Johann Georg Roederer

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Georg Roederer

Johann Georg Roederer, französisch: Jean-Georges Roederer (* 13. Mai 1726 in Straßburg; † 4. April 1763 ebenda) war ein deutscher Chirurg und Geburtshelfer.

Nach seiner medizinischen Ausbildung in Paris (1747), London (1748) und Leiden war er in der Hebammenschule in Straßburg (1728 gegründet) als Schüler von Johann Jakob Fried bis 1750 tätig. Die Zeit hatte er genutzt, eine Dissertation über Geburtshilfe zu verfassen und er wurde 1750 in Straßburg promoviert. Der englische König und Kurfürst von Hannover Georg II. berief ihn auf Anregung von Albrecht von Haller 1751 als außerordentlichen Professor für Geburtshilfe an die Universität Göttingen.

Er beschrieb den normalen wie regelwidrigen Geburtsmechanismus, der Grundlage für die weiterentwickelnde Forschung wurde. Nach ihm wurde die Roederer-Kopfhaltung benannt. Er erlangte hohes Ansehen durch seine Veröffentlichungen, verbunden mit seiner klinischen Tätigkeit, die mehrsprachig übersetzt wurden. Er wurde zum Mitglied der Pariser Académie Royale de Chirurgie und 1754 zum ordentlichen Professor und Leibarzt von Georg II. ernannt. Sein Nachfolger wurde Heinrich August Wrisberg.

Seine Tochter war Caroline Friederike von Schlözer. Ihre jüngere Schwester Wilhelmine Dorothea Victoria (1756–1791) heiratete den Jenenser Anatomen Justus Christian von Loder (1753–1832).

Er war seit 1751 außerordentliches und seit 1760 ordentliches Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elementa artis obstetriciae in usum auditorum, 1753
  • Jo. G. Roedereri et Car. G. Wagleri Tractatus de morbo mucoso, 1783

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johann Georg Roederer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 203.