Johann Christoph Harenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
J. C. Harenbergi, Periculum geographicum de Regione Aram in Acta Eruditorum, 1740

Johann Christoph Harenberg (* 28. April 1696 in Langenholzen; † 12. November 1774 in Braunschweig) war ein deutscher evangelischer Theologe und Historiker. Seine wichtigsten Arbeiten verfasste er zur Geschichte von Gandersheim sowie zur Bibelexegese.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Christoph Harenberg war Sohn eines Landwirts und absolvierte seine schulische Laufbahn im Gymnasium in Hildesheim. 1715 ging er an die Universität Helmstedt und studierte dort klassische und morgenländische Sprachen, Theologie, Philosophie, Archäologie und Geschichte. Im Jahr 1719 ging er zum weiteren Studium an die Universitäten Jena und Halle. 1720 wurde Harenberg Rektor der Stiftsschule in Gandersheim, wo er sich mit dem dortigen Archiv beschäftigte und für seine spätere Chronik Historia ecclesiae Ganderhemensis cathedralis ac collegiatae diplomatica (1734) auswertete.

1734 wurde er im Kloster Clus und im Dorf Dankelsheim und ein Jahr später auch in der Pfarrei in Bornumhausen bei Seesen zum Pfarrer ernannt, trat jedoch beide Stellen nicht an. Stattdessen wurde er 1735 Generalaufseher der Schulen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Die Berliner Akademie der Wissenschaften ernannte ihn 1738 zu ihrem Mitglied. 1745 erhielt er eine Anstellung als Professor honorarius an dem damals errichteten Collegium Carolinum in Braunschweig und zugleich als Propst des Klosters St. Lorenz bei Schöningen.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelblatt des Buches „Vernünftige und Christliche Gedancken über die Vampirs“

Es ist möglich, dass Johann Christoph Harenberg auch unter dem Pseudonym Johann Friedrich Weitenkampf veröffentlichte.[1]

  • Vernünftige und Christliche Gedancken über die Vampirs …. Wolfenbüttel 1733. (Digitalisat.)
  • Historia ecclesiae Ganderhemensis cathedralis ac collegiatae diplomatica. Hannover 1734.
  • Vindiciae Harenbergianae. Frankfurt/Leipzig 1739.
  • Otia Gandershemensia. 1740.
  • La Palestine ou la Terre Sainte. Palæstina seu terra olim sancta. Nürnberg 1744 (Karte; Digitalisat der Israelischen Nationalbibliothek).
  • Wahrhafte Geschichte von Erscheinung eines Verstorbenen in Braunschweig: nebst denen von diesem Gespenste gesamleten Nachrichten. Braunschweig 1748, OCLC 258360159 (Berichte über das Erscheinen von Melchior Dörrien nach seinem Tode).
  • Weitenkampf:[1] Lehrgebäude vom Untergange der Erden. Braunschweig/Hildesheim 1754.
  • Monumenta historica adhuc inedita. Braunschweig 1758–1762.
  • Erklärung der Offenbahrung Johannis. 1759.
  • Progmatische Geschichte des Ordens der Jesuiten. 2 Bände. Halle/Helmstedt 1760.
  • Amos propheta expositus. 1763.
  • Aufklärung des Buchs Daniel. 2 Bände. Blankenburg/Quedlinburg 1773.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Johann Christoph Harenberg – Quellen und Volltexte
Commons: Johann Christoph Harenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Christian Friedrich Rassmann: Fr. Rassmann’s Kurzgefasstes Lexicon deutscher pseudonymer Schriftsteller. Leipzig 1830. S. 225.