Jochen Wegner

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Jochen Wegner

Jochen Wegner (* 9. Dezember 1969 in Karlsruhe) ist Journalist und seit 15. März 2013 Chefredakteur[1] des Online-Auftritts der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1989 am Melanchthon-Gymnasium Bretten[2] besuchte Wegner 1990 bis 1992 die Kölner Journalistenschule. Er studierte ab 1992 an der Universität Bonn Philosophie und Physik und diplomierte 1998 an der Bonner Klinik für Epileptologie über die Chaostheorie des menschlichen Gehirns. Ab 1998 arbeitete Wegner als freier Journalist u.a. für Geo, Der Spiegel, WDR, Deutschlandfunk, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Die Tageszeitung.

Er ist der Erfinder[3] und 1994 einer der Gründer des Journalistennetzes Jonet.org.

Ende 1998 begann Wegner als Redakteur „Forschung und Technik“ beim Nachrichtenmagazin Focus, Anfang 2003 wurde er dort stellvertretender Ressortleiter. Im Januar 2006 wechselte er als Chefredakteur zu Focus Online[4] und wurde gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung der TOMORROW FOCUS AG, zu deren Geschäftsführung er ab April 2009 gehörte.

Wegner gilt als einer der wenigen langjährig profilierten Internetjournalisten Deutschlands[5] dessen Ausstieg im November 2010 bei Focus als Zeichen des Niedergangs des digitalen Engagements bei Hubert Burda Media gedeutet wurden.[6]

Bis Ende 2011 war Wegner als Geschäftsführer der mag10 Publishing GmbH gemeinsam mit Marco Börries in Berlin aktiv. Ziel des Startups war der Aufbau einer Plattform für Kreation, Vertrieb und Vermarktung von Tablet-Medien. Das Projekt wurde Ende 2011 auf Eis gelegt.[7]

Als freier Unternehmensberater entwickelte Wegner ab Januar 2012 digitale Strategien für Verlage und Unternehmen[8] in Berlin.

Seit 15. März 2013 ist Wegner Chefredakteur von Zeit Online.[9]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jochen Wegner wurde vom Medium Magazin 2017 mit dem ersten Platz des Preises Journalist des Jahres in der Rubrik „Chefredakteur des Jahres“ ausgezeichnet.[10]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Wegner: Recherche Online. Ein Handbuch nicht nur für Journalisten. F.A.Z.-Institut, 1998, ISBN 978-3-927282-71-1.
  • Jochen Wegner: Warum immer ich? Schicksal. Eine Betriebsanleitung. Argon Verlag GmbH, 2004, ISBN 978-3-87024-604-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jochen Wegner wird Chefredakteur von Zeit Online. zeitverlag.de, 31. Januar 2013, abgerufen am 13. Februar 2017.
  2. Henrik Schmitz: Porträt: Jochen Wegner: Der Teamchef verlässt Focus Online". evangelisch.de/epd Medien, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  3. Wer wir sind und was soll das hier alles - Listen". jonet.org, abgerufen am 9. März 2013.
  4. Marc Bartl: Wegner wird Chefredakteur von "Focus Online". kress.de, 1. Dezember 2005, abgerufen am 9. März 2013.
  5. Mediendatenbank - 5. Hubert Burda Media Holding GmbH & Co". Bundeszentrale für politische Bildung, 1. Dezember 2012, abgerufen am 9. März 2013.
  6. Thomas Knüwer: Jochen Wegner verlässt Focus Online: Der digitale Exodus im Hause Burda". Indiskretion Ehrensache, 5. Oktober 2010, abgerufen am 9. März 2013.
  7. Florian Treiß: mag10 legt Lösung für Tablet Publishing auf Eis.; mobilbranche.de, 14. Februar 2012; abgerufen am 10. März 2013
  8. http://wegner.io/jochen/ Wegner.io - Input/Output about Media & Software
  9. Jochen Wegner wird Chefredakteur von Zeit Online. zeitverlag.de, 31. Januar 2013, abgerufen am 9. März 2013.
  10. Preisverleihung: Jochen Wegner ist Chefredakteur des Jahres. In: Die Zeit. 8. Februar 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 16. Februar 2017]).