Joel Pohjanpalo

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Joel Pohjanpalo
Joel-Pohjanpalo-2018-08-19.jpg
Joel Pohjanpalo, 2018
Personalia
Geburtstag 13. September 1994
Geburtsort HelsinkiFinnland
Größe 186 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1999–2005 PK-35 Vantaa
2006–2010 HJK Helsinki
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2010–2011 Klubi 04 26 (33)
2012–2016 HJK Helsinki 50 (16)
2013–2014 → VfR Aalen (Leihe) 22 0(5)
2014–2016 → Fortuna Düsseldorf (Leihe) 55 (13)
2016 → Fortuna Düsseldorf II (Leihe) 1 0(0)
2016– Bayer 04 Leverkusen 19 0(7)
2020– → Hamburger SV (Leihe) 8 0(4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2010 Finnland U17 3 0(0)
2011 Finnland U19 6 0(1)
2012–2015 Finnland U21 9 0(2)
2012– Finnland 32 0(7)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 29. Mai 2020

2 Stand: 15. Oktober 2019

Joel Pohjanpalo [ˈjo̞e̞l ˈpo̞hjɑ̝mˌpɑ̝lo̞] (* 13. September 1994 in Helsinki) ist ein finnischer Fußballspieler. Er begann seine Karriere im Herrenbereich bereits im Alter von 16 Jahren in der Reservemannschaft Klubi 04 von HJK Helsinki. 2013 ging er nach Deutschland in die 2. Bundesliga, in der er insgesamt drei Jahre für zwei Vereine spielte. Seit der Saison 2016/17 steht er beim deutschen Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag und ist seit Januar 2020 für ein halbes Jahr an den Zweitligisten Hamburger SV ausgeliehen.

Vereinslaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in Finnland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joel Pohjanpalo hatte die Jugendmannschaften des inzwischen aufgelösten PK-35 Vantaa sowie von HJK Helsinki durchlaufen, ehe ab Oktober 2010 für die erste Mannschaft von Klubi 04 aus Helsinki in der drittklassigen Kakkonen spielte. Bei 26 Einsätzen erzielte er 33 Tore für Klubi 04 und schloss mit dem Verein die Saison als Tabellenerster ab, scheiterte aber in der Relegation am Aufstieg. Noch 2011 kehrte er zu seinem Jugendverein zurück und gab am 26. Oktober 2011 im Spiel gegen RoPS Rovaniemi sein Debüt in der Veikkausliiga. Auch beim Saisonauftakt 2012 am 15. April stand Pohjanpalo in der HJK-Startaufstellung gegen IFK Mariehamn. In diesem Spiel schoss er innerhalb von zwei Minuten und 42 Sekunden drei Tore zum 3:1-Sieg seines Vereins.[1] Damit schaffte der damals 17-Jährige den schnellsten Hattrick der Veikkausliiga.[2] Mit dem HJK gewann er 2012 die finnische Meisterschaft, wobei Pohjanpalo in 28 der 33 Ligaspiele eingesetzt wurde. Mit elf Toren belegte er den achten Platz in der Torjägerwertung. In der Saison 2013 erzielte Pohjanpalo gegen IFK Mariehamn erneut drei Treffer in einer Partie; HJK gewann das Spiel mit 5:0.

Wechsel nach Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der 2. Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 18 Jahren verließ Pohjanpalo im September 2013 Finnland und wurde für ein Jahr an den deutschen Zweitligisten VfR Aalen verliehen. Parallel dazu sicherte sich der Erstligist Bayer 04 Leverkusen eine mit einem Spielervertrag bis 2018 verbundene Kaufoption ab dem Juli 2014.[3] Wegen einer Verletzung stieg Pohjanpalo erst im Oktober 2013 ins Mannschaftstraining der Aalener ein und kam daher bei den Schwaben bis zum Ende der Hinrunde nur zu Kurzeinsätzen nach Einwechslungen. In der Rückrunde entwickelte er sich zum Stammspieler und erzielte fünf Tore, womit er der zweiterfolgreichste Aalener Torschütze nach Robert Lechleiter war. In Helsinki wurde seine Vertragslaufzeit im April 2014 vorzeitig bis 2018 verlängert. Bayer Leverkusen nutzte seine Kaufoption nicht, durch die ausschließliche Verlängerung des Vertrags blieb sie aber bestehen. Pohjanpalo wechselte zur Mitte des Jahres für die beiden folgenden Saisons zu Aalens Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf.[4]

Bei Bayer 04 Leverkusen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2016 nutzte Bayer Leverkusen seine Kaufoption schließlich und band Pohjanpalo bis zum 30. Juni 2018 an den Verein.[5] Sein Bundesligadebüt am 27. August 2016 (1. Spieltag) – er wurde in der 78. Minute für Charles Aránguiz eingewechselt – gab er bei der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach und erzielte mit dem Treffer zum 1:1 in der 79. Minute sein erstes Tor für Bayer Leverkusen.[6] Am Folgespieltag – seinem ersten Pflichtheimspiel für Bayer Leverkusen – wurde er beim Stand von 1:0 für den Hamburger SV in der 72. Minute für Admir Mehmedi eingewechselt. Innerhalb der letzten 15 Spielminuten bis zum Abpfiff erzielte Pohjanpalo drei Tore, wodurch ihm ein lupenreiner Hattrick – und damit der 100. der Bundesliga-Geschichte – gelang; seine Mannschaft gewann das Spiel mit 3:1.[7] Pohjanpalo kam in der Saison 2016/17 anschließend nur noch sehr unregelmäßig zum Einsatz. Von 44 möglichen Pflichtspielen absolvierte er insgesamt nur 13 und erzielte in diesen sechs Tore.[8] In der Folgesaison fand er in den Spielen noch weniger Berücksichtigung. In lediglich acht Pflichtspielen von möglichen 36 kam er zum Einsatz, wobei er zwei Tore erzielte.[9]

In der Vorbereitung zur Saison 2018/19 wurde bei Pohjanpalo Mitte Juli 2018 eine Durchblutungsstörung im rechten Sprungbein diagnostiziert, wodurch er in dieser Saison kein Pflichtspiel absolvierte.[10] Trotz dieser Diagnose wurde im Monat darauf seine Vertragslaufzeit bis Mitte 2022 verlängert.[11] Während der Länderspielpause im März 2019 kehrte Pohjanpalo wieder ins Mannschaftstraining des Vereins zurück.[12] Noch in der gleichen Woche absolvierte er ein Testspiel, in dem er 82 Minuten zum Einsatz kam.[13] Anfang April veröffentlichte der Verein eine Meldung, wonach Pohjanpalo erneut unter starken Schmerzen an der behandelten Stelle leide, die „eine nicht unerwartete Reaktion des Knochens“ auf die sportliche Belastung seien. Der Verein erklärte, für Pohjanpalo beginne damit eine weitere Phase der Heilung von der Verletzung. Er könne in dieser Saison aber keine Trainingseinheiten oder Spiele mehr absolvieren. Ein genauer Zeitpunkt der Rückkehr in den sportlichen Betrieb sei nicht absehbar.[14] Bereits anderthalb Monate danach kehrte Pohjanpalo ins Individualtraining zurück.[15]

Zum Ende der Vorbereitung auf die Saison 2019/20 erlitt Pohjanpalo Anfang August erneut eine Belastungsstörung im rechten Sprungbein, wodurch er einen Monat pausieren musste.[16] Nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining stand er seit Ende September regelmäßig im Kader. Im Bundesligaspiel am 26. Oktober 2019 kam Pohjanpalo beim 2:2 gegen Werder Bremen zu einer Einwechslung am Spielende, wodurch er nach 587 Tagen wieder ein Pflichtspiel für die Leverkusener bestritt.[17]

Als Leihspieler des Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pohjanpalo wechselte auf Basis einer Leihe am 24. Januar 2020 für ein halbes Jahr erneut in die 2. Bundesliga, diesmal zum Hamburger SV. Die Leihe solle Pohjanpalo mehr Spielpraxis ermöglichen, um sich auf eine eventuelle Teilnahme an der EM 2020 vorzubereiten, sowie den HSV bei seinen Bemühungen für einen Aufstieg unterstützen.[18] Unter Cheftrainer Dieter Hecking pendelt er im Wechsel mit Lukas Hinterseer zwischen Startelf und Ersatzbank.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pohjanpalo im Trikot der U-21-Nationalmannschaft Finnlands (2015)

Am 14. November 2012 gab Pohjanpalo auf Zypern sein Debüt in der finnischen A-Nationalmannschaft: Beim 3:0-Freundschaftsspielsieg Finnlands wurde er in der 70. Minute für Teemu Pukki eingewechselt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Finnischer Meister 2011 und 2012 (mit HJK Helsinki)
  • Finnischer Pokalsieger 2011 (mit HJK Helsinki)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Joel Pohjanpalo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. soccerway.com: HJK Helsinki vs. IFK Mariehamn 3 - 1 Matchreport
  2. Omar Gisler: Das Große Buch der Fußballrekorde: Superlative, Kuriositäten, Sensationen. Stiebner Verlag, 4., überarbeitete Neuauflage, München 2012, ISBN 978-3-7679-1080-5, S. 25 (online)
  3. Bayer 04 sichert sich Dienste von Joel Pohjanpalo (Memento des Originals vom 2. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bayer04.de; bayer04.de, vom 2. September 2013, abgerufen am 1. September 2016
  4. Joel Pohjanpalo jatkosopimukseen HJK:n kanssa - vuokrasopimusta Saksaan jatketaan; hjk.fi, Finnisch, vom 28. April 2014, abgerufen am 1. September 2016
  5. Bayer 04 zieht die Option bei Joel Pohjanpalo (Memento des Originals vom 23. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bayer04.de; bayer04.de, veröffentlicht und abgerufen am 21. März 2016
  6. Spielbericht Borussia Mönchengladbach gegen Bayer 04 Leverkusen vom 27. August 2016; kicker.de, abgerufen am 10. September 2016
  7. Spielbericht Bayer 04 Leverkusen gegen Hamburger SV vom 10. September 2016; kicker.de, abgerufen am 10. September 2016
  8. Leistungsnachweis von Joel Pohjanpalo in der Saison 2016/17; transfermarkt.de, abgerufen am 21. Februar 2019
  9. Leistungsnachweis von Joel Pohjanpalo in der Saison 2017/18; transfermarkt.de, abgerufen am 21. Februar 2019
  10. Durchblutungsstörung im Knochen – Pohjanpalo fällt lange aus; bayer04.de, vom 17. Juli 2018, abgerufen am 21. Februar 2019
  11. Pohjanpalo verlängert bis 2022; bayer04.de, vom 8. August 2018, abgerufen am 21. Februar 2019
  12. Retsos will wieder spielen – Pohjanpalo zurück im Teamtraining; bayer04.de, vom 19. März 2019, abgerufen am 9. April 2019
  13. Werkself gewinnt gegen Ajax - mit Panos und Joel; bayer04.de, vom 20. März 2019, abgerufen am 9. April 2019
  14. Saison für Pohjanpalo beendet; bayer04.de, veröffentlicht und abgerufen am 9. April 2019
  15. Pohjanpalo zurück auf dem Trainingsplatz; bayer04.de, vom 13. Mai 2019, abgerufen am 27. Oktober 2019
  16. Werkself-Trio muss pausieren; bayer04.de,vom 1. August 2019, abgerufen am 27. Oktober 2019
  17. Spielbericht Bayer 04 Leverkusen gegen Werder Bremen vom 26. Oktober 2019; kicker.de, abgerufen am 27. Oktober 2019
  18. Pohjanpalo auf Leihbasis zum HSV; bayer04.de, veröffentlicht und abgerufen am 24. Januar 2020