Johann August Sutter

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Gedenktafel in Sacramento zum 100. Jahrestag der Besiedelung

Johann August Sutter, (* 23. Februar[Anm. 1] 1803 in Kandern;[Anm. 2]18. Juni 1880 in Washington, D.C.), war ein Schweizer Kaufmann, der in Kalifornien zum Großgrundbesitzer und Gründer der Privatkolonie Neu-Helvetien wurde. Bei seinem Sägewerk (Sutter’s Mill) wurde im Januar 1848 Gold gefunden. Dieser Fund löste den kalifornischen Goldrausch aus.

Namen und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der vielfältigen Literatur zu Sutter wird sein Name auch in einer Vielzahl von Varianten wiedergegeben. Amtlich wurde er in der Schweiz unter Johann August Suter geführt. Er selbst und seine Verwandtschaft schrieb sich aber Sutter.[1] Bisweilen, so z. B. während seiner Schulzeit in der Westschweiz, verwendete Sutter selbst auch die französische Namensform Jean Auguste Sutter.[2] Eine weitere von ihm verwendete französisierte Form war J. Aug. Soutter.[3]

In den Vereinigten Staaten nannte er sich John Augustus Sutter, wobei dort oft der zweite Vorname (Mittelname) durch „A.“ ersetzt oder ganz weggelassen wurde, so dass sich die Formen John A. Sutter und John Sutter finden. In den mexikanischen Dokumenten wird er Juan Augusto Sutter genannt.[4]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Sutter-Dübeld

Der Heimatort der Familie Sutter war Rünenberg im schweizerischen Kanton Basel-Landschaft, wo sie seit 1559 nachweisbar ist. Sie waren ein Geschlecht von Bauern und Bandwebern. Sutters Großvater, Jakob Suter, übersiedelte 1742 nach Basel und lernte das Handwerk des Papiermachers (Papierer). Er arbeitete für die Basler Familie Häusler,[Anm. 3] die neben einer Papiermühle im Basler St. Albantal auch im badischen Kandern eine Papiermühle betrieb.

Johann Jakob d. Ä. heiratete noch in Basel, wo 1776 auch sein Sohn Johann Jakob d. J. geboren wurde. Johann Jakob d. Ä. wurde als Aufseher und Vorarbeiter nach Kandern versetzt.[5] 1801 heiratete Johann Jakob d. J. der zu diesem Zeitpunkt bereits die Nachfolge seines Vaters als Vorarbeiter in der Kanderner Papiermühle angetreten hatte.?? 1803 wurde sein Sohn Johann August in Kandern geboren.

Am 24. Oktober 1826 heiratete Johann August in Burgdorf Anna (Nanette) Dübeld[Anm. 4] mit der er fünf Kinder hatte.[6][Anm. 5] Die Trauung führte der reformierte Pfarrer und Volksliederdichter Gottlieb Jakob Kuhn durch.[Anm. 6]

Nachfolgend ein Auszug aus der Stammliste der Familie Sutter:

  1. (Johann) Jakob Sutter (der Ältere) ⚭ 1774 Elisabetha Simon
    1. Johann Jakob Sutter (der Jüngere) (1776- ?) ⚭ 3. August 1801 Christina Wilhemina Stober (1777- ?)
      1. Johann August ⚭ 24. Oktober 1826 Anna (Nanette) Dübeld (1805–1881)
        1. Johann August jun. (1826–1897)
        2. Anna Elise (Eliza) (1828–1895) 1. ⚭ Georg David Engler; 2. ⚭ Franz Xaver Link
        3. Emil Viktor (1830–1881)
        4. Wilhelm Alphons (1832–1863)[Anm. 7]
        5. Carl Albert Maximilian (1833–1839)
      2. Jakob Friedrich (1808–1844)[Anm. 8] ⚭ 1831 Maria Sophie Dübeld (Schwester von Anna)

Zur Familie Dübeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dübeld, die Familie von Sutters Ehefrau Anna, waren ein altes Burgdorfer Geschlecht. Annas Eltern hatten eine Bäckerei, eine Gastwirtschaft und vier Töchter. Der Vater, Samuel Dübeld, war bereits 1815 gestorben. Als Vormund für die Witwe, Rosina Dübeld-Ris, wirkte Karl Schnell.[7] der seit 1831 Regierungsstatthalter von Burgdorf und seit 1833 Regierungsrat des Kantons Bern war. Es bleibt offen, ob dies Sutter 1834 geholfen hat einen Pass zu erhalten.

Lebensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Auswanderung (1803 bis 1834)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht von Burgdorf Mitte des 19. Jahrhunderts

Über Sutters Jugendzeit in Kandern ist wenig bekannt. Es wird angenommen, dass er bis zu seinem 15. Lebensjahr die örtliche Schule besuchte.[8] Danach schickte ihn sein Vater auf eine Schule in Saint-Blaise bei Neuchâtel, wo er 1818/19 ein Jahr verbrachte.

Anschließend machte er eine kaufmännische Lehre in der Druckerei und Verlagsbuchhandlung von Emanuel Thurneysen in Basel.[Anm. 9] Nach Abschluss der Lehre (1823) wurde er nicht von der Firma übernommen. Sutter fand in Aarburg eine Beschäftigung in einer Tuchhandlung, wo er mutmaßlich sein künftige Frau kennenlernte. Ihr folgte er 1824 nach Burgdorf im Kanton Bern, wo er zunächst als Gehilfe in einem Gemischtwarenladen tätig war.[Anm. 10]

1828 kaufte Sutter ein Haus an der Schmiedengasse in Burgdorf und gründete ein Tuch- und Garngeschäft. Da das Geschäft schon bald in Schwierigkeiten kam, nahm er Benedikt Seelhofer als Kompagnon auf und begründete die Firma Sutter & Cie. Schon 1832 geriet die Firma in ernsthafte Schwierigkeiten und musste mit den Gläubigern einen Schuldenerlass aushandeln, bei dem diese auf 75 Prozent ihrer Forderungen verzichteten. Der Kompagnon setzte sich mit der Hälfte des Warenlagers ab, und Sutter verkaufte das Haus an seine Schwiegermutter Rosina Dübeld-Ris († 1835), die es ihm gegen Zinszahlung zur Nutzung überließ.[9]

Das Geschäft lief schlecht, der Schuldenberg wuchs und auch die Miete an die Schwiegermutter war ständig im Rückstand. „Am 5. Mai 1834 stellte Sutter beim Bezirksstatthalter von Sissach ein Gesuch zur Auswanderung nach Nordamerika, welchem der Regierungsrat von Baselland am 8. Mai auch entsprochen hat.“[10] Am 10. Mai 1834 verkaufte die Schwiegermutter das Haus und Sutter sein Rückkaufrecht.[11] Sutter erhielt am 13. Mai 1834 vom Oberamt Burgdorf einen in französischer Sprache ausgestellten Pass, der als Bestimmungsort der Reise Amerika nannte. Zu einem für den 4. Juni anberaumten Gerichtstermin erschien Sutter nicht mehr.[12] Anfang Juni erhielt Anna Sutter einen Brief ihres Mannes aus Le Havre, in dem dieser mitteilt, dass er nicht zurückkehren werde. Frau Sutter stellte am 9. Juni den Konkursantrag,[Anm. 11] und am 12. Juni 1834 (einen Monat nach Ausstellung des Passes) wurde Sutter auf Betreiben der Sparkasse Sumiswald zur Fahndung ausgeschrieben. Wann er Burgdorf genau verlassen hat, ist nicht bekannt, die Behörden nahmen den 8. oder 9. Juni an.[13] Frau Sutter wurde unterstellt, dass sie von der Flucht ihres Mannes wusste und ihn dabei unterstützt habe. Am 26. Juni erfolgte eine Versteigerung, und am 5. Oktober 1834 war das Konkursverfahren abgeschlossen. Am 23. Oktober 1835 wurde in Burgdorf noch eine Untersuchung wegen betrügerischem Konkurs gegen Sutter eingeleitet, da ihm vorgeworfen wurde, dass er Teile der Konkursmasse ins Ausland verbracht und damit die Gläubiger vorsätzlich geschädigt habe. Nach späteren Schilderungen aus Missouri scheint Sutter tatsächlich teure Kleidung und Lagerbestände an Textilien nach Amerika verbracht zu haben.

Auf dem Weg nach Kalifornien (1834 bis 1839)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann August Sutter etwa um 1835

Am 7. Juli 1834 kam Sutter in New York an. Von dort zog er weiter über Cincinnati nach Indiana und schließlich nach Saint Louis. Gottfried Duden hatte für die deutsche Siedlung in Missouri in der Heimat geworben. Nach kurzer Zeit wich er vor seinen Gläubigern nach Saint Charles (Missouri) aus. Im Frühling 1835 begab sich Sutter mit einer Handelskarawane von Saint Louis nach Santa-Fe und kehrte im Herbst mit der Absicht zurück, nun eine eigene Handelskarawane zu organisieren, da er die Verdienstmöglichkeiten in diesem Handel hoch einschätzte.[14] Nach langen Vorbereitungen startete die Karawane am 14. April 1836, die sich zunächst bei Independence (Missouri) mit anderen Karawanen vereinte.[15] Sutters Teil der Karawane wird beschrieben als „a company of drunken greenhorns“.[16] Da der Handel inzwischen durch die mexikanischen Behörden erschwert wurde und es Konkurrenz aus Texas gab, stellte sich diesmal kein kommerzieller Erfolg ein. Die Gesellschaft, die Sutter in Saint Louis gebildet hatte, machte Verluste, er selbst konnte durch illegalen Pferdehandel mit den Apachen noch Gewinne machen.[17] Da sein Ruf in Saint Louis – wo er eine Anzahl Mitglieder der deutschsprachigen Kolonie zu Investitionen in die Karawane überredet hatte – gelitten hatte,[18] verlegte Sutter im Frühjahr 1837 seinen Sitz nach Westport, wo er sich als Laden-, Hotel- und Farmbesitzer versuchte, aber wirtschaftlich wieder scheiterte.[19] Seine rasch aufgebauten Aktivitäten waren wieder über Kredite finanziert, die er bald nicht mehr bedienen konnte, und so verkaufte er Teile und dies in einem Fall auch zweifach.[20] Sutter verließ Westport nach diesem weiteren Misserfolg gezwungenermaßen bereits am 1. April 1838 wieder und machte sich auf den Weg nach Kalifornien, von dem er vielversprechende Berichte in Taos (New Mexico) gehört hatte. In Westport hatte er begonnen, seine Lebensgeschichte interessant anzureichern und sich als ehemaligen Hauptmann der königlich-französischen Schweizergarde von König Karl X. auszugeben, was frei erfunden war.[21] Sutter, der nach Verlassen von Westport in der Reservation der Delaware-Indianer gewartet hatte, hängte sich etwa am 1. Mai 1838 an die in Westport gestartete Versorgungskolonne der American Fur Company an, die im Gebiet des Wind River (Wyoming) die amerikanischen Pelztierjäger treffen wollte. Er erreichte mit dieser am 2. Juni Fort Laramie und am 23. Juni den Popo Agie River. Er hatte erwartet, dort auch die Pelztierjäger der Hudson’s Bay Company und deren Versorgungskarawane zu treffen mit der er dann weiter nach Oregon wollte. Am 12. Juli 1838 konnte Sutter mit Francis Ermatinger, einem Händler der Hudson’s Bay Company, die Reise nach dem damals britischen Oregon beginnen und am 15. Juli überschritten sie den South Pass und erreichten Ende des Monats Fort Hall und am 15. August Fort Boise (beides befestigte Handelsposten der Hudson’s Bay Company). Ende August kamen sie zur Methodisten Mission beim Fort Walla Walla. Die nächste Station war das Willamette Valley, von wo aus Sutter sich nach Fort Vancouver begab. Hier traf er James Douglas (damals der dort residierende Chief Trader der Hudson’s Bay Company), von dem er ein allgemeines Empfehlungsschreiben erhielt. Sutter plante von Oregon nach Kalifornien weiterzureisen und Rinderherden als Handelsgüter mit sich zu treiben. Aufgrund des bevorstehenden Winters konnte dies jedoch erst im Frühjahr geschehen, und Sutter wollte nicht mehr warten. Eine direkte Schiffsverbindung nach Kalifornien gab es nicht, und so schiffte er sich auf Empfehlung der Briten nach Hawaii ein, um dort ein Schiff nach Kalifornien zu nehmen.[22] Am 9. Dezember erreichte er Honolulu und musste feststellen, dass ein spanisches Schiff mit Ziel Kalifornien kurz zuvor den Hafen verlassen hatte. Sutter nutzte zunächst die Wartezeit auf ein Schiff, um Beziehungen zu knüpfen, nachdem sich jedoch kein Schiff mit Ziel Kalifornien zeigte, nahm er das Angebot eines Kaufmanns an, auf einem gemieteten Schiff am 20. April 1839 mit ins russische Nowo-Archangelsk (Sitka) zu fahren und dort im Auftrag Waren zu verkaufen. Auf der Rückfahrt durfte er das Schiff dann nach Kalifornien dirigieren und kam am 1. Juli 1839 im Hafen von Yerba Buena (wie damals San Francisco hieß) an – 15 Monate nachdem er Missouri verlassen hatte und fünf Jahre nach seiner Ankunft in Amerika.

In Kalifornien (1839 bis 1865)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John A. Sutter um 1850

Sutters Plan war, eine Ansiedlung im Tal des Sacramento River zu gründen. Sutter wollte die – wenn auch spärlich – von den hispanischen Kaliforniern besiedelten küstennahen Gebiete meiden, um nicht deren Einfluss ausgesetzt zu sein. Der mexikanische Gouverneur Juan Bautista Alvarado befürwortete dies und gab Sutter bereits 1839 – also vor der Landzuweisung – die Erlaubnis, im Sacramento-Tal zu siedeln. Sutter begann am 13. August 1839 mit dem Aufbau der Hauptsiedlung der Kolonie – dem späteren Fort Sutter nahe der Mündung des American River in den Sacramento River. Am 29. August 1840 erhielt Sutter die mexikanische Staatsbürgerschaft und am 18. Juni 1841 die gewünschte Landzuweisung. Noch im selben Jahr erwarb er die russischen Kolonien Fort Ross und Bodega Bay. Nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg fiel im Jahr 1848 Neu-Helvetien durch den Vertrag von Guadalupe Hidalgo zusammen mit dem übrigen Gebiet des heutigen US-Bundesstaats Kalifornien an die USA. Im selben Jahr brach der Goldrausch aus, nachdem bei einer von Sutter auf Indianerland errichten Sägemühle (Sutter’s Mill) Gold gefunden worden war. Der Goldrausch entzog ihm – wie allen Unternehmern in Kalifornien – die Arbeitskräfte, so dass auch die Ernten nicht mehr eingebracht werden konnten. Durch die Massen an undisziplinierten Goldsuchern wurden seine Gebäude und Plantagen geschädigt. Neben diesen negativen Folgen erlebte Sutter durch die Zuwanderung aber auch eine enorme Wertsteigerung seiner Grundstücke – besonders im Gebiet des heutigen Sacramento City, was ihm ermöglichte, seine hohen Schulden zu bezahlen. Durch eigenes wirtschaftliches Unvermögen und Verschwendungssucht sowie Betrug durch Mitarbeiter und Geschäftspartner verlor er einen großen Teil des verbliebenen Vermögens. Die Kosten eines jahrelangen Rechtsstreits mit den Vereinigten Staaten um seine Landzuweisungen und deren teilweiser Entzug zehrten das Restvermögen weiter aus. Nachdem 1865 seine Hock Farm durch Brandstiftung zerstört worden war, verkaufte er auch dieses Grundstück und verließ Kalifornien, womit Neu-Helvetien erlosch.

In Washington und Lititz (1865 bis 1880)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem seine Hock-Farm in Kalifornien abgebrannt war, zog Sutter mit seiner Frau im Dezember 1865 nach Washington, D.C. 1866 reichte er beim Kongress der Vereinigten Staaten eine Petition wegen der vom obersten Bundesgericht verworfenen zweiten Landschenkung und dem ihm angetanen Unrecht ein.

Die drei Kinder von Johann August Sutter jun. und seiner ersten Ehefrau María del Carmen Rivas wurden von den Großeltern betreut. John III (* 1852) besuchte die John Beck's School for Boys, eine Schule der Herrnhuter Brüdergemeine in Lititz (Pennsylvania). Anna Eliza und María del Carmen kamen 1867 in die Linden Hall, ein Mädchenpensionat der Herrnhuter in Lititz.[23] 1870 begann das Ehepaar Sutter den Bau eines stattlichen Hauses in Lititz und zog 1871 von Washington hierher. Lititz liegt 150 Kilometer nordöstlich von Washington D.C. Sutter lebte weiter zeitweise im Hotel in Washington, um bei den Abgeordneten und Senatoren seine Petition bzgl. einer Entschädigung voranzutreiben. Nachdem 1876 noch immer keine Entscheidung über die Petition getroffen worden war, reichte er eine neue ein, die vom Private Land Claims Committee des Repräsentantenhauses zur Annahme empfohlen wurde und eine Entschädigung für Sutter in Höhe von 50'000 USD vorsah – die Vorlage wurde jedoch vom Repräsentantenhaus nie behandelt. 1880 legte Sutter eine dritte Petition vor, die im April 1880 von Ausschüssen des Repräsentantenhauses und des Senats befürwortet wurde. Im Juni lancierte Senator Daniel W. Voorhees eine Vorlage für den Kongress im Sinne der Petition, aber der Kongress vertagte sich am 16. Juni, und es kam nicht zu einer Abstimmung über Sutters Anliegen – am 18. Juni 1880 starb Sutter im renommierten Mades Hotel[24] in Washington. Seine Frau starb 1881 in Lititz. Beigesetzt sind beide auf dem Friedhof der Herrnhuter Brüdergemeine in Lititz.

General Sutter?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Major General John A. Sutter um 1854

Sutter zeigte nach den zeitgenössischen Quellen eine Vorliebe für militärisches Gehabe und er legte sich gerne militärische Dienstgrade zu. Nachgewiesen ist, dass er am 26. Mai 1828 seinen Dienst als Kadett der Republik Bern antrat. Am 15. Juli 1828 wurde er zum Zweyten Unter-Lieutenant der 1. Centrums Compagnie des Reserve-Infanterie-Bataillons Nro. III[25] und am 16. März 1831 zum Ersten Unter-Lieutenant der 2. Centrums Compagnie[26] befördert.[27] Sutters eigene Behauptung, er sei Kapitän der Artillerie des Schweizerheeres gewesen, ist nicht belegt. Dies gilt auch für die Behauptung, er habe die Militärschule in Thun besucht und sei dort Studiengenosse von Louis Napoléon gewesen. In Missouri schmückte er seine Lebensgeschichte weiter aus und behauptete, Hauptmann der königlich-französischen Schweizergarde von König Karl X. gewesen zu sein, was frei erfunden war.[28]

Als Anführer einer Händlergruppe im Santa Fe Handel ließ er sich – wie dort üblich – als Captain bezeichnen und führte diesen „Titel“ auch später noch. Nach Sutters Angaben trug ihm der König von Hawaii, Kamehameha III., 1839 an, auf Hawaii zu bleiben und das Amt eines Kriegsministers zu übernehmen.[29]

Mitte 1844 ernannte der mexikanische Gouverneur von California, Micheltorena, Sutter zum Hauptmann (Capitano) der mexikanisch-kalifornischen Miliz (Defensores de la Patria). Im Januar 1845 wurde er Oberbefehlshaber der Truppen des Sacramentotales (ca. 200 Mann) – hauptsächlich seine eigene Indianer-Truppe.

Am 16. August 1846 wurde Sutter zum Leutnant der US-amerikanischen Dragoner ernannt,[30] wobei er lediglich die Funktion eines Adjutanten des amerikanischen Kommandanten seines Fort Sutter mit der Indianer-Kompanie erhielt.

Im Juni 1852 wurden die Sutter Rifles[31] gegründet. Diese in Sacramento beheimatete Miliz-Kompagnie der California State Militia wurde zu Ehren von Sutter benannt. Am 16. Februar 1853 wurde Sutter vom kalifornischen Kongress zu einem der Major Generals der California State Militia gewählt.[32] Bis 1861 finden sich in der kalifornischen Presse immer wieder Berichte über General Sutters Auftritt bei Paraden und Feierlichkeiten. Dienstlich tritt er nur im Sommer 1856 als Kommandeur der 5. Division (Hauptquartier in Marysville) im Zusammenhang mit der Mobilisierung der Miliz gegen das Vigilance Committee von San Francisco hervor.[Anm. 12]

Sutters militärische Praxis fällt in die Zeit von 1839 bis 1846 als er zahlreiche Einsätze gegen Indianergruppen führte. Aufgrund der überlegenen Bewaffnung handelte es sich dabei eher um Jagden denn um Kämpfe.

Sutter und seine militärischen Dienstherren:

Sutter und die indigene Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hintergrund Anführer der Maidu in deren Gebiet Neu-Helvetien lag. (Die Nisenan=Southern Maidu waren Verwandte dieser Maidu)

Der Glarner Heinrich Lienhard (1822–1903), der 1846 bis 1850 in verschiedenen Funktionen bei Sutter in Neu-Helvetien tätig war, hat als Augenzeuge seine Erinnerungen um 1870 niedergeschrieben. Das Original, 238 Seiten in deutscher Handschrift, ist aufbewahrt in der Bancroft Library der University of California in Berkeley. Lienhards Bericht zeigt glaubhaft die skandalösen Zustände in Neu-Helvetien: Sutters Alkoholismus, seine Tätlichkeiten gegenüber seinen Arbeitern und Arbeiterinnen, sowie deren sexuellen Missbrauch. Die Historikerin Rachel Huber[33] stellt auf Grund von Lienhards Bericht fest, dass die Kolonie "Neu-Helvetien" auf der Grundlage von Zwangsarbeit der indigenen Bevölkerung funktioniert hat,[34] erwähnt Sutters "Handel mit indigenen Kindern, vornehmlich, um seine Schulden zu tilgen",[35] nennt Sutter eine "zentrale Figur in den Verfolgungs- und Dezimierungsvorgängen der indigenen Bevölkerung Kaliforniens",[36] und sieht ihn mitverantwortlich für den Genozid der indigenen Gesellschaft Kaliforniens, der mit dem Goldrausch 1848 einsetzte.[37]

Nachleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würdigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Vielfalt der Literatur über Sutter findet sich auch eine Vielfalt an unterschiedlichen Einschätzungen seiner Person. Bis heute nachwirkend sind insbesondere die Zerrbilder des heldenhaften Pioniers von Kalifornien, der im Sturm des Goldrausches ohne Schuld unterging[38] und jenes des gewissenlosen Kolonialisten der den Untergang der kalifornischen Indianer einleitete.[39]

Mit Zollinger und Hurtado wurde ein etwas realistischeres und ausgewogeneres Bild Sutters vorherrschend – seine Schwächen und Fehler wurden nicht kaschiert, aber grundsätzlich überwiegt eine wohlwollende Einschätzung und eine Betonung des ihm angetanen Unrechts, verbunden mit der Zuerkennung einer historischen Bedeutung.

Weniger verbreitet sind die nüchternen zeitgenössischen Einschätzungen renommierter amerikanischer Wissenschaftler wie Hubert Howe Bancroft und Josiah Royce. Bancroft, der Herausgeber und Mitautor eines Standardwerkes zur kalifornischen Geschichte, führte auch ein langes Interview mit Sutter in Lititz. Er spricht Sutter jede historische Bedeutung ab und skizziert ihn als selbstsüchtige, eitle Person, die unfähig war die glücklichen Umstände sinnvoll zu nutzen.[40] Der Philosoph Royce bezeichnet Sutters Schicksal als das gewöhnliche eines hartnäckigen und unbelehrbaren Träumers und sieht seine Person nicht als Helden, sondern als mehr malerisch denn männlich.[41]

Ohne den zufälligen Goldfund auf einem Gelände, das Sutter nutzte, wäre er wohl ebenso in Vergessenheit geraten, wie andere frühe kalifornische Pioniere aus Deutschland und der Schweiz wie z. B. Wilhelm Benitz.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sutter ist Namengeber für eine Vielzahl geografischer Objekte (z. B. Sutter County, Sutter Buttes, Sutter Creek), öffentlicher Einrichtungen (Schulen, Straßen) in Kalifornien, Kreis Lörrach (Kandern: Johann August Sutter Straße), Kanton Bern, Kanton Basel-Land.

Die Kantonshauptstadt des Kantons Basel-Land Liestal ist 1989 eine Städtepartnerschaft mit der Hauptstadt von Kalifornien, Sacramento, eingegangen, wobei die beidseitigen Beziehungen zu General Sutter den Anknüpfungspunkt bildeten. Allerdings hat Liestal mit Sutter nur insoweit zu tun als dessen Heimatgemeinde Rünenberg (in der er nie lebte) im Kanton Basel-Land liegt.

In Kandern – Sutters Geburtsort – gibt es einen Förderverein Städtepartnerschaft Kandern – Sacramento e.V.,[42] aber die Stadt Kandern hat keine offizielle Partnerschaft mit Sacramento.

Die Bekanntheit von Sutters Zerrbild führt auch dazu, dass sein Name im Tourismus als Marke genutzt wird – General Sutter ist für Gemeinden mit irgendeinem weitläufigen Bezug zu Sutter so etwas wie der Bollenhut für den Schwarzwald. In Lititz wirbt das Gasthaus „The Sutter“ mit seinem Namen[43] und in Sissach die General Sutter Distillery.[44] Das General Sutter Museum in Sissach[45] befindet sich im Obergeschoss der Brennerei Nebiker.

Sutter selbst lebte nie in seinem Heimatort Rünenberg im Kanton Basel-Land, aber es gibt seit 1953 ein Denkmal für ihn.[46] Der Kanton Basel-Land unterstützte 1987 die Finanzierung eines Sutter-Denkmals in Sacramento mit 50'000 Schweizer Franken.[47]

In Kalifornien sind eine Reihe von Plätzen mit Bezug auf Sutter als State Parks oder Historical Landmark deklariert. Die drei State Historic Parks werden jährlich von etwa 400 000 Touristen besucht.

Bezeichnung Ort, County; Staat Status Anmerkungen National Register of Historic Places (NRHP)
Sutter's Fort Sacramento, Kalifornien National Historic Landmark;[48] California Historical Landmark Nr. 525[49] California state park 66000221[50]
Sutterville Sacramento, Kalifornien California Historical Landmark Nr. 593[51] nein
Coloma El Dorado County, Kalifornien National Historic Landmark;[52] California state park Marshall Gold Discovery State Historic Park mit Sutter's Mill und Marshall Monument 66000207[53]
Sutter's Mill (Gold discovery site) Coloma, El Dorado County, Kalifornien California Historical Landmark Nr. 530[54] gehört zu Coloma (Marshall Gold Discovery State Historic Park) nein
Hock Farm Yuba City, Sutter County, Kalifornien California Historical Landmark Nr. 346[55] nein
Fort Ross Jenner, Sonoma County, Kalifornien National Historic Landmark;[56] State Historic Park; California Historical Landmark Nr. 346[57] California state park 66000239[58]
Fort Ross Commander's House Jenner, Sonoma County, Kalifornien National Historic Landmark[59] 66000239[60]
Johann August[61] Sutter House Lititz, Lancaster County, Pennsylvania 82003795[62]
Sutter Creek Sutter Creek, Amador County, Kalifornien California Historical Landmark Nr. 322[63] Sutter Creek Grammar School und Five Mile Drive--Sutter Creek Bridge auch im National Register of Historic Places - kein direkter Bezug zu Sutter 76000477[64]; 86000734[65]

Sutter als künstlerisches Motiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frédéric-Louis Sauser (Künstlername Blaise Cendrars) um 1912
In der Belletristik

Zentral für die Rezeption Sutters war und ist der 1925 in französischer Sprache erschienene historische Roman L'Or. La merveilleuse histoire du général Johann August Suter des Schweizer Schriftstellers Blaise Cendrars. Bereits 1925 erschien eine deutsche Übersetzung von Yvan Goll, Gold. Die fabelhafte Geschichte des Generals Johann August Suter.[66] und 1926 erschien eine englische Übersetzung. Seither sind viele Ausgaben in diversen Sprachen veröffentlicht worden. Das „elende Machwerk vom historischen“ und der „höchst facinierenden Roman vom belletristischen Standpunkte“[67] gab vielen weitere Autoren den Anstoß, sich mit der Geschichte Sutters zu befassen, wobei meist die Aspekte des Goldrauschs im Vordergrund stehen. Die von Cendrars erfundenen alternativen Fakten wurden dabei oft ungeprüft kolportiert, wie auch neue erfunden. 1927 wurden mit Fünf historische Miniaturen die ersten Teile von Stefan Zweigs Sternstunden der Menschheit veröffentlicht, wobei sich Zweig im Kapitel Die Entdeckung Eldorados mit der Geschichte Sutters befasst.[68] 1930 befasste sich auch der rasende Reporter Egon Erwin Kisch mit Sutters Geschichte.[69] 1961 erschien der Roman Der Kaiser von Kalifornien von Luis Trenker,[70] der damit den Erfolg seines Films von 1936 ausschöpfte. Der Basler Schriftsteller Jürg Weibel brachte 1980 eine Schrift über Sutter heraus.[71] Der jüngste August-Sutter-Roman von Helen Liebendörfer erschien 2016.[72]

Im Film

Der sowjetische Regisseur Sergei Michailowitsch Eisenstein hielt sich auf Einladung der Paramount Pictures 1930 in Hollywood auf und plante einen Film mit dem Titel Sutters Gold, zu dem er durch den Roman L’or des Schweizer Schriftstellers Blaise Cendrars angeregt wurde. Paramount lehnte die Idee ab, aber Eisenstein verfolgte sie weiter.[73] Als Eisenstein seinen Entwurf[74] vorlegte, für den er wochenlang historische Literatur und die originalen Schauplätze studiert hatte, wurde dieser in Fachkreisen gelobt,[Anm. 13] aber der Direktion von Paramount missfiel die Grundaussage, dass Gold die Quelle der Zerstörung von Mensch und Natur sei. Zudem gefiel seine Behandlung der Indianerfrage nicht.[75][Anm. 14] Paramount schlug Eisenstein eine Verfilmung von Theodore Dreisers Roman Eine amerikanische Tragödie vor, und Eisenstein nahm diese Anregung gerne auf. Auch sein Entwurf hierfür wurde von Paramount verworfen und zudem wurde in der amerikanischen Öffentlichkeit eine Kampagne gegen Eisenstein und seine politische Haltung gestartet. 1931 beendete Paramount den Vertrag mit Eisenstein, ohne ein Projekt mit ihm realisiert zu haben. Die Realisierung von Eisensteins Filmidee hätte vermutlich die gesamte Rezeption von Johann August Sutter wesentlich beeinflusst und in eine andere Richtung gebracht.

1936 realisierte der amerikanische Regisseur James Cruze mit Universal Pictures die Filmidee von Eisenstein unter dem Titel Sutter's Gold. Trotz eines Rekord-Budgets von 2 Millionen US-Dollar fand der Film in dieser stark von Eisenstein abweichenden Umsetzung wenig Resonanz und war ein wirtschaftlicher Flop.[76]

Ebenfalls 1936 lieferte Sutters Leben den Stoff für den deutschen Spielfilm Der Kaiser von Kalifornien von und mit Luis Trenker (Produktion, Drehbuch, Regie und Hauptrolle). Diese Verfilmung ist angelehnt an den französischsprachigen Roman L’or des Schweizer Schriftstellers Blaise Cendrars. 1961 erschien ein ebenso wie der Film betitelter Roman des Hauptdarstellers Luis Trenker.[77]

In den 1980er Jahren plante die Filmgesellschaft von Moshé Mizrahi ein Projekt für einen neuen Sutter-Film – das Projekt wurde jedoch nicht realisiert.[78] 1999 brachte der Basler Regisseur Benny Fasnacht seinen Film General Sutter heraus.[79]

Im Theater

Der Schweizer Dramatiker Cäsar von Arx schrieb 1929 Die Geschichte vom General Johann August Suter. Schauspiel in zwei Teilen. Etwa gleichzeitig schrieb der Schweizer Dramaturg und Regisseur Werner Wolff ein Stück mit dem Titel „General Suter“, das dann wegen des Stücks von Cäsar von Arx nicht aufgeführt wurde.[80] 1932 folgte der deutsche Autor Bruno Frank mit dem „Schauspiel in einem Prolog und acht Bildern“, Der General und das Gold.[81] Um 1953 schrieb der Baselbieter Mundartschriftsteller Traugott Meyer ein Dialektstück über Sutters Leben.[82] Der chilenische Autor Guillermo Calderón schreib für das Theater Basel die Auftragsarbeit „Goldrausch“, die 2017 aufgeführt wurde. Das Werk fand wenig Anklang, und es finden sich dort kaum noch Reste des historischen Sutter.[83]

In der Malerei

Sutter ließ sich gerne malen. Am bekanntesten ist das Ölgemälde des Schweizer Malers Frank Buchser, das 1866 entstand und sich im Kunstmuseum Solothurn befindet.[84]

In der Musik

Der Schweizer Popmusiker Polo Hofer veröffentlichte 2002 das Lied Alles Gold vo Kalifornie, in dem er von Sutters Leben singt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernard R. Bachmann: General J. A. Sutter: Ein Leben auf der Flucht nach vorn. Zürich 2005, ISBN 3-03823-140-1.
  • Frances Fairchild: The Life and Times of Gen. J. A. Sutter and Other Historical Sketches. Bullock, Sacramento CA 1913 (Digitalisat, PDF)
  • Rachel Huber: "General Sutter", die obskure Seite einer Schweizer Heldenerzählung. In: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte (SZG), (ISSN 0036-7834), Band 69 Nr. 3, 2019, S. 418–433.
  • Albert L. Hurtado: John Sutter. A Life on the North American Frontier. University of Oklahoma Press, Norman OK 2006, ISBN 0-8061-3772-X.
  • Heinrich Lienhard: „Wenn Du absolut nach Amerika gehen willst, so gehe in Gottesnamen!“ Erinnerungen an den California Trail, John A.Sutter und den Goldrausch 1846–1849. 3. Auflage. Zürich : Limmat 2011. pdf – Lienhard arbeitete mehrere Jahre für Sutter; das Urteil über seinen Landsmann fällt dabei sehr ungünstig aus.
  • Martin Stohler: Johann August Sutter als Ikone. In: „Wasser“, Baselbieter Heimatbuch 27, 2009, S. 331–341.
  • Martin Birmann: General Joh. Aug. Suter. Gäbis merkwürdige Schicksale. Reflexe transatlantischer Liebestätigkeit. Verein für die Verbreitung guter Schriften bei Emil Birkhäuser, Basel 1907. (Die Sutter-Biographie – im Original: Suter – ist zuerst 1868 als Feuilleton in der Basellandschaftlichen Zeitung erschienen. Der Bericht über Gäbi handelt von Gabriel Merz, einem Auswanderer aus dem Aargau und Kindheitsfreund Birmanns, über den Sutters Sohn Emil Viktor mit dem Autor korrespondiert, der im Kanton Baselland Vormund von Sutters Frau war. Gäbi Merz, inzwischen Pastor, war laut Sutters Sohn der einzige, der auch in der Krise zur Familie Sutter hielt.)
  • James Peter Zollinger: Johann August Sutter. König von Neu-Helvetien. In: Zürcher Illustrierte. Band 14 (1938) – gekürzte Version der Buchveröffentlichung; Links siehe Wikisource Neu-Helvetien
  • Rudolf Bigler: General Johann August Sutter und seine Beziehungen zu Burgdorf. In: Burgdorfer Jahrbuch 1935, S. 7–20 UB Bern
  • Werner Lüthi: 1848 – Gold in Kalifornien. Zur Lebensgeschichte von General Johann August Sutter. In: Burgdorfer Jahrbuch 1998, S. 21–48 Digitalisat der UB Bern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Johann August Sutter – Sammlung von Bildern
Wikisource: Neu-Helvetien – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe Lüthi S. 21; gemäß Fußnote 1 war die amtliche Schreibweise für die Familie „Suter“, aber Johann August und seine Verwandten schreiben sich immer mit „tt“
  2. siehe Lüthi S. 23.
  3. siehe Zollinger S. 1068.
  4. Abdruck des spanischen Originals der Landzuweisung in Supreme court of the United States. No. 135. : The United States, appellants, vs. John A. Sutter. Appeal from the District court U.S. for the Northern district of California. United States, Washington : Govt. print. off., 1863?, S. 74–75 (spanisch) (Digitalisat)
  5. siehe Erhard Richter: Zum 200. Geburtstag von Johann August Sutter, dem „Kaiser von Kalifornien“. In: Das Markgräflerland, Band 1/2003, S. 85 Digitalisat der UB Freiburg; das Jahr der Versetzung ist nicht bekannt.
  6. siehe Bigler S. 10.
  7. siehe Bigler S. 9.
  8. siehe Lüthi S. 22.
  9. Zollinger S. 1068.
  10. Lüthi S. 29.
  11. Bigler S. 12.
  12. siehe Lüthi S. 29.
  13. siehe Lüthi S. 29, bei Bigler S. 13 wird der 8. oder 9. Mai angegeben, was aber nicht zum Datum des Passes passt.
  14. siehe Zollinger S. 1096.
  15. nach Zollinger bei Independence, nach Hurtado bei Council Grove
  16. Albert L. Hurtado: John Sutter. A Life on the North American Frontier. University of Oklahoma Press, Norman OK 2006, S. 24 im Internet Archive
  17. siehe Hurtado S. 26.
  18. B. D. Wilson, Doyce B. Nunis, Jr.: A Mysterious Chapter in the Life of John A. Sutter. In: California Historical Society Quarterly, Band 38, Nr. 4 (Dezember 1959), S. 321–327 jstor
  19. siehe Zollinger S. 1099.
  20. siehe Hurtado S. 29.
  21. siehe Zollinger S. 1099.
  22. siehe Hurtado S. 42.
  23. John A. Sutter jr, Allen R. Ottley: The Sutter Family and the Origins of Gold-Rush Sacramento. S. 133 Google-Digitalisat
  24. Charles Mades; zum Komfort des Hotels siehe auch Elmer Epenetus Barton (Hrsg.): Historical and commercial sketches of Washington and environs: our capital city, "the Paris of America" im Internet Archive
  25. Regimentsbuch der Republik Bern, 1830
  26. Regimentsbuch der Republik Bern, 1832
  27. siehe Lüthi
  28. siehe Zollinger S. 1099.
  29. siehe Zollinger S. 1101.
  30. siehe Zollinger 1326
  31. California Militia and National Guard. Unit Histories Sutter Rifles auf der Homepage des The California State Military Museum; abgerufen am 23. März 2020
  32. Sacramento Daily Union, Volume 4, Number 593, 16 February 1853, Senat am 14. Februar
  33. Rachel Huber, MA, Vorstellung auf der Homepage der Universität Luzern; abgerufen am 1. April 2020.
  34. siehe Huber S. 427.
  35. siehe Huber S. 424/425.
  36. siehe Huber S. 424.
  37. siehe Huber S. 428.
  38. siehe Cendrars, Trenker etc.
  39. hier ist neuerdings die Arbeit von R. Huber zu nennen, der aber eine Reihe anderer Publikationen vorausgingen
  40. siehe Hubert Howe Bancroft: History of California, Band V. (1846–1848), San Francisco, The History Company, Publishers, 1886, S. 738–740 im Internet Archive
  41. siehe Josiah Royce: California, from the conquest of 1846 to the second vigilance committee in San Francisco [1856] A study of American character, Boston & New York 1886, S. 41/42 im Internet Archive
  42. siehe Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg Handelsregister-Nummer VR 701658
  43. Homepage von „The Sutter“ in Lititz; abgerufen am 13. April 2020
  44. Homepage der General Sutter Distillery; abgerufen am 13. April 2020
  45. Homepage des General Sutter Museums in Sissach; abgerufen am 13. April 2020
  46. General Johann August Sutter - Rünenberg, BL, Switzerland (mit Bild) auf www.waymarking.com; abgerufen am 28. März 2020
  47. siehe Huber S. 422
  48. List of NHLs by State
  49. Office of Historic Preservation Nr. 525
  50. NRIS Nr. 66000221
  51. Office of Historic Preservation Nr. 593
  52. List of NHLs by State
  53. NRIS Nr. 66000207
  54. Office of Historic Preservation GOLD DISCOVERY SITE, Nr. 530
  55. Office of Historic Preservation HOCK FARM (SITE OF), Nr. 346
  56. List of NHLs by State
  57. Office of Historic Preservation Fort Ross, Nr. 5
  58. NRIS Nr. 66000239
  59. List of NHLs by State
  60. NRIS Nr. 66000239
  61. offizieller Schreibfehler im National Register of Historic Places NRIS Nr. 82003795
  62. NRIS Nr. 82003795
  63. Office of Historic Preservation xx, Nr. 322
  64. NRIS Nr. 76000477
  65. NRIS Nr. 86000734
  66. Blaise Cendrars: Gold – Die fabelhafte Geschichte des Generals Johann August Sutter. ISBN 3-7160-2053-2 (Original: L’Or – La merveilleuse histoire du Général Johann August Suter. 1925)
  67. Zitate aus E. A. Kubler: Johann August Sutter in der deutschen Literatur. In: Monatshefte für Deutschen Unterricht, Band 27, No. 4 (Apr., 1935), S. 123 online bei jstor
  68. Stefan Zweig: Die Entdeckung Eldorados. J. A. Suter, Kalifornien. Januar 1848. In: Sternstunden der Menschheit. S. Fischer, Frankfurt am Main 1998, S. 134–144; vorherige Auflage: Insel, Leipzig (E-Text)
  69. Egon Erwin Kisch: Die Ballade von Sutter's Fort. In: Egon Erwin Kisch: Paradies Amerika. Landung in Australien. Berlin 1973 n219 – Internet Archive
  70. Luis Trenker: Der Kaiser von Kalifornien. Verlag der Freizeit-Bibliothek, Hamburg 1961, DNB 455105421
  71. Jürg Weibel: Saat ohne Ernte. Legende und Wirklichkeit im Leben des General Johann August Sutter. Nachtmaschine, Basel 1980, ISBN 3-85816-023-7.
  72. Helen Liebendörfer: Hansdampf in allen Gassen: Die Abenteuer von General J. A. Sutter. Historischer Roman. Friedrich Reinhardt Verlag, Basel 2016, ISBN 978-3-7245-2151-8.
  73. siehe Marie Seton: Sergei M. Eisenstein a biography. New York, Grove Press, Inc. 1960, S. 161 im Internet Archive
  74. Sergei M. Eisenstein, Grigory V. Alexandrov, Igor Montagu: Sutter's Gold. Scenario based upon the novel „L'or“ by Blaise Cendrars. In: Igor Montagu: With Eisenstein in Hollywood; a chapter of autobiography. 2. Auflage. 1974, S. 150–206 im Internet Archive ausleihbar
  75. siehe Marie Seton: Sergei M. Eisenstein a biography. New York, Grove Press, Inc. 1960, S. 172–174 im Internet Archive
  76. Eintrag auf IMBd; abgerufen am 22. März 2020
  77. Luis Trenker: Der Kaiser von Kalifornien. Verlag der Freizeit-Bibliothek, Hamburg 1961, DNB 455105421
  78. Eintrag auf IMBd; abgerufen am 22. März 2020
  79. General Sutter auf www.swissfilms.ch; abgerufen am 28. März 2020
  80. Theaterlexikon der Schweiz online; abgerufen am 23. März 2020
  81. Bruno Frank: Der General und das Gold|Der General und das Gold. Schauspiel in einem Prolog und acht Bildern, Berlin, Drei Masken, 1932, pdf.
  82. Der Gänneral Sutter. D Läbesgschicht vom Johann Auguscht Sutter baselbieterdütsch verzellt. Lüdin, Liestal 1953; zuletzt in: Gesammelte Werke. Band 6. Sauerländer, Aarau 1991, ISBN 3-7941-3248-3.
  83. Annette Mahro: Ein Zerrbild von Künstlerkarrieren. Guillermo Calderóns "Goldrausch" am Theater Basel. In: Badische Zeitung vom 14. Januar 2017; abgerufen am 22. März 2020
  84. Sammlung Online des Kunstmuseums Solothurn; abgerufen am 13. April 2020

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In der Literatur findet sich als Geburtsdatum auch der 15. Februar, aber im Geburts- und Taufregister der Gemeinde Kandern ist eingetragen: „23. Februar 1803 früh um 5 Uhr“. Durch die Uhrzeit und den bei anderen Eintragungen klar ersichtlichen Gebrauch, dass in Kandern der tatsächliche Geburtstag und nicht der Tauftag eingetragen wurden, ist der 23. Februar definitiv als Geburtstag anzusehen. Siehe hierzu Lüthi S. 22; dort auch das Zitat.
  2. Zum Zeitpunkt von Sutters Geburt gehörte Kandern zur Markgrafschaft Baden. In der Literatur wird vielfach das Großherzogtum Baden genannt, was aber nicht ganz korrekt ist. Zum Zeitpunkt der Geburt war der Reichsdeputationshauptschluss noch nicht rechtswirksam. Als er dies am 27. April 1803 wurde, gehörte Kandern zunächst zum Kurfürstentum Baden und erst mit der Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 entstand das Großherzogtum Baden.
  3. Die Basler Familie Hüsler betrieb seit 1532 eine Papiermühle im St. Albantal. Der Name wurde im Laufe der Zeiten anders geschrieben: Heusler, Häusler, Häußler. Siehe auch Sandra Schultz: Papierherstellung im deutschen Südwesten: Ein neues Gewerbe im späten Mittelalter, Berlin/Boston 2018, S. 216 (online). Entgegen anders lautenden Berichten in der Literatur besaß die Familie Suter/Sutter keine Papiermühlen.
  4. In der Literatur findet sich vielfach der Name Dübold; hier wird die Schreibweise von Bigler (S. 9 u. a.) verwendet, der als Archivar von Burgdorf den Zugang zu allen Akten hatte. Bei Lüthi (S. 24) wird der Vorname Annette genannt; bei Bigler (S. 10) Anna, genannt Nannette. Auf dem gemeinsamen Grabstein von Johann August und seiner Ehefrau in Lititz steht „Anna“ und „Dübeld“.
  5. In der Literatur wird teilweise nur von vier Kindern berichtet, wobei der früh verstorbene Carl Albert vergessen wird.
  6. Hieraus und aus der Eintragung im Kanderner Kirchenbuch ergibt sich, dass Sutter nicht römisch-katholisch war, wie er dies später bei der Einbürgerung in Mexiko behauptete. Bei seiner Geburt 1803 war die evangelische Landeskirche der Markgrafschaft Baden noch lutherisch. 1821 erfolgte die Vereinigung der lutherischen und der reformierten Landeskirchen zur Vereinigten Evangelisch-protestantischen Kirche im Großherzogtum Baden. Die Heirat erfolgte in der reformierten Kirche Burgdorf.
  7. Alphons schloss sich 1855 dem Filibuster William Walker an. Nach dessen Scheitern 1860 kam Alphons nach Kalifornien zurück und ließ sich in Nevada City nieder, wo er 1863 starb – vermutlich an den Spätfolgen eines Tropenfiebers, das er sich während seiner Zeit bei den Filibustern zugezogen hatte. Siehe Oscar Lewis: Sutter's Fort. Gateway to the Gold Fields, Prentice-Hall, 1966, S. 193/194 Im Internet Archive
  8. Teilweise finden sich Hinweise auf einen Zwillingsbruder Johann Heinrich, den es aber nicht gab.
  9. Thurneysen hatte 1819 die Papiermühle in Kandern erworben und die Lehrstelle, war wohl der Position seines Vaters zu verdanken.
  10. In der Literatur ist von der Spezereihandlung des Salzfaktors Aeschlimann in der Burgdorfer Schmiedengasse die Rede, wo er als Handelscommis arbeitete. Dieses eher unwichtige Detail wird hier nur kommentiert um dem Leser der Sutter Literatur gleich die Übersetzung der heute unüblichen Begriffe mitzugeben.
  11. Bei Bigler S. 13 „Sofort rief sie den Geldstag an.“ Zum Begriff Geldstag siehe Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm
  12. Sutter war nicht General der US-Armee. Die California State Militia wurde durch An Act concerning the organization of the Militia vom 10. April 1850. In: Statutes of California, passed at the first Session of the Legislature. San José 1850, S. 190–196 gegründet.Google-Digitalisat. Commander in Chief war und ist der Gouverneur von Kalifornien, die tatsächliche Leitung liegt beim Adjutant General (1852–1864 William Chauncey Kibbe). Zunächst war die Miliz in vier Divisionen jeweils unter der Leitung eines Major General eingeteilt – später wurde die Anzahl der Divisionen erhöht, wobei die Einteilung auf Basis der Counties erfolgte. Die Miliz wurde bei inneren Unruhen und vor allem für Kriegszüge gegen die Indianer aufgeboten – ein diesbzgl. Einsatz des Generalmajors Sutters ist nicht bekannt.
  13. Charly Chaplin erinnerte sich, dass man von einem „brillianten“ Entwurf sprach – siehe William Richardson: Eisenstein and California: The "Sutter's Gold" Episode. In: California History, Vol. 59, No. 3 (Fall, 1980), S. 199 JSTOR
  14. Eisenstein wollte auch die Szene mit der entwürdigenden Fütterung der Indianer aufnehmen die Lienhard schilderte – siehe Sutter's Gold. Scenario S. 174.