Jochen Hiltmann

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Jochen Hiltmann (* 21. Juni 1935 in Hamburg) ist ein deutscher Bildhauer, Maler, Grafiker, Kunstkritiker und Filmemacher. Er lebt und arbeitet in Hamburg und in Todenfeld bei Bonn.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jochen Hiltmann machte von 1953 bis 1955 eine Landwirtschaftliche Lehre in Lübeck. Er arbeitete danach auf einem Weingut in Südfrankreich. Von 1956 bis 1959 absolvierte Hiltmann ein Studium der Freien Kunst in Hamburg, Krefeld und Düsseldorf, unter anderem bei Bruno Goller und bei Joseph Faßbender.

Im Jahr 1958 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Krefeld und ein Stipendium vom Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im Rahmen der Lehmbruck-Grundsatzförderung[1]. Im Jahr 1959 gab er die Malerei auf und wandte sich der Bildhauerei zu. Als Bildhauer war er Autodidakt. In den folgenden Jahren erfuhr er internationale Anerkennung. Er wurde mit einigen wichtigen Preisen ausgezeichnet:

Im Jahr 1964 wurden Arbeiten von ihm auf der documenta III in Kassel in der Abteilung Skulptur gezeigt. Im Jahr 1967 wurde er als Dozent für Metallplastik an die Hochschule für bildende Künste Hamburg berufen, 1970–2001 war er Professor und ab 1974 Vizepräsident der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 1975 erhielt er einen Lehrauftrag an der Rietfeld-Akademie in Amsterdam. Von 1972 bis 1975 arbeitete Hiltmann überwiegend theoretisch. Er betrieb konsequente Kunstverweigerung und übte radikale Kritik an der künstlerischen Praxis der sogenannten Avantgarde. Hiltmann war Mitglied im Deutschen Künstlerbund[2].

Seine Arbeiten als Bildhauer zeichnen sich durch eine spezifische Formbetonung aus, die in einem sichtbaren Produktionsprozess entstanden ist. Nach 1975 drehte er künstlerische Filme und Videos, er schrieb Aufsätze zur Kunst.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kulturkreis.eu: 1958-1961 und 1983/84 Lehmbruck-Grundsatzförderung (abgerufen am 26. August 2015)
  2. kuenstlerbund.de: Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes seit der Gründung 1903 / Hiltmann, Jochen (abgerufen am 26. August 2015)

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • documenta III. Internationale Ausstellung; Katalog: Band 1: Malerei und Skulptur; Band 2: Handzeichnungen; Band 3: Industrial Design, Graphik; Kassel/Köln 1964

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]