Johann Baumgart

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Johann Baumgart (auch Johann Pomarias; * 24. Juni 1514 in Meißen; † 18. März 1578 in Magdeburg) war ein lutherischer Theologe, Kirchenlieddichter und Schuldramatiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baumgart wurde 1514 in Meißen als Sohn des Malers und Goldschmieds Sigismund Baumgart und seiner Frau Christina Hoier geboren. Er besuchte das Gymnasium in Magdeburg und immatrikulierte sich an der Universität Wittenberg In Wittenberg wurde er ein Schüler von Georg Major, Martin Luther und Philipp Melanchthon. Nach dem Abschluss seiner Studien nahm er eine Lehrerstelle in Naumburg (Saale) an. Er wechselte 1540 an das Gymnasium in Magdeburg als Konrektor und wurde zugleich damit Pfarrer an der Heiligen-Geist-Kirche.

Als Gnesiolutheraner verfasste er umfangreiche katechetische und polemische Schriften. Auch beschäftigte er sich im Rahmen seiner Schulbildung mit dramatischen Aufführungen. So verfasste er 1561 ein polemisierendes Drama, in dem er Juristen und das Rats- und Schöppengericht satirisch vorführte und sie mit der Weisheit Salomons konfrontierte. Die recht derb-volkstümlich ausgeführte Thematik versucht dabei, eine echte Charaktergestaltung zu erreichen, ist aber trotz der wortreichen Dialoge schwerfällig in der Handlung. Auch als Verfasser von Gebetsliedern ist Baumgart hervorgetreten.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werke von und über Johann Baumgart in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  • Betbüchlein wider der Pestilenz und seine geistlichen Lieder
  • Juditium, Das Gericht Salomonis, Magdeburg 1561;
  • Eine Predigt von den Allerheiligsten Namen Christus, Magdeburg 1566;
  • Drei Predigten von Guten und Bösen Engeln, Magdeburg 1566;
  • Carminum liber I, 1578
  • „Mir ist ein geistlich Kirchlein erbauet in dem Herzen mein“ (Lied)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]