Johann Georg Mönckeberg (Politiker, 1766)

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Johann Georg Mönckeberg (* 7. November 1766 in Hamburg; † 30. April 1842 ebenda) war ein deutscher Rechtsanwalt, Bibliothekar und Senator der Freien und Hansestadt Hamburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gräber von Senator Johann Georg Mönckeberg (hinten) und seinem Enkel (vorne)
Gräber der Familie Mönckeberg auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg

Johann Georg Mönckeberg war Sohn einer aus Münder/Deister[1] stammenden Kaufmannsfamilie und besuchte die Gelehrtenschule des Johanneums und das Akademische Gymnasium. Von 1785 bis 1788 studierte er an der Universität Göttingen Rechtswissenschaften und absolvierte dieses Studium als Lizenziat der Rechte. Danach folgte eine Stelle am Reichskammergericht in Wetzlar. 1789 wurde er in Hamburg Rechtsanwalt zugelassen und erfreute sich bald größeren Zuspruchs. Er war Bibliothekar der Commerzbibliothek der Handelskammer Hamburg und besaß selber eine umfangreiche Bibliothek. Im Jahr 1826 wurde er in dem verfassungsrechtlich vorgesehenen Losverfahren in den Hamburger Senat gewählt. Dort war er insbesondere auf dem Gebiet der Justizorganisation und im Bereich der Obergerichtsbarkeit tätig.

Senator Mönckeberg wurde am ersten Tag des Hamburger Brandes auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg-Ohlsdorf beerdigt. Um seinen Grabstein wurde das Familiengrab Mönckeberg angelegt. Sein Enkel war der bekannte Hamburger Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg (1839–1908).

Er hinterließ eine umfangreiche Privatbibliothek von über 7.500 Bänden, deren Bestände im Wesentlichen in die damalige Hamburger Stadtbibliothek gelangten, während die Hamburgensien in das Hamburger Staatsarchiv separiert wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Renate Hauschild-Thiessen: Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg. Verein für Hamburgische Geschichte, Hamburg 1989, ISBN 3-923356-26-9 (Hamburgische Lebensbilder in Darstellungen und Selbstzeugnissen 1).
  • Otto BenekeMönckeberg, Johann Georg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 22, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 164 f.
  • Johann Georg Mönckeberg: Vor hundert Jahren. Aus dem Tagebuch von Johann Georg Mönckeberg, 1783–1789. Persiehl, Hamburg 1885, (online).
  • F. L. Hoffmann: Hamburgische Bibliophile, Bibliographen und Litteraturhistoriker. Fortsetzung 11: Johann Georg Mönckeberg. In: Serapeum. Zeitschrift für Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und ältere Literatur. Nr. 23, 15. Dezember 1855, ISSN 1619-3989, S. 364–368, online und S. 377ff., online, DigiZeitschriften.
  • Heinrich Harms zum Spreckel, Die Mönkeberg aus Münder: für die Familie, Annaberg-Buchholz, 1922.
  • Lorenz-Meyer, Hamburgische Wappenrolle, Hamburg, 1912.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Grave of Johann Georg Mönckeberg (Politiker, 1766) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Grave area Mönckeberg family Hamburg-Ohlsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Älteste Vorfahren: Jasper Mönckeberg und Agneta Pluns (ein entfernter Verwandter: Major Pluns mit seinem Rotherbaumer Landhaus sowie J.L.E. Pluns, zu Pöseldorf, Schwiegersohn von J.G. Repsold und Mentor von J.H. Wichern) , vgl. J.G. Mönckeberg, Vor hundert Jahren, S. 5. Vgl. außerdem: J. Koch, Der Briefwechsel zwischen Johann Caspar Horner und Johann Georg Repsold, Holm, 1999, S. 107 und J. Pluns, Die Stammfolge der Familie Pluns in Viermünden, in: HFK, Bd. 23, 1997, 12f.