Johann Heinrich von Thünen-Institut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Johann Heinrich von Thünen-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
(Thünen-Institut)
Logo
Stellung Forschungsinstitut des Bundes
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Gründung 1. Januar 2008
Hauptsitz Braunschweig
Behördenleitung Folkhard Isermeyer, Präsident
Bedienstete 577 Planstellen
Website www.thuenen.de
Thünen-Institut für Waldökosysteme, Außenstelle Eberswalde
Thünen-Institut in Braunschweig

Das Thünen-Institut (vollständiger amtlicher Name: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei) ist ein Bundesforschungsinstitut und eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit Hauptsitz in Braunschweig. Es wurde zum 1. Januar 2008 aus der Bundesforschungsanstalt für Fischerei (BFAFi), der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (BFH) und aus Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) errichtet. Das Institut ist nach dem Ökonomen und Agrarwissenschaftler Johann Heinrich von Thünen benannt. Auf die Verwendung seines sperrigen vollständigen Namens und der Abkürzung „vTI“ verzichtet es in der Außenkommunikation seit ca. 2012 zugunsten der Bezeichnung „Thünen-Institut“.[1]

Das Institut forscht fachgebietsübergreifend mit dem Ziel der nachhaltigen Weiterentwicklung der Land-, Forst- und Holzwirtschaft sowie der Fischerei. Dabei bezieht es ökonomische, ökologische und technologische Aspekte ein.

Das Institut erarbeitet als Ressortforschungseinrichtung wissenschaftliche Grundlagen als Entscheidungshilfe für die Politik der Bundesregierung. Das Thünen-Institut ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen.

Es verfügt nach dem Haushaltsplan 2013 über rund 606 Planstellen und Stellen.[2] Dazu kommen Drittmittelstellen in wechselndem Ausmaß. Das Bundesforschungsinstitut gliedert sich in 14 Fachinstitute:

  • Institut für Ländliche Räume (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Betriebswirtschaft (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Marktanalyse (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Agrartechnologie (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Biodiversität (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Agrarklimaschutz (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Ökologischen Landbau (Sitz: Westerau-Trenthorst)
  • Institut für Holzforschung (Sitz: Hamburg-Lohbrügge)
  • Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie (Sitz: Hamburg-Lohbrügge)
  • Institut für Waldökosysteme (Sitz: Eberswalde)
  • Institut für Forstgenetik (Sitz: Großhansdorf und Waldsieversdorf)
  • Institut für Seefischerei (Sitz: Hamburg-Altona)
  • Institut für Fischereiökologie (Sitz: Hamburg-Altona)
  • Institut für Ostseefischerei (Sitz: Rostock)

Die beiden früheren Fachinstitute für Forstökonomie und für Weltforstwirtschaft wurden am 1. Oktober 2013 zum neuen Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie zusammengelegt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thünen-Institut – Die Bezeichnung wird griffiger. Pressemitteilung. Thünen-Institut, 20. Dezember 2012, abgerufen am 11. März 2016 (HTML).
  2. Bundeshaushaltsplan 2013, Einzelplan 10: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Bundesministerium der Finanzen, S. 209, abgerufen am 22. April 2014 (PDF, 1,2 MB).
  3. Waldforschung im Thünen-Institut stellt sich neu auf. Pressemitteilung. Thünen-Institut, 1. Oktober 2013, abgerufen am 11. März 2016 (HTML).

Koordinaten: 52° 17′ 10,2″ N, 10° 26′ 59,4″ O