Joe Bonamassa

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Joe Bonamassa 2009
Joe Bonamassa, Stafford, 2007
Joe Bonamassa (2016), Frankfurt

Joe Bonamassa (* 8. Mai 1977 in New Hartford, New York) ist ein US-amerikanischer Blues- und Bluesrock-Gitarrist, Sänger und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Bonamassa wurde am 8. Mai 1977 in New Hartford geboren, wo sein Vater ein Gitarrengeschäft besaß. Er begann im Alter von vier Jahren mit einer in kleinem Maßstab gefertigten Chiquita-Gitarre das Gitarrenspiel. Als er zwölf Jahre alt war, spielte er schon mit B. B. King zusammen. Mit 14 Jahren wurde er eingeladen, eine Veranstaltung des Musikinstrumentenherstellers Fender zu begleiten. Während dieser Reise an der Westküste lernte er Berry Oakley jr. kennen, den Sohn des Allman-Brothers-Bassisten. Bonamassa und Oakley gründeten zusammen mit Erin Davis, Sohn von Miles Davis, und Waylon Krieger, Sohn von Robby Krieger, die Band Bloodline, mit der sie ein Album bei EMI herausbrachten, auf dem die zwei Chartsingles Stone Cold Hearted und Dixie Peach enthalten waren.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonamassa war mit der schottischen Sängerin Sandi Thom liiert,[1] wie er im Booklet seiner im Mai 2012 erschienenen CD Driving Towards the Daylight bei den Danksagungen bekannt gab.

Solokarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein erstes Album, A New Day Yesterday, erschien 2000 und wurde von Tom Dowd produziert. Er spielte in einem Trio zusammen mit Kenny Kramme am Schlagzeug und Eric Czar am Bass. Nach einer Konzerttournee, die für das Album werben sollte, gingen Bonamassa und seine Mitmusiker 2002 erneut ins Studio, um das von Clif Magness produzierte Album So It’s Like That aufzunehmen. Das zweite Album ist rocklastiger als seine restlichen Werke und erreichte Platz eins in den Billboard-Blues-Charts. Während der Tournee zum Album wurde die Nachfrage nach einem traditionellen Bluesalbum immer größer, woraufhin die Band 2003, das nebenbei das „Jahr des Blues“ war, das nächste Album Blues Deluxe herausbrachte. Auf dem Album sind neun Coverversionen bekannter Bluesklassiker sowie drei Eigenkompositionen Bonamassas enthalten. Dieses Album erreichte ebenfalls Platz eins der Billboard-Blues-Charts. Bonamassas Album Had to Cry Today geht wieder mehr in Richtung des Bluesrock eines Rory Gallagher, dessen bekennender Fan Bonamassa ist (was sich in den früheren Jahren unter anderem darin zeigte, dass er jedes Konzert mit dem Stück Cradle Rock begann). Jedoch enthält es auch Elemente aus Country und Rockabilly. Bonamassa und seine Band tourten wieder zusammen mit B. B. King und Kenny Wayne Shepherd, anlässlich der Tour zu Kings achtzigstem Geburtstag. Ende 2005, kurz vor den Aufnahmen zum Album You and Me, trennte sich Bonamassa von seinen Bandkollegen, ohne dafür genauere Gründe anzugeben. Für die Aufnahmen engagierte er zahlreiche Studiomusiker wie Jason Bonham am Schlagzeug.

Am 10. März 2012 bekam Bonamassa seine erste goldene Schallplatte für 100.000 verkaufte DVDs seines Konzertes in der Royal Albert Hall in London.[2] Joe Bonamassa spielt neben Steve Morse Gitarre bei Jon Lords Neuaufnahme von Concerto for Group and Orchestra, die am 28. September 2012 erschienen ist.

Black Country Communion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 schloss sich Bonamassa mit Glenn Hughes, Jason Bonham und Derek Sherinian zur Gruppe Black Country Communion zusammen; das gemeinsam produzierte Album Black Country Communion erschien am 16. September 2010. Das schlicht 2 betitelte Album erschien am 10. Juni 2011, die nachfolgende Europatournee wurde mit Live Over Europe auf CD festgehalten. Das letzte Studioalbum, Afterglow, wurde am 26. Oktober 2012 veröffentlicht. Bonamassa erklärte im März 2013 in einem Interview mit dem Magazin Premierguitar, dass seine Beteiligung an Black Country Communion beendet sei. Er sei glücklich, nun nicht mehr involviert zu sein und zufrieden mit dem, was er mit den drei Alben, die unter seiner Mitwirkung entstanden seien, hinterlassen habe.[3] Die Band löste sich kurz danach auf.

Weitere Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2013 ging Joe Bonamassa mehrfach mit Beth Hart auf Tournee und veröffentlichte mehrere gemeinsame Alben.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch Black Country Communion

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5][6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2007 Sloe Gin 79
(1 Wo.)
50
(1 Wo.)
184
(1 Wo.)
2008 Live – From Nowhere in Particular 82
(1 Wo.)
45
(1 Wo.)
136
(1 Wo.)
Livealbum
2009 The Ballad of John Henry 39
(3 Wo.)
97
(1 Wo.)
26
(4 Wo.)
103
(3 Wo.)
2009 Live from the Royal Albert Hall 56
(1 Wo.)
DVD
US: Platin Platin; DE, UK: Gold Gold (Video)
2010 Black Rock 22
(4 Wo.)
49
(1 Wo.)
60
(2 Wo.)
14
(3 Wo.)
39
(1 Wo.)
2011 Dust Bowl 10
(7 Wo.)
32
(3 Wo.)
17
(3 Wo.)
12
(4 Wo.)
37
(2 Wo.)
2011 Don’t Explain
(mit Beth Hart)
17
(5 Wo.)
32
(2 Wo.)
50
(3 Wo.)
22
(3 Wo.)
120
(1 Wo.)
2012 Beacon Theatre – Live from New York 21
(5 Wo.)
DVD
2012 Driving Towards the Daylight 7
(9 Wo.)
13
(6 Wo.)
10
(8 Wo.)
2
(6 Wo.)
23
(4 Wo.)
2012 Live from New York – Beacon Theatre 34
(3 Wo.)
50
(1 Wo.)
65
(2 Wo.)
58
(1 Wo.)
56
(2 Wo.)
Livealbum
DE: Gold Gold (Video)
2013 An Acoustic Evening at the Vienna Opera House 10
(8 Wo.)
16
(5 Wo.)
32
(3 Wo.)
23
(3 Wo.)
52
(2 Wo.)
Livealbum
2013 See Saw
(mit Beth Hart)
19
(3 Wo.)
20
(3 Wo.)
28
(2 Wo.)
27
(2 Wo.)
47
(2 Wo.)
2013 Tour de Force – Live in London – Four Nights, Four Shows, Four Legendary Performances! 14
(16 Wo.)
DVD
DE: Gold Gold (Video)
2014 Live in Amsterdam
(mit Beth Hart)
8
(7 Wo.)
27
(2 Wo.)
40
(3 Wo.)
49
(1 Wo.)
87
(1 Wo.)
Livealbum
2014 Tour de Force – Live in London – Royal Albert Hall 28
(1 Wo.)
28
(3 Wo.)
Livealbum
2014 Different Shades of Blue 3
(7 Wo.)
8
(4 Wo.)
5
(6 Wo.)
9
(5 Wo.)
8
(5 Wo.)
2015 Muddy Wolf at Red Rocks 5
(7 Wo.)
16
(1 Wo.)
12
(3 Wo.)
27
(2 Wo.)
35
(1 Wo.)
Livealbum
2015 Live at Radio City Music Hall 17
(3 Wo.)
59
(2 Wo.)
43
(1 Wo.)
77
(1 Wo.)
Livealbum
2016 Blues of Desperation 3
(… Wo.)
3
(6 Wo.)
1
(11 Wo.)
3
(… Wo.)
12
(… Wo.)

weitere Studioalben

  • 2000: A New Day Yesterday
  • 2002: So It’s Like That
  • 2003: Blues Deluxe
  • 2004: Had to Cry Today
  • 2006: You & Me
  • 2013: We Want Grooove (mit Rock Candy Funk Party)[7]

weitere Livealben

  • 2002: A New Day Yesterday – Live
  • 2005: Live at Rockpalast
  • 2013: Tour de Force Royal Albert Hall (Acoustic / Electric Night)
  • 2013: Tour de Force Borderline (Power Trio Jam)
  • 2013: Tour de Force Shepherds Bush (Blues Night)
  • 2013: Tour de Force Hammersmith Rock’n (Roll Night)

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: A New Day Yesterday – Live (limitiert, lag der Erstauflage der gleichnamigen CD bei)
  • 2006: Joe Bonamassa – Live at Rockpalast
  • 2009: Joe Bonamassa – Live from the Royal Albert Hall
  • 2011: Live Over Europe – mit Black Country Communion
  • 2012: Joe Bonamassa – Beacon Theatre – Live from New York
  • 2013: Joe Bonamassa – An Acoustic Evening at the Vienna Opera House
  • 2013: Joe Bonamassa – Tour de Force – Four Nights, Four Shows, Four Legendary Performances!
  • 2013: Joe Bonamassa – Tour de Force Borderline (Power Trio Jam)
  • 2013: Joe Bonamassa – Tour de Force Shepherds Bush (Blues Night)
  • 2013: Joe Bonamassa – Tour de Force Hammersmith Rock'n (Roll Night)
  • 2013: Joe Bonamassa – Tour de Force Royal Albert Hall (Acoustic / Electric Night)
  • 2014: Live in Amsterdam (mit Beth Hart)
  • 2015: Muddy Wolf at Red Rocks
  • 2015: Live at Radio City Music Hall

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gibson Joe Bonamassa Les Paul Studio
  • Gibson Joe Bonamassa 1961 ES-335 VOS
  • Epiphone Joe Bonamassa Les Paul Standard
  • Klotz Joe Bonamassa Kabel
  • Jim Dunlop Joe Bonamassa Fuzz Face Effektgerät
  • Jim Dunlop Joe Bonamassa Crybaby WahWah Effektgerät
  • Seymour Duncan Joe Bonamassa Pickup Set
  • MXR FET Driver Joe Bonamassa

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sandithom.com: Meet Sandi
  2. goldene Schallplatte
  3. Interview: Joe Bonamassa - Restless Pick Syndrome. In: premierguitar.com, abgerufen am 13. März 2013
  4. Beth Hart & Joe Bonamassa. Live in Amsterdam. 3sat, Mai 2015, abgerufen am 14. Mai 2015.
  5. Chartquellen: DE AT CH UK US
  6. Gold-/Platinauszeichnungen: Deutschland / Großbritannien (Suche) / US
  7. Rock Candy Funk Party

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joe Bonamassa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien