Joachim Hennze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Joachim J. Hennze)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Joachim J. Hennze (* 1957) ist ein deutscher Kunst- und Architekturhistoriker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur im Jahre 1976 in Pforzheim absolvierte er das Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Volkskunde in Erlangen und Freiburg und schloss im Jahre 1982 mit dem Magister Artium ab. 1986 wurde er mit einer Dissertation zur fränkischen Barockbaumeisterfamilie Keller zum Dr. phil. promoviert. 1987 bis 1988 war er für das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg tätig. Ab 1988 war er als wissenschaftlicher Inventarisator am Hohenloher Freilandmuseum Schwäbisch Hall-Wackershofen tätig. Ab 1990 führte er die Konzeption des Museums für Schrauben und Gewinde bei dem Unternehmen Würth in Künzelsau-Gaisbach durch. Ab 1992 war er als Abteilungsleiter für Technik, Wirtschaft und Neckarschifffahrtsgeschichte bei den Städtischen Museen Heilbronn tätig. Seit 2004 ist er Leiter der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Heilbronn.

Er ist Mitglied beim Museumsverband Baden-Württemberg, der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft, dem Historischen Verein Heilbronn, Historischer Verein für Württembergisch-Franken sowie dem International Council of Museums (ICOM).[1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der barocke Umbau der Kapellenkirche in Rottweil, Freiburg 1981.
  • Der barocke Neubau der Stadtpfarrkirche in Aalen. 1765–1767. Ein Hauptwerk Johann Michael Kellers d. J. (1721–1794). In: Ostalb-Einhorn. 15. Jg., 1988, S. 38–43.
  • Die Keller. Eine fränkische Baumeisterfamilie des Barockzeitalters (= Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens Bd. 39). Elwert, Marburg 1990 (= Dissertation. Universität Freiburg im Breisgau, 1986).
  • Schrauben und Gewinde. Museum Würth, Künzelsau 1991.
  • Georg Philipp Wenger (1701–1763). Untertan des deutschen Ordens und Baumeister zwischen Tauber und Neckar. In: Württembergisch-Franken. 75. Jg. 1991, S. 163–193.
  • Zwei Bahnhöfe der späten fünfziger Jahre. Die Empfangsgebäude in Heilbronn und Pforzheim (1958). Idee und Konzeption: Joachim J. Hennze; Redaktion: Karlheinz Fuchs. (= Heilbronner Museumsheft 17). Städtische Museen, Heilbronn 1994.
  • Johann Wolfgang Fichtmayer - Hofbaumeister am Beginn des 18. Jahrhunderts. Seine Arbeiten für die Hohenloher Schlösser Langenburg und Bartenstein sowie für den Deutschen Orden. In: Harald Siebenmorgen (Hrsg.): Hofkunst in Hohenlohe. Thorbecke, Sigmaringen 1996, ISBN 3-7995-7645-2, S. 59–72.
  • Vom wilden Wasser zur Wasserstraße. Oberrhein und Neckar als Hauptschlagadern des Verkehrs zwischen Württemberg, Baden und der Kurpfalz. In: Ralph Röber (Hrsg.): Einbaum, Lastensegler, Dampfschiff. Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1500-6, S. 215–228.
  • Bruckmann-Silber aus Heilbronn. In: Weltkunst. Band 71, 2001, S. 1286.
  • 500 Jahre Heilbronner Architektur (mit Bildern von Bernhard Lattner; in der Reihe Stille Zeitzeugen). Ed. Lattner, Heilbronn 2005, ISBN 3-9807729-6-9.
  • Streng und schön. Evangelische Kirchen des Landkreises Heilbronn im Stilwandel des 19. Jahrhunderts. In: Heilbronnica. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte. Band 3, 2006, S. 269–298.
  • Ein Heilbronner im Dienst des württembergischen Staates. Theodor Wilhelm Landauer (1816–1894). In: Christhard Schrenk (Hrsg.): Heilbronner Köpfe. Band 4: Lebensbilder aus vier Jahrhunderten. Stadtarchiv, Heilbronn 2007.
  • „Stilgerecht aber einfach und würdig“. Katholische Kirchen im Raum Heilbronn vom Ende des Alten Reichs bis zum Ersten Weltkrieg. In: heilbronnica. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte. Band 4 (= Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn 19, = Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte 36). Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 2008, ISBN 978-3-940646-01-9, S. 351–382(Digitalisat).
  • Ein Meister des repräsentativen Bauens. Theodor Moosbrugger (1851–1923). In: Heilbronner Köpfe. Band 5: Lebensbilder aus fünf Jahrhunderten. Stadtarchiv, Heilbronn 2009, S. 131–148.
  • Ausbau des Neckars zur Großschifffahrtsstraße. Gestern und heute. In: Schwäbische Heimat. 61. Jg. 2010, H. 1, S. 64–71.
  • „Bürgeramt Kirchhausen (Hrsg.) Das Deutschordensschloss Kirchhausen“, Heilbronn 2011.
  • „500 Jahre Weinberghaus in Heilbronn“, Heilbronn 2013.
  • „800 Jahre Neckarsulmer Architektur“ (mit Bernhard J. Lattner), Heilbronn 2013. ISBN 978-3-9810643-3-9
  • „Ein Böckinger Stadtbaumeister. Karl Tscherning (1875–1952)“, in Heilbronner Köpfe. Bd. 7: Lebensbilder aus fünf Jahrhunderten. Stadtarchiv, Heilbronn 2014, S. 309–332. ISBN 978-3-940646-16-3
  • „Raum Heilbronn. Architektur aus neun Jahrhunderten. Denkmale in Stadt- und Landkreis Heilbronn“ (mit Bernhard J. Lattner), Heilbronn 2016. ISBN 978-3-9810643-5-3
  • “At a breathtaking pace. Impacts of the Vienna Congress on the traffic systems in Württemberg and Baden in the nineteenth century”, in: J.G. Backhaus, G. Chaloupek, H. Frambach: The Congress of Vienna in contemporary economic and political literature and in historiography, Marburg 2016. S. 165–172. ISBN 978-3-7316-1223-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Hennze: 500 Jahre Heilbronner Architektur. Edition Lattner, Heilbronn 2005, ISBN 3-9807729-6-9, S. 128.