Johann Jakob von Hauck

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Johann Jakob von Hauck als Administrator des Bistums Würzburg 1923

Johann Jakob von Hauck, auch (Johannes) Jacobus von Hauck, (* 22. Dezember 1861 in Miltenberg; † 23. Januar 1943 in Bamberg) war Erzbischof des Erzbistums Bamberg von 1912 bis 1943.

Leben[Bearbeiten]

Johann Jakob von Hauck empfing am 3. August 1884 die Priesterweihe in Bamberg. Von 1893 bis 1898 war er Religionslehrer am Alten Gymnasium in Bamberg und ab 1898 Pfarrer von St. Elisabeth in Nürnberg. 1912 wurde er durch Papst Pius X. zum Erzbischof von Bamberg ernannt. Die Bischofsweihe am 18. Juni 1912 spendete ihm Ferdinand von Schlör, Bischof von Würzburg. 1920 wurde er zum Apostolischen Administrator des Bistums Würzburg ernannt; nach dem Tod von Ferdinand von Schlör 1924 wurde seinem Rücktrittsgesuch von Papst Pius XI. stattgegeben.

Er regelte die Bistumsgrenzen zu Eichstätt neu, erhöhte die Anzahl der Pfarreien von 199 auf 239, die der Kuratien von 42 auf 45 und ordnete diese 1936 in 23 neu angeordnete Dekanate. Darüber hinaus konsekrierte er 75 Gotteshäuser. Zahlreiche Orden wurden im Erzbistum Bamberg tätig, darunter die Oblaten in Kronach, die Jesuiten in Nürnberg und die Salesianer Don Boscos in Bamberg. Das neue Priesterseminar am Bamberger Heinrichsdamm wurde 1928 eingeweiht. [1] In einem Hirtenschreiben vom 25. Juli 1912 setzte er sich für einen Neubau des Ottonianums in Bamberg ein.

In der NS-Zeit verurteilte er die „neuheidnische“ Weltanschauung deutlich, steuerte aber ansonsten einen vorsichtigen Kurs der Konfliktvermeidung.

Er ist Namensgeber des Jacobus-von-Hauck-Stifts in Nürnberg sowie des Altenheims Jakobus von Hauck in Bamberg.

Quellen[Bearbeiten]

  1. 1000 Jahre Bistum Bamberg

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Albrecht: Hauck, Johannes Jakobus von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 78 f. (Digitalisat).
  • Thomas Breuer: Verordneter Wandel? Der Widerstreit zwischen nationalsozialistischem Herrschaftsanspruch und traditionaler Lebenswelt im Erzbistum Bamberg. Mainz 1992
  • Peter Stuckenberger: Tradition im Wandel. Der Kirchenbau im Erzbistum Bamberg während des Episkopats des Jacobus von Hauck, 1912-43. In: das münster 56, Nr. 2, 2003, Seite 139-144

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johann Jakob von Hauck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich Philipp von Abert Erzbischof von Bamberg
19121943
Joseph Otto Kolb