Joan Collins

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Joan Collins beim Monte-Carlo Television Festival (2012)
Joan Collins (links) mit Sophia Loren am 13. Juni 2009.

Dame Joan Henrietta Collins[1], DBE (* 23. Mai 1933 in London) ist eine britische Schauspielerin, Fotomodell und Autorin.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joan Collins ist eines von drei Kindern des aus Südafrika stammenden Talentsuchers Joseph William Collins („Will“) und dessen englischer Ehefrau Elsa Bressant Collins. Sie hat zwei Geschwister, die Schriftstellerin und Schauspielerin Jacqueline Jill Collins („Jackie“) und Joseph William Collins, Jr. („Bill“). Sie ist Absolventin der Royal Academy of Dramatic Art.

Collins trat seit den frühen 1950er Jahren in zahlreichen Film- und TV-Produktionen in Erscheinung. Sie war in Filmen wie Land der Pharaonen (1955), Bravados (1958) oder Sieben Diebe (1960) zu sehen und spielte an der Seite renommierter Kollegen wie Jack Hawkins, Gregory Peck oder Rod Steiger, konnte sich aber nie als führender Kino-Star durchsetzen. In den 1960er und 1970er Jahren war sie in bekannten TV-Serien wie Kobra, übernehmen Sie, Die Zwei, Mondbasis Alpha 1 oder Starsky & Hutch zu sehen. 1967 hatte Collins eine kleine Rolle in einer der beliebtesten Folgen der Fernsehserie Raumschiff Enterprise unter dem Titel Griff in die Geschichte. In den späten 1970er Jahren spielte die Darstellerin auch textilfreie Rollen in künstlerisch unbedeutenden Erotikfilmen wie Die Zuhälterin oder Die Stute (beide 1978).

1981 bekam Joan Collins in der erfolgreichen TV-Serie Der Denver-Clan die zentrale Rolle der rachsüchtigen Intrigantin Alexis Colby und avancierte zu einem der bekanntesten Fernsehstars der 1980er Jahre. Die Rolle war als weibliches Pendant zu dem Charakter des J.R. Ewing in der erfolgreichen Konkurrenzserie Dallas angelegt. Nach dem Ende von Denver-Clan im Jahr 1989 verdiente sie ihr Geld hauptsächlich durch ihre Romane, Biografien und Schönheitsratgeber. Sie trat auch weiterhin als Schauspielerin in Erscheinung, wird vom Publikum aber fast ausschließlich mit der Rolle der glamourösen Alexis identifiziert.

1995 spielte Joan Collins in einem der drei letzten Specials zur Fernsehserie von Hart aber herzlich: Max’ Vermächtnis an der Seite von Robert Wagner und Stefanie Powers. Außerdem hatte sie einige Gastauftritte, unter anderem in Roseanne, Die Nanny und in Die Flintstones in Viva Rock Vegas.

Im April und Mai 2006 ging Joan Collins mit ihrer Show An Evening with Joan Collins in Großbritannien vor ausverkauften Häusern auf Tournee.

Am 12. September 2006 feierte sie gemeinsam mit ihrer Denver-Clan-Kollegin Linda Evans in mit dem Theaterstück Legends Premiere. Das Stück ging danach bis zum Frühjahr 2007 in den USA auf Tournee. 2006 hatte Joan Collins eine Gastrolle in der englischen Serie Footballers’ Wives. 2010 nahm die 76-jährige Joan Collins eine Gastrolle in der deutschen Daily-Soap Verbotene Liebe an und spielte für drei Folgen die exzentrische Lady Joan.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Collins war von 1952 bis 1956 mit dem Schauspieler Maxwell Reed (1919–1974), von 1963 bis 1970 mit dem Schauspieler, Sänger, Regisseur und Komponisten Anthony Newley (1931–1999), von 1972 bis 1983 mit dem Filmproduzenten Ronald S. Kass (1935–1986) und von 1985 bis 1987 mit dem schwedischen Sänger Peter Holm (* 1947) verheiratet. Im Februar 2002 heiratete sie zum fünften Mal. Ihr Mann ist der 33 Jahre jüngere Percy Gibson (* 1965). Sie hat drei Kinder; zwei aus der zweiten und eins aus der dritten Ehe.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joan Collins (2011)
  • 1953: Cosh Boy
  • 1953: Boccaccios große Liebe (Decameron Nights)
  • 1953: Jim, der letzte Sieger (The Square Ring)
  • 1954: Vier bleiben auf der Strecke (The Good Die Young)
  • 1955: Land der Pharaonen (The Land of the Pharaohs)
  • 1955: Die jungfräuliche Königin (The Virgin Queen)
  • 1955: Das Mädchen auf der Samtschaukel (The Girl in the Red Velvet Swing)
  • 1956: Das schwache Geschlecht (The Opposite Sex)
  • 1957: Wo alle Straßen enden (The Wayward Bus)
  • 1957: Treibgut der Leidenschaft (Sea Wife)
  • 1957: Geheimring Nippon (Stopover Tokyo)
  • 1958: Bravados (The Bravados)
  • 1958: Keine Angst vor scharfen Sachen (Rally ’Round the Flag, Boys!)
  • 1960: Sieben Diebe (Seven Thieves)
  • 1960: Das Schwert von Persien (Esther and the King)
  • 1962: Der Weg nach Hongkong (The Road to Hong Kong)
  • 1964: Auf eine ganz krumme Tour (La Congiuntura)
  • 1967: Batman (Fernsehserie, zwei Folgen)
  • 1967: Raumschiff Enterprise – Griff in die Geschichte (Star Trek, Fernsehserie, Folge The City on the Edge of Forever)
  • 1968: Ausflucht (Subterfuge)
  • 1969: Kobra, übernehmen Sie (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1969: Can Heronymous Merkin Ever Forget Mercy Humppe and Find True Happiness?
  • 1969: So reisen und so lieben wir (If It's Tuesday, This Must Be Belgium)
  • 1970: Der Vollstrecker (The Executioner)
  • 1970: Der Nacktstar (Up in the Cellar)
  • 1972: Die Zwei (The Persuaders!, Fernsehserie, Episode: Five Miles to Midnight)
  • 1972: The Fear – Angst in der Nacht (Fear in the Night)
  • 1973: Das Grab der lebenden Puppen (Dark Places)
  • 1975: Die Spur des Wolfes (Il richiamo del lupo)
  • 1975: Der Teufel in ihr (I Don’t Want to Be Born)
  • 1975: Mondbasis Alpha 1 (Fernsehserie, Folge 22: Das Notsignal bzw. Mission of the Darians)
  • 1976: Alfie, der liebestolle Schürzenjäger (Alfie Darling)
  • 1977: In der Gewalt der Riesenameisen (Empire of the Ants)
  • 1977: Starsky & Hutch (Fernsehserie, Folge Zauber der Playboy-Insel)
  • 1978: Die Zuhälterin (Poliziotto senza paura)
  • 1978: Tote schlafen besser (The Big Sleep)
  • 1978: Die Crash Company (Zero to Sixty)
  • 1978: Die Stute (The Stud)
  • 1979: Lady Diamond (The Bitch)
  • 1979: Spiel der Geier (A Game for Vultures)
  • 1979: Heiße Hölle Acapulco (Sunburn)
  • 1981–1989: Der Denver-Clan (Dynasty, Fernsehserie, 194 Folgen)
  • 1982: Hausaufgaben (Homework)
  • 1983: Ein Traummann auf der Titelseite (Making of a Male Model, Fernsehfilm)
  • 1983: Love Boat (Fernsehserie, Folge 06x21)
  • 1984: Cartier Affäre (The Cartier Affair, Fernsehfilm)
  • 1986: Sins (Sins, Miniserie, drei Folgen)
  • 1986: Monte Carlo (Fernsehfilm)
  • 1991: Denver Clan – Die Entscheidung (Dynasty: The Reunion)
  • 1993: Roseanne (Sitcom, Folge 05x17 First Cousin, Twice Removed)
  • 1995: Ein Winternachtstraum (In the Bleak Midwinter)
  • 1995: Hart aber Herzlich (Max's Vermächtniss)(Hart to Hart: Two Harts in 3/4 Time)
  • 1996: Die Nanny (Fernsehserie, Folge 04x06 Me and Mrs. Joan)
  • 1998: Verraten – Eine Frau auf der Flucht (Sweet Deception, Fernsehfilm)
  • 1999: Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat
  • 2000: Will & Grace (Fernsehserie, Folge 02x22 My Best Friend's Tush)
  • 2000: Die Flintstones in Viva Rock Vegas
  • 2001: These Old Broads
  • 2004: Ellis in Glamourland
  • 2006: Ozzie, der Koalabär (Ozzie)
  • 2009: Hotel Babylon (Fernsehserie, Folge 01x07)
  • 2010: Verbotene Liebe (Fernsehserie, drei Folgen)
  • 2010: Rules of Engagement (Fernsehserie, Folge 05x08)
  • 2012–2013: Happily Divorced (Fernsehserie, drei Folgen)
  • 2015: The Royals (Fernsehserie, drei Folgen)
  • 2016: Absolutely Fabulous: Der Film

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmy Award Nominierung

  • 1984: Herausragende Hauptdarstellerin in einer Dramaserie (Der Denver-Clan)

Golden Globe Award Auszeichnung

Nominierungen

  • 1982: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama (Der Denver-Clan)
  • 1984: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama (Der Denver-Clan)
  • 1985: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama (Der Denver-Clan)
  • 1986: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama (Der Denver-Clan)
  • 1987: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama (Der Denver-Clan)

Soap Opera Digest Award Auszeichnungen

  • 1984: Herausragender Bösewicht in einer Hauptsendezeit-Seifenoper (Der Denver-Clan)
  • 1985: Herausragender Bösewicht in einer Hauptsendezeit-Serie (Der Denver-Clan)

Nominierungen

  • 1986: Herausragende Hauptdarstellerin in einer Hauptsendezeit-Serie (Der Denver-Clan)
  • 1986: Herausragender Bösewicht in einer Hauptsendezeit-Serie (Der Denver-Clan)
  • 1988: Herausragender Bösewicht – Hauptsendezeit (Der Denver-Clan)

Weitere Auszeichnungen

Autobiografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joan Collins: Intime Memoiren. Bekenntnisse eines Stars über ihr bewegtes Leben. Heyne, München 1993, ISBN 3-453-01934-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joan Collins – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. stern.de: Schauspielerin Joan Collins: Das Biest wird eine Dame Artikel vom 26. März 2015
  2. Eintrag bei filmreference.com