Joachim Paul (Politiker, 1957)

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Joachim Paul

Joachim Arthur Josef Paul (* 19. August 1957 in Köln) ist ein Politiker der Piratenpartei Deutschland.

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1976 am Theodor-Schwann-Gymnasium studierte Paul Physik an der Ruhr-Universität Bochum und schloss das Studium mit dem Diplom, Hauptfach Angewandte Physik/Biophysik, ab. Von 1984 bis 1986 war Paul Zivildienstleistender in einer elektrophysiologischen Forschungsabteilung eines Krankenhauses im Ruhrgebiet.

1993 wurde Paul an der Universität Witten/Herdecke zum Thema Exploration medizinischer Daten mit Hilfe von computersimulierten neuronalen Netzen am Beispiel der Thermoregulationsdiagnostik promoviert und arbeitete bis zum 13. Mai 2012 als Medienpädagoge beim Landschaftsverband Rheinland.

Piraten-Politiker seit 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joachim Paul trat 2009 der Piratenpartei bei. Am 24. März 2012 wurde er auf Listenplatz 1 der Landesliste der Piratenpartei für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nominiert.[1]

NRW-Landtagsabgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der vorgezogenen NRW-Landtagswahl am 13. Mai 2012 zog Paul über den Listenplatz 1 der NRW-Landesliste der Piratenpartei in den NRW-Landtag ein. Dort wurde er zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.[2] Bei den Vorstandswahlen am 18. August 2015 trat er nicht erneut an, sodass Michele Marsching neuer Fraktionsvorsitzender wurde.[3] Mit dem Ausscheiden seiner Partei aus dem Landtag nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 verlor er sein Mandat.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er lebt in Neuss, ist verheiratet und hat einen Sohn.[1]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied der GMK - Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 2017
Mitglied im Kuratorium der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft 2016
Mitglied der Peira - Gesellschaft für politisches Wagnis e.V. 2016
Mitglied des Arbeitskreises Medienphilosophie der Fachhochschule Düsseldorf (2002–2009)
Gründungsmitglied des Institut für Kybernetik und Systemtheorie e.V., Bochum 1991

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 Rethinking Leibniz - Transhumanismus in der Dekonstruktion, in: Kluge, Sven; Lohmann, Ingrid; Steffens, Gerd (Red.) – Jahrbuch für Pädagogik 2014 – Menschenverbesserung – Transhumanismus, Jahrbuch für Pädagogik (Band 29), Verlag Peter Lang, Frankfurt a. M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. 393 S., S. 191–204, ISBN 978-3631657645[4]
2013 TRANS- Reflexionen über Menschen, Medien, Netze und Maschinen, Aufsätze 1996–2013, ISBN 978-3-8442-5502-7

Auszug IT-Publikationen[5]

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

zusammen mit Eberhard von Goldammer, Einleitung und Vorwort der dritten Auflage von Das Bewusstsein der Maschinen von Gotthard Günther, Agis-Verlag, Baden-Baden 2002, ISBN 978-3870070090
Mitinitiator und Herausgeber des eJournals www.vordenker.de, 1996, ISSN 1619-9324

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joachim Paul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Joachim Paul führt NRW-Piraten in Landtagswahl. In: Rheinische Post vom 24. März 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  2. Piratenfraktion-nrw.de: Piratenfraktion im Landtag NRW. Abgerufen am 20. März 2013.
  3. NRW-Piraten reagieren auf Umfragetief - Politik - WDR.de. In: www1.wdr.de. Abgerufen am 30. August 2015.
  4. online
  5. Vollständige chronologische Publikationsliste