Johann Hofstätter

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Johann Hofstätter
Spielerinformationen
Geburtstag 12. Jänner 1913
Sterbedatum 27. Juli 1996
Position Mittelläufer[1]
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1931–1933 Wiener AC
1933–1937 Post SV Wien
1937–1945 SK Rapid Wien 111 (5)
1945–1947 1. Simmeringer SC
Nationalmannschaft
1940 Deutschland 1 (0)
Stationen als Trainer
1950–1962 1. Simmeringer SC
1968–1969 First Vienna FC 1894
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Johann Hofstätter (* 12. Jänner 1913; † 27. Juli 1996) war ein deutsch-österreichischer Fußballspieler. Mit SK Rapid Wien gewann der Mittelläufer in den Jahren 1938, 1940 und 1941 dreimal die Österreichische Meisterschaft und 1938 den Tschammerpokal, sowie 1941 die Deutsche Fußballmeisterschaft. Am 14. April 1940 absolvierte er ein Länderspiel für Deutschland.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spätestens beim Post SV Wien machte sich „Hans“ Hofstätter einen guten Namen als entwicklungsfähiger und hoffnungsvoller Mittelläufer. Nach seinem Wechsel zur Saison 1937/38 zu Rapid Wien kamen dann auch auf Vereinsseite herausragende Erfolge mit dem Gewinn des Pokals und Meisterschaften hinzu. In der Gauliga Ostmark kam er mit den Grün-Weißen von Rapid Wien 1938, 1940 und 1941 zu drei Meistertiteln. Zuvor hatte er sich bereits im Tschammerpokal 1938 durchgesetzt und das Endspiel am 8. Jänner 1939 mit 3:1 gegen den FSV Frankfurt gewonnen. In der 85. Minute hatte er dabei die 2:1-Führung für Rapid erzielt. In den Jahren 1939 und 1940 schied Rapid jeweils erst im Halbfinale des Tschammerpokals aus.

Als Rapid am 22. Juni 1941 in Berlin mit 4:3 das Finale um die Deutsche Meisterschaft gewann, fehlte Hofstätter durch Verletzung; er hatte aber zuvor in den drei Gruppenspielen in der Endrunde gegen den VfL Neckarau (7:0), Stuttgarter Kickers (1:1), TSV München 1860 (1:2) und dem Halbfinalspiel gegen den Dresdner SC auf dem Platz gestanden. Insbesondere beim 2:1-Erfolg am 8. Juni in Beuthen vor 30.000-Zuschauern im Hindenburg-Stadion gegen die herausragende Dresdener Offensive mit Angreifern wie Heiner Kugler, Heinrich Schaffer, Horst Schade und Helmut Schön, war die Defensivleistung von Hofstätter ein wesentlicher Beitrag zum Erfolg.

Auswahlspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Deutschen Turn- und Sportfest-Turnier 1938 in Breslau gewann Hofstätter mit der Ostmark am 30. Juli das Finale mit 4:1 gegen die Auswahl von Niedersachsen. Am 21. Mai und 25. Juni 1939 wurde er in Reihen einer Deutschland-Auswahl im Spiel gegen Böhmen-Mähren (7:1) und der Ostmark gegen die Schweiz (0:0) eingesetzt. Im Reichsbundpokal 1939/40 konnte er die Verantwortlichen des DFB in zwei weiteren Spielen am 3. Dezember 1939 gegen das Sudetenland (3:1) und am 28. Januar 1940 gegen Schlesien (6:1) auf sich aufmerksam machen.

Das führte am 14. April 1940 im heimischen Wien zu seinem Länderspieleinsatz gegen Jugoslawien. Bei der 1:2-Niederlage trat die DFB-Elf mit Rudolf Raftl (Torhüter), Paul Janes, Willibald Schmaus, Franz Hanreiter, Hofstätter, Stefan Skoumal, Ernst Lehner, Wilhelm Hahnemann, Franz Binder, Josef Gauchel und Johann Pesser an.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn in Simmering im Sommer 1947 war er hier noch über viele Jahre als Trainer beim 1. Simmeringer SC (1950 bis 1962) tätig.

Vereinsstationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lorenz Knieriem, Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890–1963. Agon Sportverlag. Kassel 2006. ISBN 978-3-89784-148-2. S. 157/158.
  • Jürgen Bitter: Deutschlands Fußball-Nationalspieler. Das Lexikon. Sportverlag. Berlin 1997. ISBN 3-328-00749-0. S. 200.
  • Klaus Querengässer: Die Deutsche Fußballmeisterschaft, Teil 1: 1903–1945. Agon Sportverlag. Kassel 1997. ISBN 3-89609-106-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann HOFSTÄTTER. Abgerufen am 1. Mai 2016.