João Souza

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João Souza Tennisspieler
João Souza
João Souza 2014 in Wimbledon
Spitzname: Feijão
Nation: BrasilienBrasilien Brasilien
Geburtstag: 27. Mai 1988
Größe: 193 cm
Gewicht: 92 kg
1. Profisaison: 2006
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Ricardo Acioly
Preisgeld: 1.338.061 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 27:50
Höchste Platzierung: 69 (6. April 2015)
Aktuelle Platzierung: 408
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 27:34
Höchste Platzierung: 70 (7. Januar 2013)
Aktuelle Platzierung: 434
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
1. Oktober 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

João Olavo Soares de Souza (* 27. Mai 1988 in Mogi das Cruzes) ist ein brasilianischer Tennisspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werdegang und Juniorenkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

João Souza begann im Alter von neun Jahren mit dem Tennisspielen. 2005 zog er nach Rio de Janeiro und seitdem trainiert er dort mit Ricardo Acioly, der Ende der 80er Jahre einige ATP-Titel im Doppel gewann und von 1998 bis 2003 Kapitän des brasilianischen Davis-Cup-Teams war. Die Zusammenarbeit führte schnell zu Erfolgen. Auf der Juniorentour gewann konnte Souza einige Turniere im südamerikanischen Raum, wodurch er bis auf Platz 51 der Junioren-Weltrangliste stieg.

2004–2009: Erste Erfolge bei Future- und Challenger-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel dazu spielte Souza schon ab 2004 im Erwachsenenbereich auf Future-Turnieren und wurde nach ersten Matchgewinnen im September 2005 erstmals in der ATP-Weltrangliste geführt. Im Oktober 2006 erreichte er erstmals ein Future-Finale und im Mai 2007 gewann er seinen ersten Future-Titel. Im weiteren Jahresverlauf konnte er zwei weitere Future-Turniere gewinnen, zudem konnte er auch bei Challenger-Turnieren erste Siege feiern. Das Jahr 2007 beendete er auf Platz 313 der Weltrangliste.

2008 gewann Souza zwei weitere Future-Titel und bei Challenger-Turnieren erreichte er dreimal ein Halbfinale. Zudem versuchte er sich in diesem Jahr erstmals für ein Grand-Slam-Turnier zu qualifizieren; er kam jedoch nur bis zur zweiten Qualifikationsrunde. Im Dezember 2008 wurde Souza erstmals in den Top 200 der Weltrangliste geführt.

Im Februar 2009 bekam er zusammen mit seinem Landsmann Ricardo Hocevar eine Wildcard für das ATP-Turnier von Costa do Sauípe. Sie schieden bereits in Runde eins gegen Lucas Arnold Ker und Juan Mónaco aus. Nachdem er im Laufe des Jahres 2009 schon dreimal im Halbfinale eines Challenger-Turniers gescheitert war, konnte Souza im November 2009 in Medellín erstmals ein Finale erreichen. Er verlor es in drei knappen Sätzen gegen den Top-100-Spieler Juan Ignacio Chela. Schon im Mai 2009 hatte Souza in Pereira erstmals einen Challenger-Titel im Doppel gewinnen können.

2010–2011: ATP-Debüt, Challenger-Titel und Einstieg in die Top 100[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2010 konnte er sich in Santiago de Chile erstmals für das Einzel-Hauptfeld eines ATP-Turniers qualifizieren. In der ersten Runde besiegte er sensationell den an Position 7 gesetzten Simon Greul, danach rückte er durch Siege über Pere Riba sowie Alberto Martín bis ins Halbfinale vor. Dort war er gegen den Top-30-Spieler Juan Mónaco chancenlos. Beim folgenden ATP-Turnier in Costa do Sauípe konnte Souza wegen eines Special Exempts ohne Qualifikation im Hauptfeld antreten. Er schied jedoch bereits in der ersten Runde gegen Victor Hănescu aus. Im April 2010 gewann er in Bogotá seinen ersten Challenger-Titel. Dabei besiegte er mit Santiago Giraldo im Halbfinale und Alejandro Falla im Finale die beiden besten kolumbianischen Spieler auf heimischem Boden. Im weiteren Saisonverlauf verpasste Souza immer wieder den Sprung ins Hauptfeld. Dagegen gewann er aber im September 2010 – erneut in Bogotá – durch einen Sieg über Reda El Amrani seinen zweiten Challenger-Titel. Dabei gab er im gesamten Turnierverlauf keinen Satz ab. Nur zwei Wochen später erreichte er erneut ein Finale, er musste sich in Quito jedoch in drei Sätzen dem Lokalmatador Giovanni Lapentti geschlagen geben.

Zu Beginn des Jahres 2011 schied Souza bei der Qualifikation zu den Australian Open bereits in der ersten Runde aus. Beim ATP-Turnier von Santiago de Chile im Februar 2011 besiegte er in der ersten Runde den Top-100-Spieler Pablo Cuevas, verlor aber dann in der zweiten Runde gegen Máximo González. Auch beim folgenden ATP-Turnier in Costa do Sauípe schied Souza in der zweiten Runde aus. Der nächste größere Erfolg gelang ihm im April 2011 beim Challenger-Turnier in Santos, bei dem er zunächst im Halbfinale den Top-100-Spieler Ricardo Mello besiegte und anschließend auch im Finale gegen Diego Junqueira als Sieger vom Platz ging und somit seinen ersten Titel in diesem Jahr gewann. Einen Monat später traf er in Zagreb in einem Challenger-Finale erneut auf Junqueira, diesmal verlor er jedoch in zwei Sätzen. Im Juli 2011 qualifizierte sich Souza für das ATP-Turnier in Gstaad, bei dem er in der ersten Runde in drei Sätzen gegen Frederico Gil verlor. Eine Woche später qualifizierte er sich in Kitzbühel erneut für ein ATP-Turnier; dort erreichte er unter anderem durch einen Sieg über den Top-50-Spieler Pablo Andújar zum zweiten Mal in seiner Karriere ein ATP-Halbfinale. Er unterlag zwar in drei Sätzen dem späteren Turniersieger Robin Haase, stieß aber erstmals in die Top 100 der Weltrangliste vor. Im August 2011 konnte sich Souza bei den US Open erstmals für ein Grand-Slam-Turnier qualifizieren, er schied jedoch in der ersten Hauptrunde gegen Robby Ginepri aus. Beim letzten ATP-Sandplatzturnier der Saison in Bukarest erreichte er noch einmal ein Viertelfinale und besiegte dabei unter anderem den an Position 5 gesetzten Top-50-Spieler Tommy Robredo.

Seit 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er das Vorjahr auf Platz 104 der Weltrangliste beendet hatte, war Souza 2012 bei den Australian Open direkt qualifiziert; er unterlag jedoch in der ersten Runde Matthew Ebden. Im Doppel erreichte er hingegen an der Seite seines Landsmannes Ricardo Mello das Achtelfinale, das sie gegen die späteren Halbfinalisten Robert Lindstedt und Horia Tecău verloren. Beim anschließenden ATP-Turnier in Viña del Mar erreichte Souza nach einem Sieg über den an Position 8 gesetzten Filippo Volandri sowie den ehemaligen Top-10-Spieler Fernando González das Viertelfinale, in dem er gegen Juan Ignacio Chela ausschied.

Im April 2015 erreichte er mit Rang 69 seine bislang beste Weltranglistenposition.

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Im März 2019 wurde Souza wegen Korruptionsvorwürfen von der Tennis Integrity Unit vorläufig gesperrt.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (16)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 11. April 2010 KolumbienKolumbien Bogotá Sand KolumbienKolumbien Alejandro Falla 4:6, 6:4, 6:1
2. 26. September 2010 KolumbienKolumbien Bogotá Sand MarokkoMarokko Reda El Amrani 7:5, 7:66
3. 24. April 2011 BrasilienBrasilien Santos Sand ArgentinienArgentinien Diego Junqueira 6:4, 6:2
4. 16. September 2012 KolumbienKolumbien Cali Sand BrasilienBrasilien Thiago Alves 6:2, 6:4
5. 7. Oktober 2012 EcuadorEcuador Quito Sand FrankreichFrankreich Guillaume Rufin 6:2, 7:64
6. 13. Oktober 2013 BrasilienBrasilien São José do Rio Preto Sand KolumbienKolumbien Alejandro González 7:60, 6:3
7. 5. Januar 2014 BrasilienBrasilien São Paulo Hartplatz KolumbienKolumbien Alejandro González 6:4, 6:4
8. 7. August 2016 ItalienItalien Cortina d’Ampezzo Sand SerbienSerbien Laslo Đere 6:4, 7:64
9. 14. August 2016 ItalienItalien Fano Sand ArgentinienArgentinien Nicolás Kicker 6:4, 6:712, 6:2

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 3. Mai 2009 KolumbienKolumbien Pereira Sand Dominikanische RepublikDominikanische Republik Víctor Estrella KolumbienKolumbien Juan Sebastián Cabal
KolumbienKolumbien Alejandro Falla
6:4, 6:4
2. 23. September 2012 BrasilienBrasilien Campinas Sand BrasilienBrasilien Marcelo Demoliner UruguayUruguay Marcel Felder
ArgentinienArgentinien Máximo González
6:1, 7:5
3. 21. Oktober 2012 BrasilienBrasilien Rio de Janeiro Sand BrasilienBrasilien Marcelo Demoliner PortugalPortugal João Sousa
PortugalPortugal Frederico Gil
6:2, 6:4
4. 28. Oktober 2012 BrasilienBrasilien Porto Alegre Sand BrasilienBrasilien Marcelo Demoliner DeutschlandDeutschland Simon Greul
ItalienItalien Alessandro Motti
6:3, 3:6, [10:7]
5. 9. März 2013 ChileChile Santiago de Chile Sand BrasilienBrasilien Marcelo Demoliner ArgentinienArgentinien Federico Delbonis
ArgentinienArgentinien Diego Junqueira
7:5, 6:1
6. 27. April 2013 BrasilienBrasilien São Paulo Sand BrasilienBrasilien Marcelo Demoliner Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Cerretani
FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert
6:4, 3:6, [10:6]
7. 21. September 2014 EcuadorEcuador Quito Hartplatz BrasilienBrasilien Marcelo Demoliner PeruPeru Duilio Beretta
UruguayUruguay Martín Cuevas
6:4, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 8. Februar 2015 EcuadorEcuador Quito Sand Dominikanische RepublikDominikanische Republik Víctor Estrella DeutschlandDeutschland Gero Kretschmer
DeutschlandDeutschland Alexander Satschko
5:7, 6:73

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: João Souza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brazilian Joao Souza suspended again amid corruption investigation. In: tennis.com. 19. April 2019, abgerufen am 24. Juli 2019 (englisch).