Joaw Galant

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Joaw Galant

Jo'aw Galant (hebräisch יואב גלנט; * 1958 in Jaffa) ist ein Generalleutnant (Aluf) in der israelischen Armee und Kommandeur des Südkommandos. Er studierte an der Universität Haifa Wirtschaft und Finanzmanagement und schloss das Studium mit einem B.A. ab. Er trat 1977 in die Marine der israelischen Armee ein und diente in der Flottille 13. 1999 wechselte er die Teilstreitkraft und ist seit 2002 im Range eines Generals. Im Jahre 2005 wurde er zum Kommandeur des Südkommandos ernannt. Damit war er auch für den Gazastreifen zuständig.[1]

Galant war für den Posten des Generalstabschefs als Nachfolger von Gabi Aschkenasi vorgesehen. Die Ernennung wurde aber, zwei Wochen vor Amtsantritt, von Premier Benjamin Netanjahu wegen des Verdachts der Vorteilsnahme bei Grundstückverkäufen rund um sein Anwesen zurückgezogen.[1]

Bei der Parlamentswahl in Israel 2015 trat Galant für die kurz zuvor gegründete sozial-konservative Partei Kulanu an und errang einen Sitz in der Knesset. Mit Eintritt der Kulanu in die Regierung wurde Galant zum Bauminister ernannt.[2] Am 15. Mai 2017 teilte das Außenministerium der Vereinigten Staaten durch den Assistant Secretary of State for Near Eastern Affairs, Stuart E. Jones, mit, die syrische Regierung habe im Gefängnis Saidnaya Gefangene getötet und in einem Krematorium verbrannt. Im Zuge dieser Bekanntmachung äußerte sich am 16. Mai 2017 Galant auf der International C5I Sicherheitskonferenz in Latrun über den Bürgerkrieg in Syrien und forderte die Liquidation von Baschar al-Assad.[3][4]

Galant ist verheiratet und hat drei Kinder.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Inge Günther: Israels Armee ohne Chef. In: Frankfurter Rundschau. 2. Februar 2011, abgerufen am 4. Februar 2011.
  2. Tumulte bei Vereidigung von Netanjahus Regierung, Zeit Online, 15. Mai 2015
  3. Israelischer Minister fordert Tötung Assads. ORF, abgerufen am 16. Mai 2017.
  4. Vereinigte Staaten beschuldigen Syrien der Tötung Tausender Gefangener. FAZ, 15. Mai 2017, abgerufen am 16. Mai 2017.

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]