Jodorowsky’s Dune

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Filmdaten
OriginaltitelJodorowsky’s Dune
ProduktionslandFrankreich, Vereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch, Deutsch
Erscheinungsjahr2013
Länge90 Minuten
AltersfreigabeFSK keine Angabe
Stab
RegieFrank Pavich
ProduktionFrank Pavich, Stephen Scarlata, Travis Stephens
MusikKurt Stenzel
KameraDavid Cavallo
SchnittPaul Docherty, Alex Ricciardi

Jodorowsky’s Dune ist ein Dokumentarfilm über den misslungenen Versuch[1] von Alejandro Jodorowsky, den Roman Dune Mitte der 1970er Jahre zu verfilmen.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem vollgestellten Arbeitszimmer in Paris erinnert sich der Filmemacher Alejandro Jodorowsky an sein größtes gescheitertes Projekt. Erfolgreich als Theatermann und avantgardistischer Filmemacher wollte er Mitte der 1970er Jahre den größten Film aller Zeiten schaffen, eine mehrstündige Verfilmung von Frank Herberts Science-Fiction-Roman Dune.[2] Er suchte nach spirituellen Kriegern, die seinen Weg begleiten würden. Fasziniert von der Comicserie Leutnant Blueberry ersuchte er die Mithilfe des Zeichners Jean Giraud, mit dem er dann täglich an einem kiloschweren Storyboard mit insgesamt 3000 Zeichnungen arbeitete. Als Designer der Raumschiffe wurde Chris Foss in London engagiert. Inspiriert durch den Film Dark Star wurde Dan O’Bannon für die Spezialeffekte angefragt, welcher dann nach Paris zog. Als Entwerfer des Harkonnen-Reiches wurde der bisher filmisch unerfahrene HR Giger verpflichtet. Für die Musik waren Pink Floyd und Magma vorgesehen. Als Schauspieler sollten David Carradine (als Leto), Salvador Dalí (als Imperator), Amanda Lear (als Prinzessin Irulan), Mick Jagger (als Feyd-Rautha), Udo Kier (als Piter DeVries), Orson Welles (als Baron Harkonnen) und Brontis Jodorowsky (als Paul) agieren.

Anders als in der Romanvorlage würde sich der Wüstenplanet zum Schluss in ein Paradies verwandeln und als Messias andere Planeten des Universums spirituell erleuchten.

Das ca. 15 Millionen Dollar teure Projekt wurde von allen großen Hollywood-Studios abgelehnt. Man vermutet, dass trotzdem viele Motive des Storyboards in anderen Filmen Verwendung fanden, auch fanden Jodorowsky und Giraud für die Comic-Serie John Difool zusammen. Überdies wurden HR Giger, Dan O’Bannon und Giraud dann mit dem Film Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt erfolgreich.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dokumentation wurde für zahlreiche Filmpreise nominiert, dazu zählt der Critics’ Choice Movie Award, der Chlotrudis Award, der Chicago Film Critics Association Award oder der Satellite Award.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eric Benson: The Psychomagical Realism of Alejandro Jodorowsky. In: The New York Times. 14. März 2014, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 11. März 2019]).
  2. REVIEW: Jodorowsky's Dune: A Great Dream of Movie Madness. Abgerufen am 11. März 2019 (englisch).