Johann Luif

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Johann Luif (* 12. Juli 1959 in Eisenstadt) ist ein österreichischer Offizier und Politiker. Er ist seit September 2017 Leiter der Generalstabsdirektion im Bundesministerium für Landesverteidigung und seit August 2018 stellvertretender Generalstabschef. Vom 22. Mai bis zum 3. Juni 2019 war er Minister für Landesverteidigung.[1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Luif absolvierte nach der Matura von 1978 bis 1981 die Theresianische Militärakademie, war Offizier im Landwehrstammregiment 12 und schloss in der Folge den 12. Generalstabslehrgang an der Landesverteidigungsakademie in Wien 1991 ab.

Von 1993 bis 1997 war er als stellvertretender Chef des Stabes im Militärkommando Burgenland eingesetzt. Später wurde er in das Bundesministerium für Landesverteidigung als Hauptreferatsleiter in der Abteilung Rüstungsplanung versetzt und hatte in der Folge die Funktion des stellvertretenden Leiters der Abteilung Militärische Grundsatzplanung inne. In dieser Zeit absolvierte er den Schweizer Generalstabskurs und führte 1999 während seiner Truppenverwendung das Pionierbataillon 1 in Villach.

Ende 2003 wurde er Militärkommandant von Burgenland und zum Brigadier befördert. Diese Funktion hatte er bis 2017 inne.

2004 absolvierte er ein Studium der Politikwissenschaften.

Luif machte zahlreiche Auslandseinsätze, vor allem am Balkan, ab 2000 als österreichischer Kontingentskommandant im Kosovo, 2011/12 als stellvertretender Kommandant der Kosovo Force (KFOR) und 2014 bis 2016 als Kommandant von European Union Force (EUFOR) in Bosnien-Herzegowina.

Nach seiner Rückkehr aus Bosnien-Herzegowina leitete er die Abteilung Einsatzplanung im damaligen Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport.

Am 1. September 2016 wurde er zum Leiter der Generalstabsdirektion im Bundesministerium für Landesverteidigung bestellt und zum Generalleutnant befördert. Am 20. August 2018 erfolgte darüber hinaus die Betrauung mit der Wahrnehmung der Agenden des stellvertretenden Generalstabschefs.

Am 22. Mai 2019 wurde er zum Minister für Landesverteidigung ernannt und bereits am 3. Juni 2019 durch Thomas Starlinger ersetzt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Luif ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. tagesschau.de: Krise in Österreich: Vier Experten als neue Minister. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  2. diepresse.com: Habemus-Kabinett_Die-Uebergangsregierung-im-Ueberblick. Abgerufen am 3. Juni 2019.