Joan Oumari

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Joan Oumari
Spielerinformationen
Geburtstag 19. August 1988
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 187 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
NFC Rot-Weiß Neukölln
Reinickendorfer Füchse
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2006–2008
2008–2011
2011–2013
2013–2016
2016–
Reinickendorfer Füchse
SV Babelsberg 03
FC Rot-Weiß Erfurt
FSV Frankfurt
Sivasspor
53 (6)
54 (1)
62 (3)
64 (2)
0 (0)
Nationalmannschaft2
2013– Libanon 5 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 10. Januar 2016

2 Stand: 10. Januar 2016

Joan Oumari (* 19. August 1988 in Berlin) ist ein deutsch-libanesischer Fußballspieler, der sowohl als Innenverteidiger als auch als Außenverteidiger eingesetzt werden kann. Seit Januar 2016 steht er beim türkischen Erstligisten Sivasspor unter Vertrag.

Sein zwei Jahre älterer Bruder Hassan Oumari ist ebenfalls als Fußballspieler aktiv.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karriere in Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Karriere begann der gebürtige Berliner, Sohn aus der libanesischen Hauptstadt Beirut stammender Eltern, beim Stadtteilklub NFC Rot-Weiß Neukölln, wo er einige Jahre im vereinseigenen Nachwuchs eingesetzt wurde. Nach einigen Jahren in der Jugendabteilung wechselte der Defensivakteur in den Jugendbereich der Reinickendorfer Füchse. Dort schaffte er zur Saison 2006/07 den Sprung in die Herrenmannschaft des Vereins, die zu diesem Zeitpunkt noch in der fünftklassigen Verbandsliga Berlin vertreten war. Dabei wurde Oumari gleich in 22 Ligaspielen eingesetzt, wo er auch in einem Spiel zum Torerfolg kam. Am Saisonende reichte es für einen dritten Platz mit deutlichem Abstand hinter Meister Spandau und Tasmania Gropiusstadt. In der Spielzeit 2007/08 etablierte sich Oumari endgültig als Stammspieler der Reinickendorfer Füchse, kam in 31 von 33 Meisterschaftsspielen zum Einsatz und erzielte dabei fünf Tore. Zum Saisonende schaffte er es mit dem Team nach einem starken Titelkampf und der besten Verteidigung der Liga auf den ersten Tabellenplatz und stieg unter der Führung von Christian Backs als Meister in die Oberliga Nordost auf.

Wechsel nach Potsdam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch bevor das Team in die Saison 2008/09 starten konnte, tätigte Joan Oumari zusammen mit seinem älteren Bruder Hassan, der ebenfalls als Stammkraft bei den Füchsen agierte, einen Wechsel in die Regionalliga zum SV Babelsberg 03. Mitte Juni 2008 unterschrieb das Bruderpaar jeweils einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010,[1] wobei nur Joan Oumari im Laufe dieser Zeit seinen Vertrag verlängerte. Bei Trainer Dietmar Demuth fiel Joan Oumari vor allem durch seinen „unheimlichen Einsatz, Kampf, aber für das Alter auch Abgeklärtheit und Übersicht“ auf.[1] Während sein älterer Bruder nur sporadisch zum Einsatz kam, agierte Joan Oumari in etwa der Hälfte der Saisonspiele, zumeist als Einwechselspieler. Noch im Jahre 2008 wurde er in die U-21-Auswahlmannschaft Brandenburgs geholt. Außerdem war er in dieser Spielzeit beim Finalspiel des Brandenburgischen Landespokals gegen den SV Germania 90 Schöneiche im Einsatz, das die Potsdamer mit 1:0 für sich entschieden. Es war der sechste Gewinn des Landespokals in der Vereinsgeschichte.

Auch in der Saison 2009/10 konnte sich Oumari beim Tabellendritten der vorhergegangenen Spielzeit nicht endgültig durchsetzen und verzeichnete bis zum Saisonende nur elf Ligaeinsätze. Seine wohl beste Leistung brachte er dabei am 5. März 2010 beim 3:0-Heimerfolg über den ZFC Meuselwitz, wo er zwei Torvorlagen gab und am Ende der Begegnung zum eigentlichen „Gewinner des Spiels“ erklärt wurde.[2] Im Endklassement rangierte Oumari mit dem Team auf dem ersten Platz und hatte zudem auch noch die beste Verteidigung in der Liga, da man nur 18 Gegentreffer hinnehmen musste. Mit der Mannschaft schaffte er dadurch den Aufstieg in die 3. Liga, der dritthöchsten Liga im deutschen Fußball. Dort avancierte der Defensivakteur plötzlich zum Stammspieler und dies ausgerechnet im Profibereich. Obwohl er in der Anfangsphase der Spielzeit 2010/11 fehlte und am 5. Spieltag gegen Aalen aus dem Spieltagsaufgebot gestrichen wurde, weil er zu spät eingetroffen war[3], etablierte er sich ab dem 8. Spieltag in der Mannschaft. Zunächst Linksverteidiger, rückte der rustikal spielende Oumari später an die Seite von Abwehrchef Marcus Hoffmann in die Innenverteidigung. Als sich Hoffmann Anfang März 2011 den Mittelfuß brach, übernahm Oumari, dessen Stärken vor allem in seiner Schnelligkeit und im Zweikampf liegen, dessen Führungsrolle.[4]

Erfurt und Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2011 gab Rot-Weiß Erfurt bekannt, dass Oumari ab 1. Juli 2011 für die nächsten zwei Jahre in der thüringischen Landeshauptstadt spielen werde.[5] In seiner ersten Saison übernahm er sofort einen Stammplatz in der Innenverteidigung und war am Ende 29 Mal im Einsatz gewesen. Nach einem weiteren Jahr in der Drittklassigkeit schaffte Oumari den Sprung in die zweite Liga. Er wechselte im Sommer 2013 zum FSV Frankfurt.

Sivasspor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Winterpause 2015/16 wechselte Oumari in die Türkei zu Sivasspor, um dem Erstligisten im Abstiegskamp zu unterstützen.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oumari debütierte am 7. September 2013 für den Libanon im Länderspiel gegen Syrien.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinickendorfer Füchse
SV Babelsberg 03

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Oumari-Brüder kommen aus Reinickendorf, abgerufen am 19. April 2011
  2. SV Babelsberg 03 – ZFC Meuselwitz 3:0 (2:0) | Probleme durch die englischen Wochen, abgerufen am 19. April 2011
  3. maerkischeallgemeine.de: Aufsteiger Babelsberg 03 steht nach dem 3:1 gegen Aalen in der 3. Liga überraschend gut da (23. Aug. 2010)
  4. maerkischeallgemeine.de: „Feuerwehrmann“ Oumari (8. Apr. 2011) (Memento vom 11. April 2011 im Internet Archive)
  5. FC Rot-Weiß Erfurt: Neuer Kader nimmt Gestalt an
  6. Medicana Sivasspor’umuz Joan Oumari İle Anlaştı auf der Homepage von Sivasspor vom 10. Januar 2016, abgerufen am 10. Januar 2016 (türkisch).