Johann Georg Conradi

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Die Kirche St. Jakob (Oettingen in Bayern) Beginn der Bauzeit 1326 Vollendung 1461, da stand der Kirchturm. Erst 1535 wurde das Oktogon fertiggestellt.

Johann Georg Conradi (* 1645 in Oettingen, Grafschaft Oettingen; † 22. Mai 1699 in Oettingen, Fürstentum Oettingen) war ein deutscher Komponist, Organist und Kapellmeister.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Oettinger Organisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Georg Conradi − Sohn eines Oettingener Organisten wurde von seinem Vater musikalisch vorgebildet und erhielt seine spätere musikalische Weiterbildung vermutlich in Stuttgart.

Jahre als Musikdirektor und Hofkapellmeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurückgekehrt nach Oettingen wurde er 1671 daselbst Musikdirektor. Conradi verließ nach einem Jahrzehnt Oettingen und ging 1683 nach Ansbach. Dort übernahm er die Stelle des Hofkapellmeisters. In seinen Ansbacher Jahren schuf Conradi dutzende Kompositionen.

Übersiedelung von Oetingen ins nahe gelegene Ansbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon nach vier Jahren 1687 verließ Conradi Ansbach wieder, da nach Erhebung der Grafschaft Oettingen zum Fürstentum Oetingen der nachfolgende Regent auf die Dienste Johann Georg Conradi's verzichtete. Conradi übersiedelte in das unweit gelegene Römhild im fränkisch geprägten Süden Thüringens, wo er als Kapellmeister eine kleine Hofkapelle aufbaute.

Kapellmeister an der Hamburger Oper am Gänsemarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1690 folgte Johann Georg Conradi dem Ruf als Kapellmeister an die berühmte Hamburger Oper am Gänsemarkt. Unter Conradi's Leitung wurden an der Oper am Gänsemarkt auch italienische und französische Opern der Renaissance und des Barock inszeniert, neben eigenen und zeitgenössischen Werken anderer Komponisten. In seinen Hamburger Jahren komponierte Conradi neun Opern, von denen jedoch, soweit bekannt, nur die Partitur und das Libretto der Oper „Ariadne“ bis heute erhalten geblieben sind. Die Oper Ariadne wurde im 21. Jh. neu inszeniert und auf Tonträger eingespielt.

Rückkehr von der Hansestadt zurück nach Oettingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz großen Erfolges verließ Conradi wegen wirtschaftlicher Probleme die Hansestadt im Jahre 1694. Er kehrte wieder nach Oettingen zurück und bekleidete dort bis zu seinem Tode die Position des Kapellmeisters am Fürstenhofe von Albrecht Ernst II. Die Position des Kapellmeisters blieb in der Familie Conradi und ging nach dem Tod von Johann Georg Conradi auf seinen Sohn über.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]