Johann Josef Mertens

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Johann Josef Mertens (* 4. April 1921 in Müllekoven; † 23. Februar 1991 ebenda) war ein deutscher Maler und Vertreter des Tachismus.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Josef Mertens mit Model

Johann Josef Mertens wurde am 4. April 1921 in Müllekoven geboren. Seine Begabung und Passion zur Malerei wurde schon früh erkannt. So wurde er mit 13 Jahren zu einer dreijährigen Ausbildung an die Bonner Malschule zu Willi Diesenberg geschickt. 1941–1942 erhielt er eine weitere Ausbildung bei Karl Jordan in Aachen. 1943 hatte er Kontakt mit Bildern von Wols (Wolfgang Schulze floh 1933 vor den Nazis nach Südfrankreich - Mitbegründer des Informel) 1943–1944 unternahm er eigene abstrakte Versuche, vor allem während eines Lazarettaufenthaltes in Wien (diese Werke wurden von einem Nazioffizier als „entartete Kunst“ beschlagnahmt) 1945–1948 erhielt er weitere Ausbildung an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Matthias Barz.

Während der Phase seiner Kunstausbildung studierte Mertens vor allem die Porträt- und Landschaftsmalerei. In den 1950er-Jahren wandte sich Mertens der abstrakten Malerei zu. Hier besonders dem Tachismus (von französisch la tache „Farbfleck“). Dies ist eine Richtung des Informel in der abstrakten Malerei, entstanden in den 1940er Jahren in Paris.

Die Lust an der neu gewonnenen künstlerischen Freiheit, die Freude am Umgang mit Farben und Strukturen springen den Betrachter heute geradezu an und stimmen ihn heiter. Mertens stellte verschiedene Farben zum Teil in gleich großen, zum Teil in unterschiedlich großen Flächen kontrastreich nebeneinander. Dabei hatte der Künstler ein Ziel vor Augen: Seine Komposition musste harmonisch sein, sie durfte keine Dissonanzen aufweisen. Im letzten Jahrzehnt seines Schaffens reduzierte der Künstler seine malerischen Mittel. Es entstanden Arbeiten, die durch wenige Farben und einfache Strukturen gekennzeichnet sind, z. B. Meeresbilder oder Landschaften, die sich aber erst durch den Anblick des Betrachters in eine Meereslandschaft oder ein Rheintal verwandeln. Tatsächlich hatte Mertens sie als Stimmungsbilder komponiert und bewusst auf jeden Inhalt verzichtet.

Johann Josef Mertens starb am 23. Februar 1991 im Alter von 69 Jahren.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hommage der Galeristin an den toten Vater, 30. Oktober 2003
  • Vernissage Mit Angel, Netz und Staffelei, Fischereimuseum Bergheim, 3. September 2017[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl):

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mit Angel, Netz und Staffelei. Abgerufen am 18. Januar 2021.
  2. Vernissage "Mit Angel, Netz und Staffelei" Fischereimuseum Bergheim. 3. September 2017.