Johann Christian Bach (Clavier-Bach)

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Bildnis von Friedrich Georg Weitsch, lange Zeit als Porträt Wilhelm Friedemann Bachs geltend, vermutlich aber dessen Schüler Johann Christian Bach zeigend

Johann Christian Bach (* 23. Juli 1743 in Halle (Saale)[1]; † 20. Juni 1814 ebenda) war Pianist und Lehrer am Pädagogium in Halle. Er gehört zur weitverzweigten Bach-Familie; zur Unterscheidung vom jüngsten Sohn Johann Sebastian Bachs, Johann Christian Bach, erhielt er den Beinamen „Hallenser Clavier-Bach“.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Christian Bach war Sohn des Kantors an St. Ulrich in Halle Georg Michael Bach (1703–1771); sein Onkel war der Thüringer Hofkomponist Johann Ludwig Bach (1677–1731).

Johann Christian Bach war Schüler von Wilhelm Friedemann Bach, von dem er das Klavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach als Geschenk erhielt.[2] Den Hallenser Clavier-Bach zeigt vermutlich das Bildnis von Friedrich Georg Weitsch, das lange Zeit als Porträt von Wilhelm Friedemann angesehen wurde.[3][4] Kurz vor seinem Tod vermachte er seine Musiksammlung dem Musikdirektor Johann Nicolaus Julius Kötschau (1788–1845).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Taufregister der Kirche Unser Lieben Frauen zu Halle 1732–1748, S. 425.
  2. Martin Falck: Wilhelm Friedemann Bach. Kahnt, Leipzig 1913, S. 42.
  3. Reimar F. Lacher: Friedrich Georg Weitsch. Mann, Berlin 2005, ISBN 3-7861-2321-7.
  4. Ulrich Kahmann: Ein falsches Bild von Wilhelm Friedemann Bach. Neue Erkenntnisse über das Portrait von Friedrich Georg Weitsch. In: Die Tonkunst, Oktober 2010, Nr. 4, Jg. 4 (2010), ISSN 1863-3536, S. 535–539.