Johann Fulde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann Gottfried Fulde (* 21. September 1718 in Nimptsch, Schlesien; † 4. Januar 1796 in Dyhernfurth) war ein deutscher Musiker und evangelischer Pastor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1732 besuchte Fulde das Maria-Magdalenen-Gymnasium in Breslau. Seine Mitwirkung als Choralist in St. Maria Magdalena, einer der Hauptkirchen Breslaus, ist für 1735 bezeugt. Mit Johann Christoph Altnikol und Benjamin Gottlieb Faber, ebenfalls Sänger in St. Maria Magdalena, verließ er 1743 Breslau und ging zum Studium der Theologie nach Leipzig. Altnickol, später Schwiegersohn J.S. Bachs, wählte das Studium der Musik und Faber das Studium der Medizin.

Da sie schon in Breslau eine musikalische Ausbildung genossen hatten, nahmen sie an dem von J.S.Bach geprägten Musikleben aktiv teil. Fulde war im "Großen Konzert" als Violinist und Tenor tätig. In Fuldes Stammbuch, das er kurz vor seiner Abreise aus Breslau anlegte, schrieb J.S.Bach am 15. Oktober 1747 den Kanon Canone doppio sopr´il Sogetto BWV 1077. Von 1792 bis zu seinem Tod am 4. Januar 1796 war Fulde Pastor in Dyhernfurth/Oder.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Wiermann: Altnickol, Faber, Fulde - drei Breslauer Choralisten im Umfeld Johann Sebastian Bachs. Bach-Jahrbuch 89. Jg. 2003, 259 - 265.
  • Hans-Rainer Jung: Das Gewandhausorchester. Seine Mitglieder und seine Geschichte seit 1743. Leipzig 2006, 19.
  • Hans-Joachim Schulze: Johann Sebastian Bachs Kanonwidmungen. In: Bach-Jahrbuch 67. Jg. 1982, 82 - 92.