Johann Marbs Werft

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Inserat der Werft Marbs in Hamburg St. Pauli mit Darstellung der Slipanlage

Die Johann Marbs Werft war eine zunftfreie Werft am Pinnasberg in Hamburg-St. Pauli, gegründet nach 1825 von dem Schiffbaumeister Johann Marbs. Bis in die 1870er Jahre schufen er und seine Söhne rund 25 hölzerne Segelschiffe. Es waren vorwiegend Barken, Briggen, Kuffen und Gaffelschoner, die zum Teil auf eigene Rechnung gebaut wurden. Der überwiegende Teil der Schiffe konnte an Hamburger Reeder wie Laeisz, C. Woermann, Joh. Ces. Godeffroy & Sohn verkauft werden.

  • 1841 wurde die Bark St. Pauli bei Marbs gebaut.
  • Der hölzerne Raddampfer Leeds wurde 1842 für die Hanseatische Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Hamburg gebaut und später als Radkorvette Bremen bekannt.
  • Als letztes Schiff wurde die Maria Magdalena 1878 mit 580 Registertonnen von dem Sohn J.H. Marbs abgeliefert.

Radkorvette Bremen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bremen (1842)

Die Radkorvette Bremen war ein Schiff der ersten deutschen Reichsflotte, die von Karl Rudolf Brommy als Oberbefehlshaber aufgestellt wurde. Sie wurde 1842 auf der Werft von Johann Marbs als Frachtschiff Leeds für die Hanseatische Dampfschifffahrts-Gesellschaft gebaut und am 23. Juni 1848 von der Hamburgischen Admiralität für die Hamburger Flottille angekauft. Im Herbst 1848 übernahm die Reichsflotte das Schiff unter dem Namen Bremen. 1852 wurde es an die General Steam Navigation Company, London verkauft. Von 1853 bis 1865 fuhr sie als Frachter Hannover, später fand sie noch als Kohlenhulk Verwendung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]