo.)
9 Gold
(8 Wo.)
300!
1995 Psyclone 2
(5 Wo.)
38
(6 Wo.)
300!
1999 Love and Fear 22 Gold
(3 Wo.)
300! 300!
2000 Soul Deeper… Songs from the Deep South 3 Platin
(11 Wo.)
15 Gold
(4 Wo.)
300!
2005 Double Happiness 1 Platin
(16 Wo.)
29
(2 Wo.)
300!
2007 Out in the Blue 3 Platin
(8 Wo.)
300! 300!
2009 The Rhythm and the Blues 1 Platin
(15 Wo.)
300! 300!
2010 Rage and Ruin 3 Gold
(9 Wo.)
20
(2 Wo.)
300!
2014 30:30 Hindsight 1 Platin
(24 Wo.)
20
(5 Wo.)
300!
2016 Soul Searchin' 1
(14 Wo.)
300! 300!
2017 Och Aye the G’nu 34
(1 Wo.)
300! 300! mit The Wiggles

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1988 Barnestorming 1 5-fach Platin
(19 Wo.)
1 Platin
(12 Wo.)
300!
Weitere Livealben
  • 1995: Euro Summer '94
  • 2001: Raw / Raw – Live in Concert
  • 2001: Double Jeopardy
  • 2002: Live at the Chapel (Unplugged)
  • 2003: Soul Deeper Live at the Basement
  • 2004: Ride the Night Away – Live Shepherds Bush Empire 2001
  • 2006: Live at Lizottes
  • 2006: Live in London!! August '06
  • 2006: Live in Concert!!
  • 2008: Live at the Sydney Opera House – Max Sessions
  • 2008: Live at the Playroom '84
  • 2009: Live At the Enmore

Kompilationsalbenalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1996 Hits 1 6-fach Platin
(27 Wo.)
300! 300!
Barnes Hits Anthology 300! 3
(22 Wo.)
300!
2003 The Soul Sessions 23
(4 Wo.)
300! 300!
2015 The Best of the Soul Years 3
(6 Wo.)
300! 300!
Weitere Kompilationsalben
  • 2006: In the Heat of the Night
  • 2007: 50
  • 2016: Soul Searchin: 7in Singles Box

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1984 No Second Prize
Bodyswerve
11? 49
(1 Wo.)
300! 300!
1985 Daylight 14 300! 300! 300!
I'd Die to Be with You Tonight
Jimmy Barnes
4 16
(12 Wo.)
300! 300!
1986 Working Class Man
Jimmy Barnes
7 36
(7 Wo.)
300! 74
(8 Wo.)
Ride the Night Away
Jimmy Barnes
40 300! 300! 300!
1987 Good Times
The Lost Boys Soundtrack[6]
2 1
(17 Wo.)
18
(8 Wo.)
47
(13 Wo.)
mit INXS, Coverversion von The Easybeats - Good Times
Too Much Ain't Enough Love
Freight Train Heart
1 4
(13 Wo.)
300! 91
(2 Wo.)
1988 Driving Wheels
Freight Train Heart
300! 19
(15 Wo.)
300! 300!
Waitin' for the Heartache
Freight Train Heart
33
(6 Wo.)
300! 300! 300!
When a Man Loves a Woman
Barnestorming
3
(12 Wo.)
11
(11 Wo.)
300! 300! Coverversion von Percy Sledge - When A Man Loves A Woman
1989 Last Frontier
Barnestorming
31
(4 Wo.)
300! 300! 300!
1990 Lay Down Your Guns
Two Fires
4
(18 Wo.)
12
(16 Wo.)
300! 300!
Let's Make It Last All Night
Two Fires
12
(11 Wo.)
300! 300! 300!
1991 Little Darling
Two Fires
39
(6 Wo.)
300! 300! 300!
When Your Love Is Gone
Two Fires
7
(18 Wo.)
17
(11 Wo.)
300! 300!
Love Is Enough
Two Fires
48
(2 Wo.)
42
(3 Wo.)
300! 300!
I Gotcha
Soul Deep
6
(13 Wo.)
27
(6 Wo.)
300! 300!
When Something Is Wrong with My Baby
Soul Deep
3
(12 Wo.)
6 Gold
(10 Wo.)
300! 300! mit John Farnham
1992 Ain't No Mountain High Enough
Soul Deep
28
(10 Wo.)
45
(3 Wo.)
300! 300!
Simply the Best
Hits
14
(9 Wo.)
11
(10 Wo.)
300! 300! mit Tina Turner, Coverversion von Bonnie Tyler - The Best
1993 Sweat It Out
Heat
11
(5 Wo.)
30
(5 Wo.)
300! 300!
Stand Up
Heat
41
(… Wo.)
300! 300! 300!
Stone Cold
Heat
4
(16 Wo.)
14
(6 Wo.)
300! 300!
Right by Your Side
Heat
43
(3 Wo.)
300! 300! 300!
The Weight
Flesh And Wood
6
(11 Wo.)
41
(3 Wo.)
300! 300! mit den Badloves
1995 Change of Heart
Psyclone
17
(8 Wo.)
31
(4 Wo.)
300! 300!
1996 Lover Lover
Hits
6
(10 Wo.)
13
(6 Wo.)
300! 300!
1997 Never Give You Up 33
(3 Wo.)
300! 300! 300!
2000 Chain of Fools
Soul Deeper ...Songs From The Deep South
15
(4 Wo.)
300! 300! 300!
2005 Twelve Days of Christmas 26
(4 Wo.)
300! 300! 300! als Teil der Dreamtime Christmas All-Stars
Sit on My Knee
Double Happiness
14
(5 Wo.)
300! 300! 300! mit Dallas Crane
Gonna Take Some Time
Double Happiness
31
(5 Wo.)
300! 300! 300! mit Mahalia Barnes
2006 Out of Time
Double Happiness
50
(1 Wo.)
300! 300! 300! mit Tim Rogers
Weitere Singles
  • 1984: Promise Me You'll Call
  • 1995: Come Undone

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 1999: für das Album „Love and Fear“
    • 2010: für das Album „Rage and Ruin“
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 1992: für die Single „When Something Is Wrong with My Baby“[7]
    • 1993: für das Album „Heat“[8]
    • 1994: für das Album „Flesh and Wood“[9]
    • 2000: für das Album „Soul Deeper… Songs from the Deep South“[10]

Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2000: für das Album „Soul Deeper… Songs from the Deep South“
    • 2005: für das Album „Double Happiness“
    • 2007: für das Album „Out in the Blue“
    • 2009: für das Album „The Rhythm and the Blues“
    • 2014: für das Album „30:30 Hindsight“
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 1988: für das Album „Freight Train Heart“[11]
    • 1989: für das Album „Barnestorming“[12]
    • 1991: für das Album „Two Fires“[13]
    • 1992: für das Album „Soul Deep“[14]

2x Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 1998: für das Album „Bodyswerve“

5x Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 1998: für das Album „Freight Train Heart“
    • 1998: für das Album „Barnestorming“

6x Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 1998: für das Album „Two Fires“
    • 2015: für das Album „Hits“

7x Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 1998: für das Album „For the Working Class Man“

9x Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 1997: für das Album „Soul Deep“
Land Silver disc icon.png Silber Gold record icon.svg Gold Platinum disc icon.png Platin Quellen
AustralienAustralien Australien 0 2 45 aria.com.au
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 0 4 4 siehe Einzelnachweise
Insgesamt 0 6 49

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Border Mail: Barnesy back to the Border
  2. Jimmy Barnes in den schwedischen Charts auf Swedishcharts.com
  3. ARIA Hall of Fame
  4. Kathy McCabe: Jimmy Barnes' The Rhythm And The Blues album debts at No. 1 - his ninth number one. In: The Daily Telegraph. 8. September 2009, abgerufen am 8. Mai 2017.
  5. a b c d Chartquellen:
  6. Good Times in The Lost Boys Soundtrack in der Internet Movie Database
  7. NZ Top 40 Album Charts 16. Februar 1992. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  8. NZ Top 40 Album Charts 25. Juli 1993. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  9. NZ Top 40 Album Charts 20. Februar 1994. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  10. NZ Top 40 Album Charts 14. Januar 2001. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  11. NZ Top 40 Album Charts 7. August 1988. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  12. NZ Top 40 Album Charts 16. April 1989. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  13. NZ Top 40 Album Charts 22. Dezember 1991. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  14. NZ Top 40 Album Charts 26. Juli 1992. Abgerufen am 10. Mai 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]