Johann Gottfried Rosenberg

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Johann Gottfried Rosenberg (* ca. Oktober 1709 in Woldegk; † 4. Juni 1776 in Schleswig) war ein deutsch-dänischer Architekt in der Zeit des Rokoko.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Gottfried Rosenbergs genaues Geburtsdatum ist unbekannt; er wurde am 20. Oktober 1709 in Woldegk, Mecklenburg-Strelitz, getauft. Nach einer Maurerlehre (1727–1730) bei seinem Vater und bei Martin Ciliaxen in Greifswald wirkte er in Schleswig-Holstein als Hofarchitekt von Herzog Friedrich Karl (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön). Für ihn entwarf er den Marstall, die Reithalle und das erst später so bezeichnete Prinzenhaus am Schloss Plön. 1736 wurde er Bürger der Stadt Kiel. Ab 1740 war er auch in Dänemark tätig, wo er 1752 auch seinen Wohnsitz nahm. Zu seinen frühen Werken zählt das Herrenhaus von Margård, Vigerslev Sogn (Nordfyns Kommune) auf Fünen, das von französischer Landhaus-Architektur beeinflusst ist.[1]

Er arbeitete mit Nicolai Eigtved bei einer Reihe von Projekten in Kopenhagen in den frühen 1750er Jahren zusammen. Dazu gehören die Adelspalais Dehn, Bernstorff und Berckentin in der Bredgade im Stadtteil Frederiksstaden, der zu dieser Zeit bebaut wurde, sowie das Herrenhaus Frederiksdal im Norden Kopenhagens am Ufer des Bagsværd Sø.[1]

1760 kehrte Rosenberg als herzoglicher Baumeister nach Schleswig-Holstein zurück. Hier war er unter anderem für den Neubau der Königlichen Münze zu Altona 1771 verantwortlich.

Seine bedeutendsten Werke waren das Schloss Gravenstein (1758–59) und das Schloss Augustenburg (Dänemark) (1770–76).

Als Architekt plante er die schleswig-holsteinischen Kirchen in Hohenfelde (1767), Horst (1768-71) und Hohenweststedt (1770/71). Die Friedhofskapelle von Kappeln (1767) wird ihm zugeschrieben. Daneben liegen Gutachten und Entwürfe von ihm für die Kirchen in Bad Oldesloe, Großenaspe und Wilster vor sowie 10 Pläne (davon sieben noch erhalten, aber nicht ausgeführt) für Schloss Breitenburg (1763/64).[2]

Sein Sohn Georg Erdman Rosenberg (1739–1788) war ebenfalls Baumeister und Architekt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johann Gottfried Rosenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Johann Gottfried Rosenberg. Gyldendal. Abgerufen am 8. Oktober 2010.
  2. Hjördis Jahnecke: Die Breitenburg und ihre Gärten im Wandel der Jahrhunderte. Verlag Ludwig, Kiel 1999, ISBN 978-3-933598-01-1, S. 97 ff. (mit Abb. der Pläne)