Johann Baptist Birck

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Johann Baptist Birck (* 1804 in Trier; † 23. April 1869 in Köln) war ein preußischer Verwaltungsbeamter und kommissarischer Regierungspräsident des Regierungsbezirks Trier sowie des Regierungsbezirks Köln.[1]:105 Anm. 68

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Katholik Johann Baptist Birck trat nach dem Studium der Rechtswissenschaften in den preußischen Justizdienst ein. Dort wirkte er als Gerichtsassessor und später Prokurator bei den Landgerichten in Trier, Düsseldorf und Köln, bevor er im Jahr 1835 als Justiziar und Regierungsrat an die Königlich Preußische Regierung in Köln wechselte. Als Justitiar war er am 20. November 1837 an der Verhaftung des Kölner Erzbischofs Clemens August Droste zu Vischering beteiligt.[2]:98

Im Jahr 1843 wurde Birck dann unter Ernennung zum Oberregierungsrat an die Königliche Preußische Regierung in Trier versetzt. Als deren Präsident, Rudolf von Auerswald im März 1848 nach Berlin berufen wurde und kurz darauf die Leitung des Oberpräsidiums der Provinz Ostpreußen antrat, übernahm Birck bis zum April 1849 vertretungsweise die Verwaltung des Regierungsbezirks Trier. Nach dem Dienstantritt des neuen Trierer Regierungspräsidenten Wilhelm Sebaldt am 28. April 1849 (Bestallung: 7. April 1849)[1]:742 kehrte Birck nach Köln zurück. Dort leitete er bis zu seinem Tod die Abteilung I und war zugleich stellvertretender Regierungspräsident.[2]:98 f. Mit der Einsetzung des amtierenden Regierungspräsidenten Eduard von Moeller als Zivilverwalter des Kurfürstentums Hessen am 21. Juni 1866 leitete Johann Baptist Birck die Königliche Preußische Regierung in Köln bis zum April 1867 interimistisch.[1]:306 In Köln bekleidete er zudem zahlreiche Nebenämter, für die er jährlich eine Nebenvergütung von 1100 Reichstalern bezog, was dem Jahresgehalt eines Regierungsrates entsprach. So war Birck Verwaltungsratsvorsitzender des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, Vorsitzender der Verwaltungskommissionen der Provinzial-Hebammen-Lehranstalt in Köln und der Arbeitsanstalt in Brauweiler sowie Staatskommissar des A. Schaaffhausen’schen Bankvereins, der Concordia Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit und – nach längerer Zurückhaltung seitens der Ministerien – auch der Kölner Privatbank.[2]:99

Johann Baptist Birck war verheiratet.[1]:306 Anm. 132 Eine mögliche familiäre Verbindung zu Ernst Birck, dem Landrat des Kreises Bergheim (Erft), ist bislang nicht geklärt.

Ehrungen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Klein: Die Personalpolitik der Hohenzollernmonarchie bei der Kölner Regierung. Ein Beitrag zur preußischen Personalpolitik am Rhein. (=Veröffentlichungen des Historischen Vereins für den Niederrhein insbesondere das alte Erzbistum Köln, 10), L. Schwann, Düsseldorf 1967, DNB 457217359; S. 98–99.
  • Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4.
  2. a b c d August Klein: Die Personalpolitik der Hohenzollernmonarchie bei der Kölner Regierung. Ein Beitrag zur preußischen Personalpolitik am Rhein.